Dieser Band versammelt originĂ€re BeitrĂ€ge am Schnittpunkt von Philosophie, Wissenschaftsgeschichte, Kultur- und Theaterwissenschaft. Auf der Grundlage von Falluntersuchungen zum 17. Jahrhundert trĂ€gt er zum VerstĂ€ndnis der Rolle bei, die Instrumente im Schnittfeld von Wissenschaft und Kunst spielen. Die BeitrĂ€ge verfolgen dabei die Hypothese, dass die Entwicklung und Gestaltung von Instrumenten wesentlich zur Eröffnung neuer Felder des Wissens, zur Entstehung neuer kultureller Praktiken, aber auch zur Abgrenzung bestimmter Genres, Methoden und Disziplinen beitrĂ€gt. Diese Perspektive fĂŒhrt die BeitrĂ€ge dieses Bandes dazu, auf neue Weise das, was ein Instrument ĂŒberhaupt ausmacht, zu durchdenken und eine Reihe von Grundfragen zur Bestimmung des Instrumentes zu erarbeiten: Welche Handlungen verkörpert das Instrument? Welche Handlungen werden durch das Instrument ermöglicht? Wann werden Untersuchungsobjekte ihrerseits Instrumente? Welche FĂ€higkeiten setzt der Instrumentengebrauch voraus, welche produziert er?
Durch die Kombination neuer theoretischer Modelle und historischer Fallstudien, durch den detailgenauen Nachweis des gegenseitigen Einflusses von Kunst und Wissenschaft am Schnittpunkt des Instrumentes betritt dieser Band Neuland. Er ist von groĂem Wert fĂŒr alle, die sich fĂŒr die Vorgeschichte unsere instrumentengeleiteten Wahrnehmung interessieren.
Zu den Autoren des Bandes zÀhlen neben den Herausgebern Jörg Jochen Berns, Olaf Breidbach, Georges Didi-Huberman, Peter Galison, Sybille KrÀmer, Dieter Mersch, Hans-Jörg Rheinberger, Wilhelm Schmidt-Biggemann und Otto Sibum.
