Ordnungssysteme
Studien zur Ideengeschichte der Neuzeit
Herausgegeben von Jörg Baberowski, Anselm Doering-Manteuffel und Lutz Raphael
Die Reihe Ordnungssysteme nimmt Impulse auf, die sich seit zwei Jahrzehnten aus der Revision politik- und sozialgeschichtlicher Forschungsansätze entwickelt haben. Als Forum einer methodisch erneuerten Ideengeschichte trägt sie der Wirksamkeit politisch-kultureller Traditionen Europas seit dem Zeitalter der Aufklärung Rechnung. Die besondere Aufmerksamkeit gilt dem konkreten Wechselspiel ideeller, politischer und sozialer Prozesse.
Die Reihe Ordnungssysteme hat insbesondere das Ziel:
- – vergleichende Studien zu den nationalen Eigenarten und unterschiedlichen Traditionen in der europäischen Ideengeschichte zu fördern,
- – gemeineuropäische Dimensionen seit der Aufklärung zu untersuchen,
- – den Weg von neuen Ideen zu ihrer breitenwirksamen Durchsetzung zu erforschen.
Die Reihe Ordnungssysteme verfolgt einige Themen mit besonderem Interesse:
- – den Ideenverkehr zwischen Europa und Nordamerika,
- – die Beziehungen zwischen politischen und religiösen Weltbildern,
- – die Umformung der politischen Leitideen von Liberalismus, Nationalismus und Sozialismus im 20. Jahrhundert,
- – die Herausbildung traditionsstiftender, regionenbezogener Gegensatzpaare in der europäischen Ideenwelt, wie zum Beispiel den Ost-West-Gegensatz.
Die Reihe Ordnungssysteme bemüht sich um eine methodische Erneuerung der Ideengeschichte:
- – Sie verknüpft die Analyse von Werken und Ideen mit ihren sozialen, kulturellen und politischen Kontexten.
- – Sie untersucht die Bedeutung von Wissenssystemen in der Entwicklung der europäischen Gesellschaften.
- – Sie ersetzt die traditionelle Ideengeschichte der großen Werke und großen Autoren durch eine Ideengeschichte, die Soziabilität und Kommunikation als tragende Gestaltungskräfte kultureller Produktion besonders beachtet.
- – Sie bezieht Institutionen und Medien der Kulturproduktion systematisch in die Untersuchung ein.
Band 1:
Michael Hochgeschwender
Freiheit in der Offensive?
Der Kongreß für kulturelle Freiheit und die
Deutschen
1998. 677 S.
ISBN 978-3-486-56341-2
Band 2:
Thomas Sauer
Westorientierung im deutschen
Protestantismus?
Vorstellungen und Tätigkeit
des Kronberger Kreises
1999. VII, 326 S. ISBN 978-3-486-56342-9
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Band 3:
Gudrun Kruip
Das „Welt“-„Bild“ des Axel Springer Verlags
Journalismus zwischen westlichen Werten
und deutschen Denktraditionen
1999. 311 S. ISBN 978-3-486-56343-6
Band 4:
Axel Schildt
Zwischen Abendland und Amerika
Studien zur westdeutschen Ideenlandschaft
der 50er Jahre
1999. VIII, 242 S. ISBN 978-3-486-56344-3
Band 5:
Rainer Lindner
Historiker und Herrschaft
Nationsbildung und Geschichtspolitik
in Weißrußland im 19. und
20. Jahrhundert
1999. 536 S. ISBN 978-3-486-56455-6
Band 6:
Jin-Sung Chun
Das Bild der Moderne in der Nachkriegszeit
Die westdeutsche „Strukturgeschichte“
im Spannungsfeld von Modernitätskritik
und wissenschaftlicher Innovation
1948–1962
2000. 277 S. ISBN 978-3-486-56484-6
Band 7:
Frank Becker
Bilder von Krieg und Nation
Die Einigungskriege in der bürgerlichen
Öffentlichkeit Deutschlands
1864–1913
2001. 601 S. und 32 S. Bildteil
ISBN 978-3-486-56545-4
Band 8:
Martin Sabrow
Das Diktat des Konsenses
Geschichtswissenschaft in der DDR
1949–1969
2001. 488 S. ISBN 978-3-486-56559-1
Band 9:
Thomas Etzemüller
Sozialgeschichte als politische Geschichte
Werner Conze und die Neuorientierung
der westdeutschen Geschichtswissenschaft
nach 1945
2001. VIII, 445 S. ISBN 978-3-486-56581-2
Band 10:
Martina Winkler
Karel Kramář (1860–1937)
Selbstbild, Fremdwahrnehmungen und
Modernisierungsverständnis eines
tschechischen Politikers
2002. 414 S. ISBN 978-3-486-56620-8
Band 11:
Susanne Schattenberg
Stalins Ingenieure
Lebenswelten zwischen Technik und Terror
in den 1930er Jahren
2002. 457 S.
ISBN 978-3-486-56678-9
Band 12:
Torsten Rüting
Pavlov und der Neue Mensch
Diskurse über Disziplinierung
in Sowjetrussland
2002. 337 S. ISBN 978-3-486-56679-6
Band 13:
Julia Angster
Konsenskapitalismus und Sozialdemokratie
Die Westernisierung von SPD und DGB
2003. 538 S.
ISBN 978-3-486-56676-5
Band 14:
Christoph Weischer
Das Unternehmen ‚Empirische
Sozialforschung‘
Strukturen, Praktiken und Leitbilder
der Sozialforschung in der Bundesrepublik
Deutschland
2004. X, 508 S.
ISBN 978-3-486-56814-1
dp n="547" folio="" ?
Band 15:
Frieder Günther
Denken vom Staat her
Die bundesdeutsche Staatsrechtslehre
zwischen Dezision und Integration
1949–1970
2004. 364 S. ISBN 978-3-486-56818-9
Band 16:
Ewald Grothe
Zwischen Geschichte und Recht
Deutsche Verfassungsgeschichtsschreibung
1900–1970
2005. 486 S. ISBN 978-3-486-57784-6
Band 17:
Anuschka Albertz
Exemplarisches Heldentum
Die Rezeptionsgeschichte der Schlacht
an den Thermopylen von der Antike
bis zur Gegenwart
2006. 424 S., zahlreiche Abb.
ISBN 978-3-486-57985-7
Band 18:
Volker Depkat
Lebenswenden und Zeitenwenden
Deutsche Politiker und die Erfahrungen
des 20. Jahrhunderts
2007. 573 S. ISBN 978-3-486-57970-3
Band 19:
Lorenz Erren
„Selbstkritik“ und Schuldbekenntnis
Kommunikation und Herrschaft unter Stalin
(1917–1953)
2008. 405 S. ISBN 978-3-486-57971-1
Band 20:
Lutz Raphael, Heinz-Elmar Tenorth (Hrsg.)
Ideen als gesellschaftliche Gestaltungskraft
im Europa der Neuzeit
Beiträge für eine erneuerte
Geistesgeschichte
2006. 536 S. ISBN 978-3-486-57786-0
Band 21:
Thomas Großbölting
„Im Reich der Arbeit“
Die Reprä...