Antiphospholipidantikörper (APL) können die INR-Wert-Bestimmung durch Interaktion von Lupusantikoagulanzien mit den Phospholipiden im Testansatz stören. Dies fĂŒhrt möglicherweise zu falsch zu hohen INR-Werten bei antikoagulierten Patienten mit Antiphospholipid-Syndrom (APS), die zur SekundĂ€rprĂ€vention nach einem thrombotischem Ereignis unter Therapie mit Vitamin-K-Antagonisten (VKA) stehen. Vergleichsmessungen bei APS-Patienten und APL-negativen Kontrollen zeigten Abweichungen zwischen INR-Wert und der phosphilipid-unabhĂ€ngigen chromogenen Messung der Faktor-X-AktivitĂ€t (CFX) in beiden Gruppen. Zum INR-Monitoring bei APS weisen die gewebe-extrahierten Thromboplastine Thromborel S und Neoplastin Plus eine höhere Messgenauigkeit auf als die rekombinanten Thromboplastine, zu denen auch das CoaguChek XS-System gehört. FĂŒr die meisten APS-Patienten ist ein INR-Monitoring zur Ăberwachung einer VKA-Therapie möglich. Allerdings sollte bei erneuten thromboembolischen Ereignissen trotz therapeutischem INR an die Möglichkeit einer Interferenz von Lupusantikoagulanzien gedacht werden und ein phospholipid-unabhĂ€ngiges Verfahren wie die CFX-Bestimmung zum Einsatz kommen.

- 93 pages
- English
- PDF
- Available on iOS & Android
eBook - PDF
About this book
Trusted by 375,005 students
Access to over 1.5 million titles for a fair monthly price.
Study more efficiently using our study tools.
Information
Print ISBN
9783736993372
Edition
1Table of contents
- Inhalt
- AbkĂŒrzungsverzeichnis
- 1. Einleitung
- 2. Fragestellung
- 3. Material und Methode
- 4. Ergebnisse
- 5. Diskussion
- 6. Zusammenfassung
- 7. Summary
- 8. Literaturverzeichnis
- 9. Anhang
- 10. Lebenslauf
- 11. Schriftliche ErklÀrung
- 12. Danksagung