Das Naturrecht ist sowohl fĂŒr die theoretische Grundlegung der Jurisprudenz im Allgemeinen als auch fĂŒr den politischen und verfassungsrechtlichen Bereich von groĂer Relevanz â in seiner BegrĂŒndung und Anwendung gibt es jedoch erhebliche Unterschiede zwischen den verschiedenen Denkern. Im Fokus dieses Bandes stehen die politische Philosophie und die politischen Ideen Leibniz', weisen sie doch einige besondere Kennzeichen innerhalb des modernen politischen Denkens auf. Metaphysik, Recht und Politik können bei Leibniz nicht voneinander losgelöst betrachtet werden, sein Denken lĂ€sst sich nicht auf eine empirische Ebene reduzieren. In vielen AusfĂŒhrungen geht er ĂŒber das politische Gebiet im engeren Sinne hinaus und schafft eine strukturelle, aber nicht unmittelbare Verbindung zwischen Metaphysik und Politik. Dennoch sind Politik und Recht bei ihm nicht sic et simpliciter von Metaphysik und Theologie ableitbar.
Die Autorinnen und Autoren dieses Bandes erörtern Leibniz' Naturrechts-Konzept im Zusammenhang mit Denkern unterschiedlicher Epochen und Kontexte, darunter Aristoteles, Augustinus, Thomas von Aquin, Machiavelli, Besold, Grotius, Hobbes, Spinoza, Locke, Pufendorf und Barbeyrac.
