"Freundschaft war fĂŒr mich neben Freiheit immer das Wichtigste."
Marion GrĂ€fin Dönhoff Im Januar 1945 schwingt sich eine junge Frau aufs Pferd und reitet auf der Flucht vor der Roten Armee von OstpreuĂen in den Westen. Ohne Hitlers Krieg hĂ€tte Marion Dönhoff ihr Leben vermutlich als Gutsherrin auf Schloss Friedrichstein verbracht, so wurde sie "die GrĂ€fin" und eine SchlĂŒsselfigur der Bundesrepublik. Gunter Hofmann geht den Spuren der groĂen deutschen Journalistin nach, die der ZEIT ihre Haltung gab, die mĂ€chtigsten MĂ€nner der Welt zu ihren persönlichen Freunden zĂ€hlte und dabei stets von einer Aura der Unnahbarkeit umgeben blieb.
Die Lebensgeschichte von Marion Dönhoff ist die Geschichte einer Ausnahmefrau. Doch wer sie erzĂ€hlt, der erzĂ€hlt zugleich davon, wie die Bundesrepublik wurde, was sie ist. Nur wenige Menschen haben die Werte, auf denen nach der Diktatur die Demokratie gegrĂŒndet wurde, so entschieden und so leidenschaftlich vertreten, mitgestaltet und vorgelebt wie Marion Dönhoff. Das Erbe PreuĂens und das Erbe des Widerstandes flieĂen in dieses Ringen um ein anderes, besseres Deutschland ebenso ein wie der Drang nach Freiheit und die Ăberzeugung, dass die Zukunft Deutschlands im transatlantischen Westen liegt. Zugleich war die "GrĂ€fin" ein Genie der Freundschaft und von einer unerschĂŒtterlichenTreue. Auch davon erzĂ€hlt diese hinreiĂend geschriebene Biographie.

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About this book
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Table of contents
- Cover
- Titel
- Zum Buch
- Ăber den Autor
- Impressum
- Widmung
- Motto
- Inhalt
- «Mit Kant war man sich einig, dass es unsere Pflicht ist, nicht BĂŒcher, sondern einen Charakter zu entwerfen, und nicht Schlachten und Provinzen, sondern Ordnung und Ruhe in unserem Verhalten zu gewinnen»
- I: «Und dann begann der Auszug aus dem gelobten Land»
- II: «Der Versuch, das 19. Jahrhundert geistig zu ĂŒberwinden»
- III: «Auf den Barrikaden sehen wir uns wieder»
- IV: «Ich habe einen Sack Carotten mitgebracht, und an denen nage ich zwischendurch»
- V: «Wenn Carl Schmitt jemals in der ZEIT schreibt, bin ich nicht lÀnger da»
- VI: «Wer je die Flamme umschritt»
- VII: «Ein Kreuz auf PreuĂens Grab»
- VIII: «Sie gehörte schon in die Welt des 20. Juli, aber geistig»
- IX: «Sehr geehrter Herr Wehler, Ihren Artikel ĂŒber die preuĂischen Junker, die Sie als SteigbĂŒgelhalter Hitlersbezeichnen, fand ich schon ĂŒberraschend»
- X: «Die Frau, die emsig wie leise am Schleier der Selbstmythisierung wob»
- XI: «Die verlogene MoralitÀt der FAZ wird immer unertrÀglicher»
- XII: «Zivilisiert den Kapitalismus» â seit 1230
- XIII: «Ich habe nie gedacht, dass es so etwas gibt»
- Anmerkungen
- Dank
- Bildnachweis
- Register