Bestseller
  1. 176 Seiten
  2. German
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  4. Über iOS und Android verfügbar
eBook - ePub

Über dieses Buch

Pierre Sonnage, ein erfolgloser Schriftsteller, sieht seine einzige Chance auf Ruhm im Selbstmord und springt kurzerhand von einem Wolkenkratzer. Doch statt im Bestsellerhimmel landet er in der Literatenhölle. Hier trifft er nicht nur auf Dante, Kafka, Hemingway und all die anderen VIPs, sondern muss sich Rätseln stellen, so überfrachtet und verschlüsselt, wie er sie nur aus seinen eigenen Romanen kennt. Eine irrwitzige Reise beginnt.

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Information

VIII.

Such und find

Edgar Allan Poe wohnte in der Rue Morgue. Nummer dreizehn. Zusammen mit einer schwarzen Katze, einem schwarzen Raben und schwarzem Humor. Er hatte zwei Träume, im Leben wie im Tode: Erstens, dass allen Menschen ein Traum in Erfüllung gehen, und zweitens, dass sein erster Traum niemals in Erfüllung gehen solle. Morgens trainierte er seine Katze darin, wie man vor jemandem über die Straße läuft, abends schrieb er erschütternde Erzählungen, damit ihm erschütterte Seelen billig in die Hände fielen, die er dann mit Gogols Vermittlung teuer an Mephistopheles verkaufen konnte.
Er ging selten nach draußen – einmal im Jahr. Noch seltener empfing er Gäste – nie. Genau deswegen sorgte es für allgemeine Verwunderung, als Poe an seinem hundertfünfundsechzigsten Todestag31 einen Teil der Schriftsteller zu sich einlud.
Die Rue Morgue stand in der Literatenhölle auf der Liste der unerwünschten Straßen. Dort war stets Nacht, und neben den üblichen Eulenrufen erklang jene dramatische Musik, die in Gruselfilmen erklingt, wenn die Hauptfigur ein unbekanntes Haus betritt.
Erstaunlicherweise ging es an jenem Tag auf der Rue Morgue ungewöhnlich beschaulich zu. Kein Schriftsteller wurde überfallen, nichts fiel aus dem Fenster irgendjemandem auf den Kopf. Besorgniserregend ruhig gingen die Schriftsteller zu dem Haus, auf dessen Schwelle mit großen Buchstaben »HELLCOME« geschrieben stand …
Wie die Besucher beim Betreten des Hauses feststellten, war das nicht das Letzte, was sie an diesem Tag in Erstaunen versetzen sollte.
* * *
Auszug aus dem Verhör, durchgeführt von Conan Doyle:
...
Orwell:
Die Tür öffnete sich von allein. Im Zimmer war es dunkel. Nur eine brennende Kerze stand auf dem Tisch. Drinnen war niemand, aber ich hatte so ein Gefühl, als ob uns jemand beobachtete.
Hugo:
Wir setzten uns an den Tisch. Vor uns standen leere Teller und Gabeln. Ich weiß nicht mehr genau, was dann geschah, aber ich finde das Muster der Teller erwähnenswert: Eine fremdartige Blume, auf deren Fruchtblättern winzige gelbe Pünktchen in allen Schattierungen zu sehen waren und deren Staubblätter aufgrund ihrer Mikrosporangien erschütternd natürlich aussahen. Auch möchte ich die Gabelspitzen erwähnen, deren sechs scharfe Enden mich an Bajonette erinnerten, gleich einer Gruppe rebellierender Bauern während der Französischen Revolution. Und der Mittelteil der Gabel …
Beckett:
Wir warteten auf den Gastgeber, der tauchte jedoch nicht auf.
Orwell:
Plötzlich ergriff mich eine Art animalische Angst. Aus dem Dunkel trat ein Mann mit Kapuze.
Mayne Reid:
Ich schwöre beim Kopf des Henry Poindexter, dass es nicht Poe war.
Milton:
Was soll ich sagen, ich erinnere mich nicht mehr an Einzelheiten. Es war sehr, sehr dunkel.
Wells:
Er sah aus wie vom Mars … oder wie ein mittels Synthese von Dinosaurier-DNA und dem Eiweiß der grünen Euglena im Reagenzglas gezüchteter Zeitreisender …
Joyce:
Er lächelte halbmondartig … Übrigens ist diese Phrase eine Allusion auf die Verse der berühmten irischen Dichterin Ellen Mary Patrick Downing, in denen der Autor seinerseits offenbar von dem außergewöhnlichen costa-ricanischen Kritiker … äh, was wollte ich sagen … Ach ja, er lächelte und stellte eine schwarze Kiste auf den Tisch, die Malewitschs Schwarzem Quadrat ähnelte – allerdings in der räumlichen Dimension, die mich ihrerseits an einen Abschnitt aus dem Gilgameschepos erinnerte: »Als Enkidu eine ganz andere Dimension im Raum bemerkte …« Ach, was mir gerade zu Enkidu einfiel …
Beckett:
Wir hatten nicht vor, ihn zu fragen »Wer bist du?«, und wir hatten auch nicht vor, ihm zu sagen, dass wir nicht vorhatten, ihn »Wer bist du?« zu fragen. Deshalb fragten wir, wer er sei.
Joyce:
… Übrigens, Byrons Werk …
Hugo:
Ich bemerkte eine winzige jener Meerenge zwischen Skylla und Charybdis gleichende Narbe auf seiner Stirn …
Orwell:
Wir sind ja keine Schweine, aber es hätte wenigstens etwas aufgetafelt sein können … Keine Menschlichkeit mehr unter den Leuten …
Mayne Reid:
Dann sagte er, dass er nicht sagen werde, wer er sei, dass Poe unter ungeklärten Umständen verschwunden wäre und dass ihm unsere Unannehmlichkeiten unannehmlich seien … Ich schwöre, ich hätte ihn skalpiert, aber mit einer Gabel …?! (lächelt)
Beckett:
»Wo ist Poe?«, frag ich ihn. »Nirgends«, antwortet er. »Wann kommt er?«, frag ich ihn wieder. »Immer wieder«, erwidert er.

Inhaltsverzeichnis

  1. Titel
  2. Impressum
  3. Autoreninfo
  4. Schmutztitel
  5. Widmung
  6. Anstelle des »Anstelle eines Vorworts«
  7. I. Der PR-Schritt oder Hoppla in die Hölle
  8. II. Höllische Popularität
  9. III. Lucy usw.
  10. IV. Usw. und Lucy
  11. V. Chiffre um Chiffre
  12. VI. Der Serienmörder
  13. VII. Conans Kanon
  14. VIII. Such und find
  15. IX. Der Club der anonymen Selbstmörder
  16. X. Die Karte der Literatenhölle
  17. XI. Po(e)stmodernismus
  18. XII. Die Lösung des Knotens
  19. XIII. S = πr²
  20. XIV. Bestseller
  21. Epilog