DEUTSCHLAND AUF DER COUCH - PSYCHOGRAMM EINES GESPALTENEN LANDES Die Menschen in Deutschland haben Angst vor einer Spaltung der Gesellschaft. Ăber 80 Prozent der Bevölkerung machen sich sehr groĂe bzw. groĂe Sorgen, dass die gesellschaftlichen Gruppen weiter auseinander driften. Auch bei der Frage, was die GrĂŒnde dafĂŒr sind, setzt sich die Spaltung fort. Der Psychiater und Psychoanalytiker Hans-Joachim Maaz macht in seinem neuen Buch eine zu geringe innerseelische Verankerung der Demokratie dafĂŒr verantwortlich. Dass Spaltung und nicht eine reife Form der Auseinandersetzung die politische BĂŒhne prĂ€gt, erklĂ€rt er aus der tiefen Selbst-Entfremdung groĂer Teile der west wie der ostdeutschen Bevölkerung. Den neuen Rechtsruck hingegen hĂ€lt Maaz nicht fĂŒr die eigentliche Krankheit unserer Gesellschaft. Vielmehr sieht er in ihm das Symptom einer Spaltung, die tiefer reicht als die herkömmlichen GegensĂ€tze von links und rechts, fortschrittlich und reaktionĂ€r, Ost und West, Traditionalismus und Globalismus. Wer etwas gegen die Vertiefung der Spaltung unternehmen will, darf sich nicht auf eine der beiden Seiten schlagen, sondern muss die darin zum Ausdruck kommende Psychodynamik untersuchen und verĂ€ndern.
- Wie es zur Spaltung unserer Gesellschaft gekommen ist und was jeder dagegen tun kann
- Die psychodynamischen Quellen unserer heutigen gesellschaftlichen Probleme
- Von einem gefragten Analytiker ost- wie westdeutscher Befindlichkeiten
