Philosophie einer humanen Bildung
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Philosophie einer humanen Bildung

  1. 248 Seiten
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Philosophie einer humanen Bildung

Über dieses Buch

Die deutsche Bildungskrise ist nicht nur eine der Institutionen, sie ist primär eine der Ideen. Überall herrscht Überforderung und Unzufriedenheit: bei den Lehrern, den Eltern, den Kindern sowieso, auch bei den Politikern. Unseren Bildungsreformen, so Julian Nida-Rümelin, fehlt die kulturelle Leitidee. "Employability" heißt stattdessen die Losung. Aber eine Bildung, die den Menschen nur "fit für" etwas machen will, die nicht nach seinen Interessen und Talenten fragt, wird nicht einmal den gewünschten Markterfolg bringen. Nida-Rümelins "Philosophie einer humanen Bildung" gibt den Anstoß zu einer neuen gesellschaftlichen Verständigung darüber, was Bildung bedeutet: für uns, für unsere Zukunft, unser Bild vom Menschen. Wenn wir den Mut zu einer konsequent humanen Bildungspraxis fänden, den Mut, uns vom Gedanken der unmittelbaren Verwertbarkeit zu trennen, wäre die Basis für gelingendes Leben gelegt - und damit auch für eine fundamentale Form von Erfolg: Lebensglück.

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Anmerkungen

1 Vgl. Steffen Schindler, Aufstiegsangst? Eine Studie zur sozialen Ungleichheit im historischen Zeitverlauf, Düsseldorf (2012).
2 Vgl. Eckhard Klieme et al., PISA 2009. Bilanz nach einem Jahrzehnt, Münster (2010).
3 Vgl. Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), Bachelor-Studierende. Erfahrungen in Studium und Lehre, Berlin (2009).
4 Wilhelm von Humboldt, Plan einer vergleichenden Anthropologie (1797).
5 Vgl. Aristoteles, Politik.
6 Zweites Vatikanisches Konzil vom 11. Oktober 1962 bis 8. Dezember 1965. Die These von der kulturellen Einheit von Christentum und Demokratie kann jedenfalls in historischer Perspektive nicht aufrechterhalten werden. Die aktuellen Schwierigkeiten, die der muslimische Klerus und viele muslimische Gläubige mit Demokratie und Gleichberechtigung von Mann und Frau haben, ähneln durchaus den Schwierigkeiten, die ein Gutteil des christlichen Klerus und viele christliche Gläubige mit der Idee der Menschenrechte und der Gleichberechtigung von Mann und Frau bis vor 50 Jahren noch hatten.
7 Immerhin ist eine starke Fraktion der Rechtstheoretiker davon überzeugt, dass der erste Artikel des Grundgesetzes, Abs. 1: »Die Würde des Menschen ist unantastbar«, den gesamten normativen Gehalt der Verfassung und der verfassungskonformen Gesetzgebung enthalte. Vgl. Julian Nida-Rümelin, Über menschliche Freiheit, Stuttgart (2005), Kapitel V. (Im Folgenden: Julian Nida-Rümelin = JNR)
8 Vgl. Jean-Jacques Rousseau, Émile ou de l’éducation (1762).
9 Vgl. Robert Filmer (The Second Treatise of Civil Government [1689] von John Locke ist gegen Filmer gerichtet).
10 Vgl. JNR, Verantwortung, Stuttgart (2011), Teil I, Verantwortung für Handlungen §§ 1–9.
11 Mir scheint, dass man der Stoa nicht nur ein objektivistisches Verständnis praktischer Gründe, sondern auch eine kognitivistische Handlungs- und Gefühlstheorie unterstellen muss; besonders deutlich wird das in den Fragmenten Chrysipps, Stoicorum veterum fragmenta, 3.459 und 3.481.
12 Vgl. Robert B. Brandom, Making It Explicit. Reasoning, Representing and Discursive Commitment, Cambridge (1994).
13 John Rawls ist ihr bedeutendster philosophischer Vertreter.
14 John Dewey, Democracy and Education (1916). Übersetzt von Erich Hylla, Demokratie und Erziehung. Eine Einleitung in die philosophische Pädagogik, Jürgen Oelkers (Hrsg.), Weinheim und Basel (2000).
15 Vgl. Aristoteles, Nikomachische Ethik.
16 Vgl. Peter Sturmar (Hrsg.): Vernunft und Freiheit. Zur praktischen Philosophie von Julian Nida-Rümelin, Berlin (2012).
17 Vgl. Platon, Theaitetos.
18 Vgl. Edmund L. Gettier, Is Justified Belief True Knowledge? Analysis, Vol. 23, No. 6 (1963), S. 121–123.
19 Vgl. Jürgen Habermas, Theorie des kommunikativen Handelns, Frankfurt a.M. (1981).
20 Vgl. Marc Aurel, Selbstbetrachtungen (gr.; lat.: Ad se ipsum libri) (ab 172 n. Chr.).
21 Vgl. Cicero, De officiis (44 v. Chr.).
22 Vgl. Eric Voegelin, Die politischen Religionen (1938).
23 Vgl. Ulrich Beck, Die Erfindung des Politischen: Zu einer Theorie reflexiver Modernisierung, Frankfurt a.M. (1993).
24 Vgl. Stephen Toulmin, Kosmopolis, Frankfurt a.M. (1994).
25 Vgl. Immanuel Kant, Grundlegung zur Metaphysik der Sitten (1785).
26 BVerfG, 1 BvR 357/05 vom 15.02.2006, Absatz Nr. (1–256). Urteil gegen die Ermächtigung zu unmittelbarer Einwirkung mit Waffengewalt gegenüber Passagiermaschinen. Artikel zu diesem Thema von JNR, Leben und töten lassen, in: Cicero 5/2006, S. 80–82.
27 Vgl. JNR, Philosophie und Lebensform, Frankfurt a.M. (2009), 1. Teil.
28 Vgl. JNR T...

Inhaltsverzeichnis

  1. Vorwort
  2. Einführung
  3. Erster Teil: Grundlagen humaner Bildung
  4. Kapitel I: Anthropologie
  5. Kapitel II: Humanismus
  6. Kapitel III: Rationalität, Freiheit, Verantwortung
  7. Zweiter Teil: Bildungsziel: humane Vernunft
  8. Kapitel IV: Einheit und Grenzen der Vernunft
  9. Kapitel V: Verständigung
  10. Kapitel VI: Orientierungswissen
  11. Dritter Teil: Bildungsziel: humane Praxis
  12. Kapitel VII: Tugenden
  13. Kapitel VIII: Emanzipation, Inklusion, Demokratie
  14. Kapitel IX: Drei Prinzipien einer humanen Bildungspraxis
  15. Anmerkungen
  16. Der Autor
  17. Impressum