
- 192 pages
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About this book
Ursula Schweiger-Stenzel stammt aus einer katholisch-jĂŒdischen Familie. Ihr UrgroĂvater mĂŒtterlicherseits war Kantor und Religionslehrer in Sechshaus (heute der 15. Wiener Gemeindebezirk), ihr GroĂvater wirkte bis zu seinem Lebensende im Jahr 1921 als Oberkantor im LeopoldstĂ€dter Tempel. Da der Vater Stenzels, Abkömmling einer noch tief in der Monarchie verwurzelten Beamtenfamilie bei der Nordbahn, bedingungslos zu seiner jĂŒdischen Frau hielt, und dank etlicher Helfer konnte die Familie trotz widrigster UmstĂ€nde in Wien ĂŒberleben. Am 22. September 1945 wurde Stenzel dann als zweites Kind ihrer Eltern geboren. Bis zum Einstieg in den Beruf belegte sie Publizistik, Politik und Zeitgeschichte an der UniversitĂ€t Wien und verbrachte viel Zeit bei ihrer in der DDR verheirateten Schwester, deren Ehe aber katastrophal endete.Hochdramatisch liest sich daher der erste Teil der nun von Ursula Stenzel vorgelegten, reich bebilderten Autobiografie, in der sie auch auf das Schicksal der Schwester ihres Vaters und deren jĂŒdischen Mannes eingeht, die unter dramatischen UmstĂ€nden in die USA emigrieren konnten â Sozialdemokraten der ersten Stunde und Zeitzeugen der ersten Republik.Im zweiten Teil wendet sich Ursula Stenzel ihrer journalistischen Karriere im ORF zu, wo sie als Nachrichtensprecherin zu einem der bekanntesten Gesichter des Landes wurde. 1995 holte Wolfgang SchĂŒssel sie in die Politik, bis 2005 war sie Abgeordnete zum EuropĂ€ischen Parlament und Leiterin der ĂVP-Delegation in BrĂŒssel. Ihre Erinnerungen an diese Zeit sind ebenso gespickt mit Hintergrundinformationen und Anekdoten wie jene an ihre Laufbahn im ORF. 2005 wurde sie Bezirksvorsteherin im 1. Wiener Gemeindebezirk, wechselte jedoch 2015 zur FPĂ, fĂŒr die sie in den Wiener Landtag einzog. Wie sehr sie â vom Tiefgaragenprojekt am Neuen Markt bis zum Kampf gegen das Hochhausprojekt am Heumarkt â nach wie vor fĂŒr stadtpolitische Belange brennt, merkt man ihrem Buch ebenso an wie die tiefe Verbundenheit mit dem kulturellen Leben der Stadt. Von 1983 an war Stenzel bis zu dessen Tod 2009 mit dem Burgschauspieler Heinrich Schweiger verheiratet, dem sie ein eigenes Kapitel widmet.Erfrischend ist Stenzels freimĂŒtiges Bekenntnis zu verschiedenen "Hoppalas" und auch Fehlern. Ihr ehrlich-ungeschminkter Bericht ĂŒber die Zeit als Politikerin, ĂŒber ihr VerhĂ€ltnis zu ĂVP und FPĂ ist versehen mit internen Einblicken und unerwarteten Erkenntnissen. Mehr als ein halbes Jahrhundert österreichischer Geschichte wird in diesen Zeilen lebendig.
Frequently asked questions
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Information
Table of contents
- Cover
- Titel
- Impressum
- Inhaltsverzeichnis
- Vorwort
- 1. Die Gnade der Geburt
- 2. FrĂŒhe PrĂ€gungen
- 3. Die Ăberlebenshelfer
- 4. Hommage an Vera und Dr. Richard Deutsch
- 5. Bitteres Erwachen aus dem amerikanischen Traum
- 6. Der Garten meiner Kindheit
- 7. DDR-Impressionen
- 8. Journalistische AnfÀnge im ORF
- 9. Der Sprung zum Fernsehen
- 10. Journalistische Höhepunkte
- 11. Erste Fernsehmoderatorin und Hoppalas
- 12. Der Sprung in die Politik
- 13. Mein erster Wahlkampf
- 14. Polen â ein Zufall fĂŒhrte Regie
- 15. Ukraine â schwankender Riese zwischen West und Ost
- 16. Kontrastprogramm
- 17. Malta â Beitritt in Etappen
- 18. Afghanistan â der asymmetrische Konflikt
- 19. Korea â der eingefrorene Konflikt
- 20. Von BrĂŒssel nach Wien und weshalb ich zur FPĂ wechselte
- 21. Heinrich Schweiger â âDas fĂ€ngt ja gut anâ
- Nachsatz und Nachwort
- Anmerkungen