Gedächtnis und Gewalt
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Gedächtnis und Gewalt

Nationale und transnationale Erinnerungsräume im östlichen Europa

  1. 288 Seiten
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Gedächtnis und Gewalt

Nationale und transnationale Erinnerungsräume im östlichen Europa

Über dieses Buch

Gewalterfahrungen im östlichen Europa und der gegenwärtige europäische Erinnerungsdiskurs.Angesichts gegenwärtiger globaler wie europäischer Entwicklungen steht die europäische Gewaltgeschichte des 20. Jahrhunderts erneut zur Debatte. Es stellt sich die Frage, in welchem Bezug diese Geschichte zum gegenwärtigen europäischen Erinnerungsdiskurs steht und wofür sie beansprucht wird.Die Autorinnen und Autoren dieses Bandes untersuchen historische, literarische und kulturelle Formen der Bearbeitung der gewaltvollen europäischen Vergangenheit des 20. und 21. Jahrhunderts. Aus unterschiedlichen Perspektiven wird dabei deutlich, in welcher Weise und mit welcher Absicht die Bilder nationaler Vergangenheiten im Licht der gegenwärtigen Entwicklungen zu- und miteinander in Beziehung gesetzt werden. Im Blick auf die Gewalterfahrungen und die Flucht- und Vertreibungsbewegungen im östlichen Europa geht es den beteiligten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus Deutschland, Polen und Frankreich dabei im Kern auch um die Frage nach der Legitimität und ethischen Stabilität einer europäischen Gemeinschaft, deren Grundlage Gewalt und Vernichtungsgeschehen sind.

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Information

Jahr
2016
eBook-ISBN:
9783835329263

Inhaltsverzeichnis

  1. Umschlag
  2. Titel
  3. Impressum
  4. Inhalt
  5. Kerstin Schoor / Stefanie Schüler-Springorum: Vorwort
  6. Birgit Schwelling: Identität – Differenz – Ähnlichkeit. Überlegungen zu Konzepten der Vermessung des europäischen Erinnerungsraums
  7. Claus-Dieter Krohn: Europa-Diskurse deutscher Exilanten nach 1933
  8. Jan C. Joerden: Aufarbeitung von staatlichem Unrecht durch Strafgerichte oder Wahrheitskommissionen?
  9. Christian Dietrich: Die Erfahrung in Stalingrad und das friedliche Kriegsende. Das Narrativ von der Lehre aus der Vergangenheit in Rudolf Petershagens autobiografischem Roman Gewissen in Aufruhr
  10. Irmela von der Lühe: Die Gewalt der Zerstörung und die Poesie der Erinnerung. Józef Wittlins Mein Lemberg (1946)
  11. Daniel Hoffmann: »Mann und Roß und Wagen hat sie der Herr geschlagen«. Jüdische Liturgie in Auschwitz
  12. Andree Michaelis: Aus dem Holocaust eine europäische Kultur. Verfolgung, Exil und Katharsis bei Imre Kertész
  13. Svetlana Burmistr: Der »Große Vaterländische Krieg« fernab vom Heldenmythos. Der Krieg hat kein weibliches Gesicht von Swetlana Alexijewitsch als Gegenposition zur sowjetischen Erinnerungspolitik
  14. Jerzy Kałazny: Eine »sadistisch-pornografische Vision« oder eine »bittere Komödie über Trauma«? Zum Roman Noc żywych Żydów vo Igor Ostachowicz
  15. Werner Benecke: Ausgewiesen ins Niemandsland. Die NS-»Polenaktion« des Jahres 1938 im europäischen Kontext
  16. Marek Kucia: Die Symbolhaftigkeit von Auschwitz in der polnischen Erinnerungskultur von 1945 bis heute
  17. Walter Schmitz: Theresienstadt / Terezín. Die Barockstadt als Erinnerungsort des Holocaust
  18. Grzegorz Rossolinski-Liebe: Die antijüdische Massengewalt ukrainischer Nationalisten in der antikommunistischen, deutschen, jüdischen, polnischen, ukrainischen und sowjetischen Historiografie
  19. Delphine Bechtel: Gedenken und Gewalt im heutigen L’viv. Selektive Erinnerung, Revisionismus, Alltagsfaschismus
  20. Frauke Wetzel: Kein Raum für Menschen zweier Kulturen. Das Beispiel Ústí nad Labem nach 1945
  21. Wolf Kaiser: Kooperation und Dissens. Gedenkstätten in Europa
  22. Abbildungsnachweis
  23. Autorenbiografien
  24. Personenregister

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