Praxis ist Getue mit PrÀdikat
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Praxis ist Getue mit PrÀdikat

Verplemperte Zeit nennt sich schnelllebig

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Praxis ist Getue mit PrÀdikat

Verplemperte Zeit nennt sich schnelllebig

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ZEITSCHRIFT FÜR EUROPÄISCHE MORALISTIK(Ausgabe 02/2022)Essays und Aphorismen zu kulturellen Vordringlichkeiten und gesellschaftlichen Aufdringlichkeiten...BerufsberatungRecht auf eigene Meinung statt auf WissenKann ein CT oder MRT Gedanken lesen?Philosophische Fernreisen in aphoristischen EtappenPhilosophie als Einzelwissenschaft von allen EinzelwissenschaftenKurze PhilosophiephilosophieZwei GedichteDie Politik des Zeitgeistes im Zeitgeist der Politiker Aus gegebenem Anlass: Krieg und FriedenBiblische Zitatsachen und SpruchweisheitHerzlichen GlĂŒckwunsch zum 250. Geburtstag: Friedrich SchlegelSprachfeier zum Straßenfest

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Information

Year
2022
Print ISBN
9783754332351
Edition
1
eBook ISBN
9783756259656
„DomĂ€ne alter MĂ€nner“ : Philosophische Fernreisen in aphoristischen Etappen
Lieber verzichte ein Autor auf Leser, als Co-Autoren zu dulden.
Essay-Experiment: „FĂŒhre uns nicht in Versuchung“, doch in Versuche, Prophezeiungen zu testen!
Agnostiker wie Materialisten bekÀmpfen Christen, wie Christen leibfeindliche Gnostiker, geistfeindliche Agnostiker wie Naturalisten bekÀmpften.
Ist das Überleben des einsamen Autors erkauft mit dem Aussterben der einsamen Leser?
Wissen enthÀlt Deutung, Meinung auch Erfahrung.
Denken setzt Erfahrung voraus, um sie ĂŒberflĂŒssiger zu machen.
Aphoristiker respektieren deine Deinung mehr als ihre eigene Meinung und wĂŒrdigen sie der Kritik.
Astronomie ist die astrologische Sterndeutung intelligenter Narren : HimmelsjĂ€ger Orion nimmt den roten Überriesen Beteigeuze auf die leichte Schulter.
Jede Zeit hat ihre engen WĂ€nde, und jede Zeitenwende verwendet rechtzeitig ihren Wendehals, der nichts einzuwenden hat.
Ein Buch, das keinen Verleger findet, findet seinen Autor in Verlegenheit. Wird es aber mal verlegt, findet es sich so bald nicht wieder.
Je mehr BĂŒcher du gelesen hast, desto mehr Menschen langweilen dich.
Haben Wissenschaften gesprochen, haben Bonmots das letzte Wort.
Alles ist so viel wert wie seine Grenzen, auch die Wissenschaften.
Nietzsche, Trakl, Rilke und Kafka sind lĂ€ngst keine einzelgĂ€ngerischen Außenseiter mehr, sondern schon Mainstream-Klassiker der Moderne. Also können sie nur missverstanden und missbraucht worden sein?
Es geht bergauf : Wir sind nicht ĂŒber den Berg.
Arme und Reiche verachten Armut und Reichtum und geistreiche Taugenichtse.
Ist schon ein Outcast, wer sich nur fĂŒr Außenseiter interessiert?
Dilettant heißt ein Kenner ohne Examen im Gegensatz zum Ignoranten mit Examen.
Iustitia caritas Dei (Leibniz) vel caritas iustitia Dei? Benjamin /Adorno ≡ Scholem/Nietzsche?
Wer weiß, wann Gott sich die Maske der Existenz oder Nichtexistenz aufsetzt?
Wenn wir uns nicht mehr nach jeder Naturkatastrophe richten mĂŒssen, soll sich auch gleich die ganze Welt nach uns richten mĂŒssen?
Leben ist mehr als kein Sterben, sondern Lesen, um richtig zu leben.
Das Anliegen der Maler ist es, mal auf zu dicke GeldsÀcke anzulegen. Die Angelegenheit der Geldanlagen ist das Anliegen von weltentfremdenden Bildern.
Hegel wollte vernĂŒnftige Subjekte, nicht „verrĂŒckt gewordene“ Individuen wie Schlegel, selbstloses Selbstbewusstsein statt allgemeine Egoisten.
Naturwissenschaftliche Weltentzauberung wird nicht geisteswissenschaftlich, sondern geistreich kompensiert. Die Entzweiung aus der Ritter-Schule zwischen Individuen und Institutionen ist nicht systematisch aufzuheben, sondern fragmentiert zu verschÀrfen.
In der Jugend keine Liebe, im Alter keine Logik?
Wer nicht verrĂŒckt ist nach Lesen und Schreiben, ist auch nicht verrĂŒckt nach Leben und Treiben.
Physiker werden hochgeachtet, seit sie unverstÀndlicher sind als Metaphysiker.
Nur durch viele Aphorismen kann das Individuum sich der ÜberfĂŒlle gesellschaftlicher Schmerzpunkte von Einfall zu Reinfall erwehren.
„Ich pfeife auf deine Meinung. Ich will die Wahrheit wissen!“ (Jacques Derrida)
Wer denken kann, paart sich mit toten Philosophen.
Du kannst nicht den haben, der dich haben kann.
Philosophie sei eine Reihe von „Fußnoten zu Platon“ (A. Whitehead) : Von Platons Dialogen ĂŒber Hegels Dialektik zu Schlegels Paradoxien, denn die Welt ist eine „Hierarchie von Paradoxen“ (N. GĂłmez DĂĄvila) und kein syllogistisches System.
Idealismus ist die Philosophie, die oft besser in der Praxis als in der Theorie funktioniert.
Religion heißt : Reiche werden gemĂ€stet, um geschlachtet zu werden.
Kantianer ist, wer allen das Denken erlauben muss, weil er es sich selbst verordnet.
Ist Philosophieren Schweben zwischen echten und gefÀlschten Falschheiten?
Dialektik heißt : Dreifache Bejahung als Verneinung.
Erkenntnis durch Erfahrung ist oft zu unsicher, Erkenntnis ohne Erfahrung allzu gewiss.
Subjektive Tatsachen sind mehr als objektive Meinungen.
Gut ist besser als besser, also das Letztbeste.
Impotente sind keine Asketen.
Nur sein Kopf geht dem Hirnforscher durch den Kopf. Bald ist er wieder draußen.
„Alles geschieht notwendig“ – auch dieses zu widerlegen.
Gottes Existenz ist beweisbar, aber nicht jedem durch jeden.
Philosophie ist keine Liebe zur Binsenweisheit, sondern unglĂŒckliche Ehe mit der Altersweisheit.
Nur mit der Dummheit der anderen zu rechnen, ist Dummheit.
Von Platon bis Wittgenstein war Philosophie Liebe misogyner Hagestolze zu einer Damendirne Sophie.
Mancher schreibt Aphorismen, um die reichen Lebenserfahrungen, auf die andere so stolz sind, kurzerhand als ĂŒberflĂŒssig abzufertigen.
Man meint nur zu wissen, dass man nur Meinungen weiß – stolz auf seine falsche Bescheidenheit.
Adorno schĂŒttete 1933 in seiner Kierkegaard-Kritik das kontemplative Kind mit dem Bad existenzieller Innerlichkeit aus, in die Äußeres krud zurĂŒckschlage.
Auf Bonmots reagieren deutsche Leser noch immer wie Friedrich Hegel auf Friedrich Schlegel, französische Leser wie Schlegel auf Chamfort.
Warum wird der eine erwĂ€hlt und der andere gequĂ€lt, oder ist nicht erwĂ€hlt, wer nicht gequĂ€lt wird? Wer wĂ€hlt zwischen Himmel und „Himmel auf Erden“?
Lieben Philosophen AnhÀnger mehr als die Weisheit?
Wer gut altern kann, langweilt sich kunstgerecht.
Dass ich wenig zu sagen habe, sagen meine vielen Aphorismen.
Philosophischen Wettlauf gewinnt der Sitzenbleiber.
Wer hĂ€lt seine SprĂŒche und GesprĂ€che a priori fĂŒr Kants Undinge an sich?
Der Wind weht aus der Hinternwelt und setzt sich zur Ruhe in jedem Satz, Gegensatz oder Gesetz.
Philosophie wirft Netze aus, um Netze und sich selbst zu fangen und Analysen zu analysieren.
Die Marionette als ihr eigener Drahtzieher? Aphorismen ergÀnzen systematisiertes Unwissen durch fragiles Kurzzeitdenken.
Stillt mein Konfusionsreaktor den Energiehunger?
Platon lese ich nicht, da Sokrates nichts Schriftliches hinterließ. Woher weiß Sokrates, dass er nichts weiß?
Aphorismen sind Versuche der Einbildungskraft, philosophische Urteilskraft nie zu entkrÀften.
Philosophie ist die Geisteskrankheit, die den gesunden Menschenverstand therapieren will.
Nietzsche : Die Unterwelt sinkt tief und primitiver, als der Arbeitstag des Übermenschen gedacht.
Philosophie : Flucht vor der Weisheit und after-physischen Meta-Physik.
Philosophieren heißt, Probleme durch Lösungen problematischer zu machen.
Wittgenstein? Philosophie wi...

Table of contents

  1. Inhaltsverzeichnis
  2. Widmung
  3. Berufsberatung
  4. Recht auf eigene Meinung statt auf Wissen
  5. In memoriam: H. Conrad-Martius (Werke)
  6. Kann ein CT oder MRT Gedanken lesen?
  7. Philosophische Fernreisen in aphoristischen Etappen
  8. Philosophie als Einzelwissenschaft von allen Einzelwissenschaften
  9. Kurze Philosophiephilosophie
  10. Zwei Gedichte
  11. Die Politik des Zeitgeistes im Zeitgeist der Politiker
  12. Aus gegebenem Anlass: Krieg und Frieden
  13. Biblische Zitatsachen und Spruchweisheit
  14. Herzlichen GlĂŒckwunsch zum 250. Geburtstag: Friedrich Schlegel
  15. Sprachfeier zum Straßenfest
  16. Philosophische Grundbibliothek
  17. Übersicht zum Gesamtwerk
  18. SekundÀrliteratur zum Aphorismus
  19. Impressum

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