Der Tod eines Kindes gilt heute in den westlichen Gesellschaften als tragisches Ereignis, das mittlerweile relativ selten eintritt, da sich der Tod in die hohen Altersgruppen zurückgezogen hat. Dem war nicht immer so, die Säuglings- und Kindersterblichkeit war in der Vergangenheit hoch, gleichzeitig wurde dem Tod eines Kindes scheinbar mit Indifferenz begegnet oder er wurde sogar als postnatale Familienplanung gewertet. Diese These ist in den letzten Jahren in die Kritik der historischen Forschung geraten. Hier setzt Julia Nebes Arbeit an, in der sie anhand eines Samples ausgewählter Totenzettel von Kindern den Wandel der Eltern-Kind Beziehung im ausgehenden 19. und frühen 20. Jahrhundert herausarbeitet und so die Kindersterblichkeit in ihrer gesellschaftlichen Perzeption analysiert.

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Information
Print ISBN
9783954046003
Edition
1Table of contents
- Vorwort
- Inhalt
- 1. Einleitung
- 2. Leben und Tod im Übergang zum 20. Jahrhundert
- 3. Die mikroregionalen Rahmenbedingungen - Erkenntnisse zur Kindersterblichkeitin Deutschland im 19. und 20. Jahrhundert
- 4. Die Geschichte des Totenzettels – zwischen christlicher Tradition undemotionalem Erinnerungsdokument
- 5. Die Auswertung der Totenzettelsammlungen
- 6. Die Thesenbildung
- 7. Die Stellung des Kindes in der literarischen Auswertung
- 8. Fazit
- 9. Anhang
- 10. Literatur