Im Ausland gilt die deutsche Erinnerungskultur als Erfolgsgeschichte und Vorbild. Im Inland dagegen ist sie schon immer Gegenstand von Unbehagen und Kritik gewesen. Da sie selbstkritisch ist, gehören solche Gegenstimmen unbedingt dazu – sie verhindern Fixierungen und halten die Erinnerungskultur lebendig. Inzwischen hat sich das Spektrum der Kritik allerdings noch einmal deutlich erweitert. Vom rechten politischen Rand aus werden die Grundlagen unserer Erinnerungskultur mittlerweile radikal in Frage gestellt.
Aleida Assmann geht in ihrem Buch, das nun in aktualisierter Neuauflage vorliegt, auf die kritischen Stimmen der jüngsten Zeit ein. Sie zeigt, was kontrovers ist, wo es Veränderungsbedarf gibt und welche Grundsätze in Zeiten eines neuen Nationalismus unbedingt zu verteidigen sind. Damit zeigt sie zugleich, dass unsere Erinnerungskultur ein nationales Projekt ist, das auf historische Veränderungen und immer neue Herausforderungen reagiert.

- 265 pages
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About this book
Table of contents
- Cover
- Titel
- Zum Buch
- Über die Autorin
- Impressum
- INHALT
- VORWORT ZUR DRITTEN AUFLAGE
- EINLEITUNG
- VERGESSEN, BESCHWEIGEN, ERINNERN
- PRAXISFELDER DER DEUTSCHEN ERINNERUNGSKULTUR
- TRANSNATIONALE PERSPEKTIVEN
- NEUE ENTWICKLUNGEN
- SCHLUSS: PRÄMISSEN DER NEUEN ERINNERUNGSKULTUR
- ANHANG
- Personenregister
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