
Ressourcenmobilisierung
Wissenschaftspolitik und Forschungspraxis im NS-Herrschaftssystem
- 632 Seiten
- German
- PDF
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Ressourcenmobilisierung
Wissenschaftspolitik und Forschungspraxis im NS-Herrschaftssystem
Über dieses Buch
Formen und Dimensionen der Mobilisierung und des Verfalls wissenschaftlicher Ressourcen im Nationalsozialismus.In welchen Dimensionen wurden zwischen 1933 und 1945 Ressourcen für die Forschung mobilisiert? Diese zentrale Frage des Verhältnisses von Wissenschaften und Politik im Nationalsozialismus wird für ein breites Spektrum an wissenschaftlichen Einzeldisziplinen thematisiert. Den zeitlichen Schwerpunkt bildet dabei der Zweite Weltkrieg. Konzeptionell wird eine Erweiterung und Differenzierung des Ressourcenbegriffs angestrebt.Die räumliche Dimension der Ressourcenmobilisierung im europaweiten nationalsozialistischen Herrschaftsbereich markiert noch immer ein bedeutendes Desiderat der wissenschaftshistorischen Forschung. Im Fokus der Aufsätze steht der von Deutschland forcierte Transfer in die und aus den annektierten Ländern und besetzten Gebieten. Wie »effizient" waren Ressourcenaneignung und -raub im okkupierten bzw. verbündeten Europa für die NS-Diktatur? Welche Unterschiede lassen sich je nach europäischer Region ausmachen? Wie vernetzten sich dabei die gesellschaftlichen Teilsysteme Wissenschaft, Staat, Militär und Wirtschaft?
Häufig gestellte Fragen
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Information
Inhaltsverzeichnis
- Umschlag
- Titel
- Impressum
- Inhalt
- Sören Flachowsky, Rüdiger Hachtmann, Florian Schmaltz: Editorial. Wissenschaftspolitik, Forschungspraxis und Ressourcenmobilisierung im NS-Herrschaftssystem
- Rüdiger Hachtmann: Unter »deutscher Führung im großeuropäischen Raum«. Trends nationalsozialistischer Wissenschaftsexpansion seit 1938
- Petra Svatek: »Das südöstliche Europa als Forschungsraum«. Wiener Raumforschung und »Lebensraumpolitik«
- Karsten Linne: Wissenschaft als Standortfaktor. Mobilisierung von Ressourcen für die »Kolonialstadt« Hamburg
- Holger Stoecker: Afrika als »kolonialer« Ergänzungsraum im »Dritten Reich«. Ressourcen, Visionen und Limitationen der NS-Kolonialwissenschaften
- Peter Schöttler: Ressourcen in der NS-Geschichtswissenschaft – am Beispiel von »Westforschung« und »Archivschutz«
- Kathrin Baas: Landschaft – Siedlung – Lebensraum. Die Forschungspraxis der Geographen am Beispiel der Universität Münster
- Christoph Roolf: Erdölförderung im Zeichen von Aufrüstung und Krieg. Zur Entwicklung der Mikropaläontologie im deutschen Wissenschaftssystem 1927-1945
- Helmut Maier: Privilegierung, Dienstleistung und das »Kunststoffwunder«. Chemiker im ›Dritten Reich‹
- Lutz Budrass: Die Mobilisierung von Forschung und Entwicklung in der deutschen Luftfahrtindustrie 1933-1945
- Florian Schmaltz: Luftfahrtforschung auf Expansionskurs. Die Aerodynamische Versuchsanstalt in den besetzten Gebieten
- Jonas Scherner: Staatliche Förderung, Industrieforschung und Verfahrensentwicklung. Die Tonerdeproduktion aus deutschen Rohstoffen im ›Dritten Reich‹
- Sören Flachowsky: »Die schwere Artillerie der Erzeugungsschlacht«. Landwirtschaftliche Gas-Schlepper und die Mobilisierung alternativer Kraftstoffreserven im Vierjahresplan
- Ulrike Thoms: Aus Wertlosem Wertvolles schaffen. Die Fütterungswissenschaft und die Steigerung der Nahrungsmittelproduktion
- Paul Weindling: »Ressourcen« für humanmedizinische Zwangsforschung, 1933-1945
- Mitchell G. Ash: Reflexionen zum Ressourcenansatz
- Gesamtbibliographie
- Abkürzungen
- Die Autorinnen und Autoren
- Personenregister
- Firmen- und Institutionenregister