
Das 20. Jahrhundert erzählen
Zeiterfahrung und Zeiterforschung im geteilten Deutschland
- 508 Seiten
- German
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Das 20. Jahrhundert erzählen
Zeiterfahrung und Zeiterforschung im geteilten Deutschland
Über dieses Buch
Die ost- und westdeutsche Zeitgeschichtsforschung nach 1945 aus erfahrungs- und beziehungsgeschichtlicher Perspektive.Im Kalten Krieg war die Zeitgeschichtsforschung Medium und Mittel ideologischer Auseinandersetzung. Dennoch blieben Historiker im geteilten Deutschland stets aufeinander bezogen. Was sie unweigerlich verband, war die im doppelten Sinne geteilte Erfahrung im »Zeitalter der Extreme". Die Fragen, die sie an die Epoche richteten, ähnelten sich mitunter in auffallender Weise. Dass die Antworten indes meist weit auseinander lagen, wurde auf beiden Seiten der Mauer genau registriert - der deutsch-deutsche Dialog darüber blieb bis 1989 schwierig.Neun Autoren fragen in diesem in enger Zusammenarbeit geschriebenen Buch einerseits nach dem Zusammenhang von (Lebens-)Erfahrung und (Geschichts-)Wissenschaft. Andererseits untersuchen sie in ihren auf Schlüsselereignisse des 20. Jahrhunderts fokussierten Essays systematisch Resonanzen und Beziehungen innerhalb der gespaltenen Wissenschaft, thematisieren Werkrezeptionen, innerdeutsche Kontroversen und grenzübergreifende Einflüsse, Marginalisierungen und Blockaden. Auf diese Weise wird die Geschichte der durch Krieg, Holocaust und Teilung herausgeforderten Zeitgeschichtsforschung erstmals als Kapitel einer integrierten deutschen Nachkriegsgeschichte erzählt.
Häufig gestellte Fragen
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Information
Inhaltsverzeichnis
- Umschlag
- Titel
- Impressum
- Inhalt
- Franka Maubach/Christina Morina: Historiographiegeschichte als Erfahrungs- und Resonanzgeschichte
- Matthew Stibbe: Flüchtige Allianzen. Der Erste Weltkrieg als Erwartungshorizont und Explanandum
- Klaus Latzel: Geschichten der Novemberrevolution. Historiographie und Sinnbildung im geteilten Deutschland
- Franka Maubach: »Wie es dazu kommen konnte«. 1933 als Fluchtpunkt deutsch-deutscher Ursachensuche im frühen Kalten Krieg
- Christina Morina: Triumph und Demütigung. Der Zweite Weltkrieg in der doppelten deutschen Zeitgeschichtsschreibung
- Annette Leo: Zwei Arten, den Holocaust zu erklären. Dreizehn Fragmente über Hans Mommsen und Kurt Pätzold
- Christoph Klessmann: Geteilte Nation. Über die (Un-)Möglichkeiten deutsch-deutscher Zeithistorikergespräche
- Marion Detjen: Die »Mauer« als Erfahrung und Sujet. Deutung und Umdeutung zwischen Mauerbau und Mauerfall
- Krijn Thijs: Geschichte im Umbruch. Lebenserfahrung und Historiker-Begegnungen nach 1989
- Nachwort und Dank
- Abkürzungen
- Bibliographie
- Personen-, Werk- und Ortsregister