Abgase von Dieselmotoren wirken mutagen und sind als kanzerogen für den Menschen eingestuft. In den letzten Jahrzehnten wurden vermehrt alternative Dieselkraftstoffe auf Pflanzenölbasis und deren Blends mit Mineralöldieselkraftstoff (DK) eingesetzt. Daraus ergibt sich die Frage, ob bzw. in welchem Umfang auch bei der Verbrennung dieser Kraftstoffe mutagene und kanzerogene Substanzen entstehen.Nachdem in einer vorherigen Studie (Bünger et al. 2007) die dieselmotorische Verbrennung von Rapsöl eine erhöhte Mutagenität ergeben hatte, wurde in der hier vorliegenden Arbeit die Hypothese geprüft, ob auch andere Pflanzenöle mit unterschiedlich hohem Anteil ungesättigter Fettsäuren zu erhöhter Mutagenität im Vergleich zu herkömmlichem Mineralöldieselkraftstoff führen. Darüber hinaus sollte geklärt werden, ob die Mutagenität der Pflanzenölkraftstoffe vom Anteil ungesättigter Fettsäuren bzw. der Zahl der Doppelbindungen der für die Kraftstoffherstellung verwendeten Pflanzenölfettsäuren abhängig ist.Weiterhin wurden Blends (Kraftstoffmischungen) untersucht, weil eine Studie von Fang und McCormick (2006) bei Blends aus Biodiesel und DK eine Ausflockung der Kraftstoffmischungen mit einem Maximum bei B20 gezeigt hatte. Dies wurde der chemischen Reaktivität der Doppelbindungen der mehrfach ungesättigten Fettsäuren zugeschrieben. Da auch die Mutagenität von Biodieselblends auf Rapsölbasis bei B20 erhöht war (Krahl et al. 2008), wurde untersucht, ob dieses Phänomen auch bei Blends von verschiedenen Pflanzenölen auftritt.

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Information
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9783736992320
Edition
1Table of contents
- Gliederung
- 1. Einleitung
- 2. Material und Methoden
- 3. Ergebnisse
- 4. Diskussion
- 5. Zusammenfassung
- 6. Ausblick
- 7. Literaturverzeichnis
- 8. Abkürzungsverzeichnis