Spuren im Universum. Fußabdruck der Schöpfung
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Spuren im Universum. Fußabdruck der Schöpfung

Naturwissenschaft trifft Spiritualität und Religion

  1. 192 pages
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Spuren im Universum. Fußabdruck der Schöpfung

Naturwissenschaft trifft Spiritualität und Religion

About this book

Es gibt im Raum stehende Fragen, die sich selbst stellen: Woher kommen wir - zufällig oder geplant?Wohin gehen wir - müssen wir sinnlos "verenden"?Wozu leben wir - hat unsere Existenz einen tieferen Sinn?Antworten bekommen wir, auch auf viele Fragen im Alltag, wenn Wissen durch logische Vermutungen ergänzt wird.Der Mensch kann nicht denken, ohne zu glauben.In der Astrophysik hat die Forschung so erstaunliche Erkenntnisse gewonnen, dass sie wie die Spuren der Schöpfung erscheinen. Darüber finden Sie hier allgemein verständliche kurze Ausschnitte aus der Entwicklung des Universums. Ist das Weltall ein zielloses Zufallsprodukt ohne Absicht, oder sind wir von einer höheren Macht gewollt? Dieses Buch geht in objektiver Weise naturwissenschaftlich und ideologisch der Frage nach: Gibt es einen Schöpfer mit der Konsequenz unserer immerwährenden Existenz? Beurteilen Sie eine Antwort auf die Gottesfrage mit der konkreten Hoffnung, die Angst vor dem Tod zu verlieren. Ihre Meinungsbildung dazu wird unterstützt durch Informationen aus der Physik, aus Theologie und Philosophie;ergänzt durch Beiträge über Evolution, Intuition, Liebe und Glück, Beziehungsfähigkeit, Schuld, Leidbewältigung und Verschwörungstheorien - in leicht verständlicher Sprache.

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Information

Year
2022
Print ISBN
9783755703280
eBook ISBN
9783755746683
Edition
1
Subtopic
Religion

1. Teil

Spurensammlung aus der Naturwissenschaft

1 Standpunkt im All und auf der Erde

Inmitten des Universums, zwischen Eiseskälte und Gluthitze, stehen wir auf diesem lebensfreundlichen, durchschnittlich
18° C warmen Planeten und versuchen uns zu orientieren.
Die Temperatur des Universums beträgt minus 271° Celsius.
In unserer Nachbarschaft haben wir einen Glutofen mit 5 000°C auf der Oberfläche und Millionen Grad Hitze in den von der Sonne ins All geschleuderten Protuberanzen – trotzdem gibt es uns.
Um ein Gefühl und einen ungefähren Eindruck von der gewaltigen Weite des Universums zu bekommen, werden die Entfernungen in Lichtjahren angegeben. Das Licht legt in 1 Sekunde 300 000 km zurück, die gesamte Stecke in einem Jahr wird als ein Lichtjahr bezeichnet. Von der Erde bis zum Zentrum unserer Milchstraße sind es 27 000 Lichtjahre und bis zur Nachbargalaxis Andromeda 2,5 Millionen Lichtjahre.
Ohne dass es uns bewusst wird, bewegt sich die Erde mit unterschiedlichen extremen Geschwindigkeiten.
Allein bei dem Gedanken an die Erdrotation um die eigene Achse mit 1 700 km/h könnte man schwindlig werden. Dazu sind wir noch mit 107 000 km/h des Erdumlaufs um die Sonne unterwegs.
Der Spiralarm unserer Galaxis, in der wir leben, rotiert gleichzeitig mit 810 000 km/h inklusive unseres Sonnensystems um das galaktische Zentrum.
Dabei nähern sich Erde, Sonnensystem und Milchstraße durch die Expansion des Universums mit einer Geschwindigkeit von 230 000 km/h unserer Nachbargalaxis.
Nun kann ich mich ganz klein fühlen oder es großartig finden, wie gewaltig und riesig meine Umwelt ist.
Auch wenn der räumliche Horizont unserer Umgebung derart weit ist, werden wir uns mit den naheliegenden realistischen Dingen befassen müssen. Um nicht in kleinlichem Denken zu stagnieren, ist es jedoch hilfreich, einiges aus der Adler- und nicht nur aus der Froschperspektive zu betrachten.
Der Philosoph Descartes meint, sicher sei zunächst nur:
»Ich denke, also bin ich.« Alles Weitere wäre zweifelhaft.
Von diesem Standpunkt aus lassen sich oberflächliche Beurteilungen hinterfragen, unvoreingenommen analysieren, einordnen und objektive Meinungen bilden. Auch wenn der Philosoph Recht haben sollte, wird kaum jemand in der Realität eine derart extreme Position beziehen.
Bei der Suche nach einem Sinn hinter den Dingen verstellen oft eigene unverhandelbare Meinungen und Vorurteile sowie allgemein übliche Ansichten den Blick auf das Wesentliche.
Sei es nur vorübergehend, um eingefahrene Geleise zu verlassen und unbelastet neue Wege zu erkunden, wäre es eine Möglichkeit, das Wort »aber« nicht zu gebrauchen. Damit bleiben Sie offen für die Gedanken, die Ihnen in diesem Buch angeboten werden. Nimmt man die Perspektive eines toleranten, neutralen Beobachters ein, erweitern neue Erkenntnisse den Erkenntnishorizont.
Ein Liebhaber klassischer Musik, der seine Symphonie auswendig kennt, ist entsetzt, wenn einige Teile neu interpretiert werden. Ein anderer ist dafür offen, und erfreut sich daran.
Psychologisch gibt es den Inerita-Effekt, d. h. eine vorgefasste Meinung trotz gegenteiliger Beweise nicht zu ändern.
Juristisch spricht man vom »Hochmut des Richters«.
Das menschliche Gehirn kann nur einen kleinen Bereich der Wirklichkeit erkennen. Dass wir von unterschiedlicher elektrischer Strahlung, wie etwa Radiowellen, unbemerkt durchdrungen werden, zeigen uns lediglich technische Erfindungen. Dadurch wissen wir von der Dunklen Materie und der Dunklen Energie, die 95 Prozent unserer Umgebung ausmacht, obwohl wir sie selbst mit den empfindlichsten Instrumenten nicht wahrnehmen können.
Es gilt als sicher, dass wir u. a. der Dunklen Materie unsere Existenz verdanken (Kapitel »Indizien«).
Die Gesetze der Evolution haben bewirkt, dass wir geworden sind wie wir sind. Z. B. sehen unsere Augen genau im Bereich der Wellenlänge des Sonnenlichts. Röntgenstrahlen oder Infrarot zu sehen wäre für uns auf dieser Welt nicht überlebensnotwendig.
Wo wir geboren wurden und wann wir angekommen sind, steht auf unserer Geburtsurkunde. Jedoch waren wir da schon monatelang unterwegs. Wenn Sie ganz an den Anfang Ihrer Existenz gehen, erscheint es logisch, dass mit der Entstehung der unverwechselbaren Doppelhelix der DNA das menschliche Leben beginnt.
Ein Neugeborenes besitzt in der Regel alle Organe, Gliedmaßen usw. – lediglich das Gehirn ist noch nicht vollständig ausgebildet, damit es sich aufgrund von Informationen aus der Umwelt entsprechend formen kann. Durch die Menschen und die Umgebung des Säuglings gestaltet sich sein Denken, wobei Informationen und Erfahrungen verarbeitet werden.
Das Gehirn (Hardware) ist Werkzeug von Psyche, Bewusstsein und Geist (Software).
Nachdenken, Emotionen und Intuition können bei manchen Überlegungen zu völlig unvorhersehbaren Ergebnissen führen.
Der Geist ist das Produkt von Gehirnsubstanz, chemischen Reaktionen, elektrischen Leitungen usw.
Neurowissenschaftler dachten noch vor wenigen Jahren, dass das Gehirn selbst denkt, entscheidet und wir führen nur aus, was vorher schon beschlossen war. Man verortete Kreativität in einen Zufallsgenerator, der zwischen Synapsen sitzen würde.
Für das Bewusstsein und die Intuition des Menschen braucht es jedoch eine gebündelte Leistung mehrerer Gehirnareale.
Haben Sie sich schon einmal gefragt:
Wer bin ich eigentlich?
Sind meine Arme und Beine an mir dran oder bin ich Arme und Beine?
Bin ich einfach ein gut organisierter Zellenhaufen?
Ich denke (also bin ich).
Ich bin Körper und Gehirn (hormongesteuert).
Ich bin Psyche und Verstand,
Bewusstsein, Geist und Seele.
Ich bin ein individueller Teil des Universums – lediglich eine Durchgangsstation der Materie.
10 % der Wasserstoffatome in meinem Körper sind 13 Milliarden Jahre alt. Der Rest besteht aus schwereren Atomen, aus »Sternenstaub«, wie alles um mich herum.
Sonnen, die schließlich explodiert sind, haben diese Atome »erbrütet«, ins All geschleudert und dadurch die Bausteine der Materie als Voraussetzung zur Entstehung von Leben geliefert.
Informationen darüber, was anscheinend ist und was um uns vorgeht, werden vom Gehirn registriert.
Dies ist die (innere) Welt, in der wir leben.
Augen, Ohren, Tastsinn, Geschmack und Geruch übermitteln Signale.
Dadurch entsteht im Gehirn ein Bild, das zusammen mit Erfahrungswerten einen Ausschnitt der Umwelt abbildet.
Das Gehirn ordnet diese Wahrnehmungen nach eigenen Regeln als Annäherung an die reale Wirklichkeit.
Neuere Forschungen lassen vermuten, dass unser Gehirn im Kopf das dritte von drei Gehirnen ist, die sich im Lauf der Evolution entwickelt haben.
Unsere frühesten tierischen Vorfahren wurden durch Bakterien gesteuert. Dies haben sie uns als »erstes Gehirn« hinterlassen. Deshalb mögen Sie eine Lieblingsspeise oder es ekelt Sie instinktiv vor manchen Dingen.
In Studien scheint es, als hätten Bakterien einen direkten Einfluss auf charakterliche Eigenschaften, Individualität und Intelligenz des Menschen.
Myriaden von Bakterien übersteigen die Anzahl unserer gesamten Zellen im Körper bei Weitem. Ohne die »guten« Bakterien wären wir nicht lebensfähig.
Als nächstes entwickelte sich das »Bauchgehirn«.
Im Bauch gibt es eine starke Konzentration von Nervenzellen und Nervenbahnen. Sogar krankhafte Erscheinungen wie Alzheimer findet man bei Nervenzellen im Bauch.
Gebündelte Nervenkonzentrationen, wie etwa das Sonnengeflecht, der Solarplexus, lösen positive und negative Empfindungen aus. Ebenfalls beteiligt sind Sympathikus und Parasympathikus mit ihren Steuerfunktionen. Jeder kennt das Bauchgefühl wie Übelkeit bei Angst, oder Kribbeln im Bauch.
An einer Universität in Frankreich sind Forscher zu dem Schluss gekommen, dass zuletzt das »Kopf-Gehirn« als Sitz unseres menschlichen Bewusstseins entstand. Dieses verwertet als Schaltzentrale die Impulse von Bakterien, Bauch, Genen, Hormonen und Informationen unserer Sinne.
Unser (Kopf)Gehirn ist der Bereich des abstrakten Denkens, einem höheren Bewusstsein entsprechend.
Durch das geistige Potenzial, die Intelligenz des gesamten Körpers, ist der Mensch »beseelt«. Demnach müssten bei der Zeugung durch die Verbindung von zwei unterschiedlichen Zellen alle spezifischen Eigenschaften des Körpers, einschließlich der »Beseelung« weitergegeben werden.
Die Psyche wird von unterschiedlichen körperlichen Intelligenzen gesteuert. Psyche ist nicht »Seele«.
Nach dem »Inselmodell« von Vera Birkenbiel sitzt der Mensch auf einer Insel mit seinen gesammelten Erfahrungen, welche die Grundlage für alle seine (vorgefassten) Meinungen bilden.
Von dort stellt er Verbindungen zu anderen Inseln her, um Informationen auszutauschen.
Vielleicht sind bei den hier zusammengetragenen Gedanken einige Anregungen, die Sie, im Austausch mit anderen Inseln, in Ihre Sichtweise integrieren können.
Man muss ja nicht unbedingt, wie Descartes, alles zunächst in Zweifel ziehen. Jedoch kann es nützlich sein, den Kern von Informationen herauszufiltern und eigene Vorurteile sowie fremde Meinungen dazu nicht unbesehen als ultimative Fakten zu übernehmen.
Eine neutrale Haltung zu den Gedanken-Bildern bekommt man mitunter erst, wenn man sich genauer damit auseinandersetzt und nicht flüchtig darüber hinweggeht.
Oosterhuis1
Wir haben ein Bewusstsein von einer Verbundenheit mit Allen, mit Freunden, Unbekannten, in Zeit und Raum voneinander Getrennten, schicksalhaft verbunden im Elend und Trost der menschlichen Existenz.
Wir wissen von der Ohnmacht, wie faktisch unmöglich es für Menschen ist, mit mehr als zwei oder drei zusammenzugehören. Wir wissen also, dass wir allein sind und es selbst tun müssen. Und dieses »Selbst« zerfällt dann auch noch in Bruchstücke, in sich widers...

Table of contents

  1. Inhaltsverzeichnis
  2. Der Mythos des Nichts
  3. Vorwort Gedankenbilder
  4. 1. Teil
  5. 2. Teil
  6. 3. Teil
  7. 4. Teil
  8. Bereits vom Autor erschienen
  9. Impressum

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