Die letzten Byzantiner
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Die letzten Byzantiner

Die Vertreibung der Griechen vom Schwarzen Meer Eine Spurensuche

  1. 264 Seiten
  2. German
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  4. Über iOS und Android verfügbar
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Die letzten Byzantiner

Die Vertreibung der Griechen vom Schwarzen Meer Eine Spurensuche

Über dieses Buch

Das Osmanische Reich im Ersten Weltkrieg: Am Abend des 9. August 1917 schießen Kriegsschiffe des verfeindeten Russlands die Kleinstadt Ordu an der Schwarzmeerküste in Brand. Da die christlichen Minderheiten des Reichs verdächtigt werden, den Kriegsgegner insgeheim zu unterstützen, fürchten die ortsansässigen Griechen die Rache ihrer türkischen Nachbarn. Panisch versuchen sie, an Bord der Schiffe zu gelangen. Eine, die es schafft, ist die 15-jährige Alexandra. Doch ihre Heimat sieht sie niemals wieder. Nach dem Krieg werden aus dem Gebiet der heutigen Türkei etwa 1,2 Millionen Griechen zwangsausgesiedelt.
100 Jahre später reist Alexandras Enkel Mirko Heinemann auf den Spuren seiner Familie und der sogenannten Pontos-Griechen durch den Norden der Türkei. Er erzählt, wie Griechen seit der Antike an den kleinasiatischen Küsten lebten, mit Byzanz das Erbe Roms antraten, bis sie in den letzten Jahren des Osmanischen Reichs erst dem aufgeschaukelten Nationalismus und schließlich den Interessen der Großmächte zum Opfer fielen. Eine hierzulande fast vergessene Geschichte, die bis heute das Verhältnis zwischen der Türkei und Europa prägt.

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Information

Jahr
2019
ISBN drucken
9783962890933
eBook-ISBN:
9783862844487

Anhang

Recherchehinweise und Danksagung

Wer den Blick auf die Einzelschicksale richtet, dem eröffnet sich ein Panoptikum von Grausamkeit, Leid und Tod. Überall auf der Welt haben Überlebende Zeitzeugenberichte gesammelt. Vor allem in den USA und Australien, wohin viele Griechen nach ihrer Vertreibung ausgewandert sind, sind große Online-Archive entstanden, in denen die Berichte in englischer Sprache eingesehen werden können. Für meine Recherche waren diese Online-Archive wichtig. Auch wenn sie in den meisten Fällen wissenschaftlichen Ansprüchen nicht standhalten, zitieren sie oftmals wissenschaftliche Quellen und verlinken zu zeitgenössischen Zeitungsberichten. Letzteres unterscheidet sie von Zeitzeugenberichten, die frei im Netz oder gedruckt kursieren. Ausschmückung und Übertreibung sind gängige Stilmittel, was die Verwendung solcher Berichte schwierig macht.
Sehr hilfreich bei meiner Recherche war das in Australien ansässige »Greek Genocide Ressource Center«. In Australien leben mehr als 700 000 griechische Auswanderer, Melbourne bezeichnet sich selbst gern als größte griechische Stadt außerhalb von Griechenland. Viele überlebende Pontos-Griechen pflegen dort noch heute ihre Traditionen und ihre Kultur. Beim »Greek Genocide Ressource Center« habe ich den Bericht einer Überlebenden aus Ordu gefunden. Aufgeschrieben hat ihn die Enkelin, belegt ist er mit zahlreichen anderen Primärquellen.
Das wohl umfangreichste Archiv zu diesem Thema betreibt das »Asia Minor and Pontos Hellenic Research Center« mit Sitz in Chicago. Es verfügt über eine Bibliothek mit mehr als tausend Monografien, richtet Kongresse aus und hat ein knappes Dutzend eigener Publikationen in englischer Sprache veröffentlicht. Ziel des Forschungsinstituts ist es, die englischsprachige Öffentlichkeit über das Thema zu informieren und sie zu sensibilisieren.
Auch die New York Times e...

Inhaltsverzeichnis

  1. Cover
  2. Titel
  3. Impressum
  4. Inhalt
  5. Widmung
  6. Über Griechen, Türken, Deutsche. Einführung
  7. Alexandra. Was aus Ordu erzählt wird
  8. Zwiespältiges Trabzon. Was von der byzantinischen Metropole übrig blieb
  9. Das verlassene Kloster. Am Ursprung der pontos-griechischen Kultur
  10. Blut, das nicht zu Wasser wird. Von Rhomäern und anderen Völkern
  11. Leben unter dem Sultan. Das osmanische Vielvölkerreich zwischen Asien und Europa
  12. Pontos Euxinos. Wie die Griechen an das »gastfreundliche Meer« kamen
  13. Die alte Heimat. Hinter den Fassaden von Ordu
  14. Die leeren Häuser. Was geschah mit den Armeniern?
  15. Revolutionäre aus Saloniki. Die Entstehung der jungtürkischen Bewegung
  16. Am Scheideweg. Die Balkankriege und die ethnische Säuberung der kleinasiatischen Küste
  17. Im Weltkrieg. Die Deportation der Griechen vom Schwarzen Meer beginnt
  18. Schmach, Verzweiflung, Hoffnung. Das Ende des Kriegs ist erst der Anfang
  19. Blutige Erde. Die Auslöschung der Pontos-Griechen
  20. Der große Austausch. Zerstörte Hoffnung Konstantinopel
  21. Die letzten Byzantiner. Zwischen der Türkei und Griechenland
  22. Völkermord – oder nicht?. Nachwort
  23. Anhang
  24. Karten
  25. Autorenbiografie

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