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Exakte Wissenschaft und Recht. Der Einfluss von Naturwissenschaft und Mathematik auf Rechtsdenken und Rechtswissenschaft in zweieinhalb Jahrtausenden. Ein historischer Grundriss
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Exakte Wissenschaft und Recht. Der Einfluss von Naturwissenschaft und Mathematik auf Rechtsdenken und Rechtswissenschaft in zweieinhalb Jahrtausenden. Ein historischer Grundriss
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Information
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9783110993998
Edition
1Table of contents
- Vorwort
- Inhalt
- AbkĂŒrzungen
- EinfĂŒhrung
- 1. Wechselwirkung der Wissenschaften. â VerĂ€nderung der Lebensbedingungen durch Naturwissenschaft und Technik. â EinfluĂ auf das Entstehen neuer Rechtsgebiete. â Allgemeines ĂŒber die Methode
- 2. Aufgabe und Methode der Naturwissenschaft. â Ihr Geist
- 3. Methode und Geist der Mathematik
- 4. Aufgabe und Methode der Rechtswissenschaft. â Unterschiede zur Naturwissenschaft und Mathematik. â Möglichkeiten naturwissenschaftlich-mathematischen Einflusses auf das Rechtsdenken. â Gefahren
- 1. Kapitel. Naturwissenschaftlich-mathematische EinflĂŒsse auf antikes Rechtsdenken
- 1. Die Wendung zur rationalen Philosophie. â AnfĂ€nge kosmologischen Denkens. â Verwendung rechtlicher Begriffe zur NaturerklĂ€rung
- 2. Sophistisches Rechtsdenken. â EinfluĂ der Medizin auf die Grundlegung des ethischen Relativismus und des Naturrechts
- 3. Platonisches Rechtsdenken. â Das VerhĂ€ltnis des Sokrates zur Medizin. â Gerechtigkeit = Gesundheit der Seele. â Piatons Straftheorie. â Die Medizin als Vorbild der Gesetzgebung. â Medizinischer EinfluĂ auf die platonische Idee und Diairesis. â Die Griechen und die Mathematik. â Das Rechtsdenken der Ă€lteren Pythagoreer. â Die Mathematik zu Piatons Zeit. â Die jĂŒngeren Pythagoreer. â Mathematische EinflĂŒsse auf Piatons Ideenlehre. â Geometrische Gleichheit als platonisches Weltprinzip
- 4. Arithmetische und geometrische Gerechtigkeit bei Aristoteles. â Die aristotelische, euklidische und stoische SchluĂlehre
- 5. Das VerhĂ€ltnis der Römer zur Naturwissenschaft und Mathematik. â Quintilians Loh der Geometrie. â Stoische EinflĂŒsse auf rechtssystematische Versuche
- 2. Kapitel. Zur Geschichte des mathematischen Rechtsdenkens seit dem Mittelalter
- 1. Aufgabe der mittelalterlichen Wissenschaft. Mittelalterliches Rechtsdenken â kein mathematischer EinfluĂ. Ausnahme: Lullus
- 2. Systematische Bestrebungen des juristischen Humanismus. Melanchthons Lob der Mathematik als Vorschule logischen Denkens. Die Mathematik seiner Zeit. Erwachendes Interesse an mathematischen Methoden in der Jurisprudenz: Derrer, Hemming, Languet. Mathematischer Geist der ramistischen Methode. Althusius
- 3. Die euklidische Methode der positiven Jurisprudenz des frĂŒhen 17. Jahrhunderts: Anton Faber und Vivianus
- 4. Das mathematische Vorbild im Naturrecht des 17. Jahrhunderts: Grotius und Hobbes. Mathematik als Vorbild verstandesmĂ€Ăiger Konstruktion. Galileis Methode. Der Geist der Zeit. EinfluĂ auf Hobbes
- 5. Die cartisiscbe Mathesis universalis. Malebranche. Weigel. Der mathematische EinfluĂ auf das Rechtsdenken von Pufendorf und Leibniz und andere zeitgenössische Juristen und Philosophen â a Felde, Manz, WĂ€chter, Ruediger, Thomasius, Cumberland, Locke, Heineccius
- 6. Christian Wolffs demonstrative Methode. Wirkungen: Der allgemeine Teil des Zivilrechts und die naturrechtlichen Kodifikationen
- 7. Mathematischer Geist im französischen Rechtsdenken: Domat, Pothier, Napoleon
- 8. Ăbergang zur Begriffsjurisprudenz: Kant und, Savigny. Die Begriffsjuristen: Puchta und Jhering, Windscbeid, Laband, das Reichsgericht
- 3. Kapitel. Mechanisches und biologisches Rechtsdenken
- 1. Die Wendung zur Empirie am Ausgang des Mittelalters. Bacons Methodenlehre. FrĂŒhempirismus in der Jurisprudenz: Coming
- 2. Naturwissenschaftliche EinflĂŒsse auf das Rechtsdenken von Hobbes und Pufendorf. Lockes sensualistische Erkenntnislehre. Thomasius und die sensualistische Grundlegung des Naturrechts. Die Bedeutung der Naturwissenschaft fĂŒr das Ende der Hexenprozesse
- 3. Der EinfluĂ der Naturwissenschaft auf die Geschichtsschreibung als empirisch-pragmatische Wissenschaft. Montesquieu. Der Entwicklungsgedanke bei Herder. Die Historische Rechtsschule: Hugo und Savigny. FrĂŒher Naturalismus in der Historischen Rechtsschule: Warnkönig, Leo, der jĂŒngere Jhering
- 4. Die allgemeine Wendung zum Positivismus und mechanistischen Naturalismus nach Hegels Tod. Das Beispiel der deutschen Naturwissenschaft. Positivistisch-mechanistisches Denken in Westeuropa: Newton, Lamettrie, dâAlembert, die EnzyklopĂ€disten und Physiologen. Comte. Mechanistischer Naturalismus in der Ethik: Assoziationspsychologie und Bentham. Die Methodenlehre J. St. Mills. Statistik und âsoziale Physikâ. Quetelet. Verbreitung des mechanistischen Positivismus in Deutschland durch Buckle. Der deutsche Materialismus
- 5. Der juristische Positivismus und Naturalismus und sein naturwissenschaftliches Vorbild: v. Kirchmann, Knapp. Die Jurisprudenz als empirische Tatsachenwissenschaft: Jhering, Merkel, Bergbohm, Brodmann, v. Stein. Der Bann gegen die rechtsphilosophische Metaphysik. Adoption naturwissenschaftlicher Methoden
- 6. Psychologismus im Recht: Windscheid, Zitelmann, Oertmann, Bierling; Kornfeld und Lundstedt. Die ethnologische Rechtswissenschaft und die Rechtssoziologie: Post, Spencer, Haeckel, Durkheim, Duguit
- 7. Darwins mechanische ErklĂ€rung der Teleologie des Lebens und das Rechtsdenken des gereiften Jhering. Die Wende der Rechtswissenschaft zur empirisch-teleologischen und soziologischen Rechtsauffassung: die Congoroth- Entscheidung des Reichsgerichts, Ehrlich, die Freirechtsschule. Naturwissenschaftliche EinflĂŒsse auf die lnteressenjurisprudenz: M. RĂŒmelin, MĂŒller-Erzbach. Der amerikanische Rechtspragmatismus
- 8. Naturwissenschaftlich-kausales Denken im Strafrecht. Das apriorischsittliche Menschenbild des Idealismus und das kausal determinierte des Naturalismus. Milieu und Veranlagung als Verbrechensursache: Quetelet und die Milieutheoretiker, Lombroso. Die Kriminal-Soziologie und -Anthropologie: Ferri, Garofalo und Liszt. Der Streit um die KausalitĂ€t der Unterlassung. Der naturalistische Handlungsbegriff. Anthropologisch- empirische Grundlegung der Teleologie im Strafrecht: Welzels âFinale Handlungslehreâ
- 9. Mechanistisches Denken in der Staatslehre
- 10. Der Einbruch des biologistischen Irrationalismus in das Rechtsdenken. Der Sozialdarwinismus. Die naturalistische Umwertung des Rechts durch Nietzsche, Tille und Schallmeyer. Die Wirkung des Vitalismus
- 11. Die historische Folge: das nationalsozialistische Rechtsdenken
- Schluss
- 1. Die entpersönlichende Wirkung mechanistischen Denkens. â Der Glaube an die âMachbarkeitâ der Geschichte und an die Manipulierbarkeit des Menschen
- 2. Beispiel: Das Geschichts- und Rechtsdenken des Marxismus
- 3. Mathematische NachklĂ€nge: RechtsphĂ€nomenologie, mathematische Logik und âReine Rechtslehreâ
- 4. Naturwissenschaftlich beeinfluĂtes neueres Denken in âRechtsrĂ€umenâ (Nakamura) und âRechtsfeldernâ (Horvath)
- 5. Zusammenfassung und Kritik
- Schriftenverzeichnis
- Namensverzeichnis