Franz Schuberts Musik hat auch zwei Jahrhunderte nach der Entstehung nichts von ihrer Faszination eingebĂźĂt. In seinem ebenso umfangreichen wie vielschichtigen Schaffen, das sämtliche musikalischen Gattungen bedient, konzentriert sich gleichsam die Gedankenwelt des frĂźhen 19. Jahrhunderts. Die prekäre biographische und ästhetische Situation, in der sich Schubert zeitlebens befand, zieht sich hintergrĂźndig durch die Musik â und dies fĂźr jede Werkgruppe mit ganz unterschiedlichen Konsequenzen. Diese Eigenheiten aufzuspĂźren, haben sich die Autorinnen und Autoren des Bandes zur Aufgabe gemacht. Notwendigerweise ergibt sich aus der Fragestellung eine Auseinandersetzung mit dem ganzen Werkkatalog, was mit einer gleichzeitigen Fokussierung auf repräsentative Fallbeispiele geleistet wird. Seitenblicke gelten auĂerdem der spektakulären Rezeption.
Der Band vereint Beiträge einiger der fĂźhrenden Vertreter der Schubert-Forschung, die sie Hans-Joachim Hinrichsen zu seinem 60. Geburtstag widmen, und bietet aufgrund seiner thematischen Breite einen Ăberblick Ăźber den Forschungsstand sowie neueste Ansätze in der Auseinandersetzung mit einem der prägendsten Komponisten des 19. Jahrhunderts.
