Die Philosophie G. W. Leibniz' stellt ein grundlegendes Kapitel fĂŒr die Konstituierung dessen dar, was wir unter ModernitĂ€t verstehen. Leibniz kann als eine Inspirationsquelle sowohl im Moment der Entstehung der ModernitĂ€t als auch im Moment der Krise der AufklĂ€rung verstanden werden. Trotz seines Einflusses auf verschiedene Autoren lĂ€sst sich Leibniz nicht mit dem Kern des aufklĂ€rerischen Denkens identifizieren, das in der westlichen Welt in den letzten Jahrhunderten vorherrschend war.
Wir stehen also vor einem Denken, das in seinem Werdegang weder von der aufgeklÀrten ModernitÀt noch von deren hauptsÀchlicher Alternative, der Hermeneutik, abhÀngt. Somit spannt sich der Bogen des Denkens Leibniz' von der Zeit vor der AufklÀrung bis hin zur Post-Hermeneutik.
Dieser Sammelband prÀsentiert eine Auswahl der BeitrÀge auf dem "IV Congreso Internacional Leibniz: G. W. Leibniz entre la génesis y la crisis de la Modernidad", der von der "Sociedad española Leibniz" in Granada abgehalten wurde. Die Studien umfassen vier thematische Bereiche: Leibniz und die Entstehung der ModernitÀt, die Prinzipien der Philosophie und der Naturwissenschaften, die Sprachphilosophie und die Erkenntnistheorie, Ontologie und Theodizee.
