In der vorliegenden Arbeit werden erstmals gepinnte Bahnmomente an einer Grenzschicht spektroskopisch nachgewiesen. Es wurde eine Co/FeMn Probe mit "Exchange Bias" als Modellsystem mit hoher Symmetriebrechung verwendet. Um die vergrabene Grenzschicht artefaktfrei spektroskopisch zu untersuchen, wurde die Methode des XMCD (engl.: "X-Ray Magnetic Circular Dichroism") weiterentwickelt. Die gepinnten Momente im Antiferromagneten besitzen nahezu ausschlieĂlich Bahnmoment-Charakter. Dies wird durch ein atomar lokales "aufziehen" einer "Spin-Bahn-Kopplungs-Feder" erklĂ€rt. Ăber ein derartiges Verhalten wurde bisher nicht berichtet und es wurde somit auch in keinem theoretischen Modell vorausgesagt. Dieser Effekt sollte nicht nur bei Exchange-Bias Systemen, wie hier gezeigt, sondern auch in anderen, z.B. hartmagnetischen Systemen eine wichtige Rolle bzgl. der magnetokristallinen Anisotropieenergie spielen. Mit dem so verstandenen Probensystem trĂ€gt das daraus resultierende neue Modell zum besseren VerstĂ€ndnis der Verteilung der magnetischen Momente, und speziell der Bahnmomente, im Exchange Bias System bei.

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Information
Print ISBN
9783736993464
Edition
1Table of contents
- Inhaltsverzeichnis
- 1. Summary
- 2. Einleitung
- 3. Grundlagen
- 4. Datenanalyse und Experimentelle Methodik
- 5. Probenherstellung und Charakterisierung
- 6. XMCD an Co/FeMn System
- 7. Semiquantitatives Modell zu gepinnten Bahnmomenten
- 8. Zusammenfassung
- 9. Literatur
- 10. AbkĂŒrzungsverzeichnis
- 11. Anhang
- 12. Veröffentlichungsliste
- 13. ErklÀrung
- 14. Danksagung