Dieser Band widmet sich dem inneren GesichtsgefĂŒhl als bestimmendes PhĂ€nomen der Poesie und Theorie der Malerei der Russischen Moderne. Einen Bogen spannend von der Ikone ĂŒber den Suprematismus bis zur Gesichtslosigkeit der Gulag-Konzentrationslager untersucht die Studie das Gesicht, ausgehend von einer inneren taktilen SensibilitĂ€t. Das Gesicht stellt einen Ăbergangsbereich dar an der Schnittstelle zwischen dem Optischen und dem Taktilen. IdentitĂ€t grĂŒndet sich auf die Vorstellung vom Gesicht, wie es aus der Distanz von anderen gesehen wird. Gleichzeitig ist es untrennbar mit dem Nervensystem verbunden: Es wird fortwĂ€hrend mit jenen Organen des Kopfes â Muskeln, Zunge, Haut â empfunden, die Distanz aufheben. So stellt sich das Gesicht als dĂŒnne Schicht dar, als Membran an der Schwelle von Innerem und ĂuĂerem, vom Selbst und seiner ReprĂ€sentation.
- Erste Studie zur TaktilitÀt des Gesichts in Literatur und Malerei
- Einzigartiger interdisziplinÀrer Ansatz zur Interaktion zwischen Bild undKörper in der Russischen Moderne
- Stellt traditionelle Vorstellungen des PortrÀts in der Kunstgeschichte in Frage
