Die Musealisierung der Nation
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Die Musealisierung der Nation

Ein kulturpolitisches Gestaltungsmodell des 19. Jahrhunderts

  1. 324 Seiten
  2. German
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Die Musealisierung der Nation

Ein kulturpolitisches Gestaltungsmodell des 19. Jahrhunderts

Über dieses Buch

Erstmals werden Konzeption und Gründung der deutschen National-, Zentral-, und Landesmuseen im deutschsprachigen Kulturraum des "langen" 19. Jahrhunderts vergleichend in den Blick genommen. Sie sind gekennzeichnet von nach- und wetteifernden Akteuren, die monarchisch (Bayerisches Nationalmuseum), literarisch (Schillermuseum) oder auch überstaatlich (Germanisches Nationalmuseum) motiviert sein konnten.

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Information

Jahr
2015
ISBN drucken
9783110362428
eBook-ISBN:
9783110395631

Fußnoten

Zur Einführung

1 Wolfgang Neugebauer: Ausgerechnet Preußen einKulturstaat? Zum Programm eines Projektes, in: Die Akademie amGendarmenmarkt 2009/2010. Berlin 2009, S. 36–42.
2 Statt anderer am Beispiel der Baukunst: Karl Scheffler: Berlin. Ein Stadtschicksal. 2. Aufl. Berlin Westend 1910, S. 62–90, bes. S. 80ff.
3 Es sei auf zwei repräsentative Sammelbände hingewiesen, die aus unserem Vorhabenhervorgegangen sind: Bärbel Holtz (Hrsg.): Krise,Reformen – und Kultur. Preußen vor und nach derKatastrophe von 1806. Berlin 2010 (= Forschungen zurBrandenburgischen und Preußischen Geschichte, N.F., Beiheft11), darin: Wolfgang Neugebauer: Verwaltung und Gesellschaftin der Geschichte des preußischen Kulturstaats. S.299–318; Ders./Bärbel Holtz (Hrsg.):Kulturstaat undBürgergesellschaft. Preußen, Deutschland und Europa im 19. und frühen 20. Jahrhundert. Berlin 2010.
4 So zusammenfassend: Astrid Grieger: Kunst und Öffentlichkeit in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts, in: Hans-Wolf Jäger (Hrsg.), „Öffentlichkeit“ im 18. Jahrhundert. Göttingen 1997 (= Das achtzehnte Jahrhundert, Supplementa, 4), S. 117–135,hier S. 118f.; mit Quellen und Literatur: Giuseppe Olmi: Die Sammlung – Nutzbarmachung und Funktion, in: Andreas Grote (Hrsg.), Macrocosmos in Microcosmo. Die Welt in der Stube. Zur Geschichte des Sammelns 1450–1800. Opladen 1994 (= Berliner Schriften zur Museumskunde, 10), S. 169–189, hier S. 178; Bénédicte Savoy: Zum Öffentlichkeitscharakter deutscher Museen im 18. Jahrhundert, in: Dies. (Hrsg.), Tempel der Kunst. Die Geburt des öffentlichen Museums in Deutschland 1701–1815. Mainz 2006, S. 9–26, bes. S. 11f. Zur Entwicklung im 19. Jahrhundert überblicksartig: Bernd Wagner: Fürstenhof und Bürgergesellschaft. Zur Entstehung, Entwicklung und Legitimation von Kulturpolitik. Bonn/Essen 2009 (= Edition Umbruch, 24), S. 381f. und schon 1913 (noch immer sehr lesenswert!) erschienen im Verlag Eugen Diederichs: Valentin Scherer: Deutsche Museen. Entstehung und kulturgeschichtliche Bedeutung unserer öffentlichen Kunstsammlungen. Jena 1913, S. 145– 147; Wolfgang J. Mommsen: Bürgerliche Kultur und künstlerische Avantgarde. Kultur und Politik im deutschen Kaiserreich 1870–1918. Frankfurt a. M./Berlin 1994, S. 14f.
5 Elsa van Wezel: Das akademische Museum. Hirts gescheiterte Museumsplanungen 1797/98, 1820 und 1825, in: Claudia Sedlarz/Rolf H. Johannsen (Hrsg.), Aloys Hirt. Archäologe, Historiker, Kunstkenner. Hannover/Laatzen 2004 (= Berliner Klassik. Eine Großstadtkultur um 1800, 1), S. 105–128, hier S. 106, S. 109.
6 Vgl. Bärbel Holtz: Kunstverein und Kunstmuseum in der Provinz. Die Kunst zwischen gesellschaftlicher Initiative, wirtschaftlichem Bedürfnis, regionalen Interessen und staatlicher Verantwortung, in: Das preußische Kultusministerium als Staatsbehörde und gesellschaftliche Agentur (1817–1934). Fallstudien. Berlin 2012 (= Acta Borussica. N.F., 2. Reihe: Preußen als Kulturstaat, Abt. I, 3/1), S. 1–53.
7 Grundlegendundbrillant:HermannLübbe: Wilhelm von Humboldt und die Berliner Museumsgründung 1830, in: Jahrbuch PreußischerKulturbesitz 17 (1981), S. 87–109, hier S. 108, Anm. 76; aufeiner abgehobeneren Ebene auch: James J. Sheehan: Museums inthe German Art World. From the End of the Old Regime to the Rise ofModernism. Oxford 2000, S. 115f.
8 Siehe schon R[udolf] Haym: Wilhelm von Humboldt. Lebensbild und Charakteristik. Berlin 1856, S. 601f.
9 Siehe dazu dieinteressanteÜberlieferungim Geheimen Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz, I. HA Rep. 76 (Kultusministerium), Ve Sekt. 7 Abt. 4 Nr. 1, mit Akten aus den 1880er und 1890er Jahren.
10 Akzentuiert bei WolfgangNeugebauer: Wozu preußische Geschichte im 21. Jahrhundert? Berlin [2012] (= Lectiones Inaugurales, 2), S. 32–43 und passim.
11 Themen- und tagungsspezifisch zuletzt: MargretDorotheaMinkels: Die Stifterdes Neuen Museums: Friedrich Wilhelm IV. von Preußen und Elisabeth von Baiern. Norderstedt 2011, vergleichend S. 105ff.
12 Neugebauer, Verwaltung und Gesellschaft, S. 315ff.
13 Ich zitiereim Folgenden zur Problemstellung der Tagung aus dem Antragsexposé, das C. Breuer, B. Holtz und P. Kahl verfasst haben.
14 Programmatisch: Karl Ferdinand Werner: Fürst und Hof im 19. Jahrhundert. Abgesang oder Spätblüte, in: Ders. (Hrsg.), Hof, Kultur und Politik im 19. Jahrhundert. Akten des 18. Deutsch-französischen Historikerkollegiums Darmstadt vom 27.–30. September1982. Bonn 1985 (= Pariser Historische Studien, 21), S. 1–53, bes. S. 48ff.
15 So der Tit...

Inhaltsverzeichnis

  1. Cover
  2. Titel
  3. Impressum
  4. Inhalt
  5. Zur Einführung
  6. Kultur – Politik – Museum im, langen’ 19. Jahrhundert
  7. Goethe als Museumspolitiker und Politikberater. Die strategische Entwicklung der Museen in Sachsen-Weimar-Eisenach und in der Rhein-Main-Region
  8. Goethe – Nation – Museum. Goethehäuser als Symbolorte der deutschen ‚Kulturnation‘
  9. Nationale Museumspolitik unter preußischen Königen?
  10. Kein Nationalmuseum für das Kaisertum Österreich?
  11. Die Ahnherren der Nation. Kaiser, Könige und Künstler in Pariser Museen des 19. Jahrhunderts
  12. „... und bildet schon eine National-Gallerie“. Die Vaterländische Galerie in Schloss Bellevue 1844–1865
  13. Museumspolitik im Reichsland Elsass-Lothringen. Die Neugründung der Straßburger Gemäldesammlungdurch Wilhelm von Bode
  14. Weimarer Museums- und Gedächtnispolitik nach 1832
  15. „Zwischen Preußen und Deutschland“. Die Marienburg und der Kölner Dom als Orte nationaler Identitätsstiftung
  16. Narrativer Überbau. Museumsarchitektur und Raumgestaltungen in Formen einer nationalen Baukunst
  17. „Eine Zusammenstellungvon verwandten Alterthümern aus allen Gauen des Vaterlandes“. Gründung und Anfangsjahre des Römisch-Germanischen Zentralmuseums in Mainz
  18. Das Museum Rheinisch-Westphälischer Alterthümer in Bonn. Eine Anstalt zur Förderung der „Liebe zum vaterländischen Boden“
  19. Intention und Narration. Erwerbungsstrategien des Germanischen Nationalmuseums in derÄra Essenwein (1866–1891)
  20. Autorenverzeichnis
  21. Fußnoten

Häufig gestellte Fragen

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