Emblematik der Zukunft
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Emblematik der Zukunft

Poetik und Geschichte literarischer Utopien von Thomas Morus bis Robert Musil

  1. 391 Seiten
  2. German
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Emblematik der Zukunft

Poetik und Geschichte literarischer Utopien von Thomas Morus bis Robert Musil

Über dieses Buch

Literarische Utopien sind Medien einer spezifischen kulturellen Kommunikation. Ihre textuelle Organisation, die sie von anderen Gattungen unterscheidet, besteht in einer Mobilisierung von Bildern der satirisch beschriebenen Wirklichkeit und im Entwurf imaginärer Gegenbilder. Diese Gegenbilder sind narrativ und bildhaft zugleich. Sie beziehen sich implizit oder explizit kritisch auf die jeweilige gesellschaftliche Wirklichkeit, in der sie entstehen - ob als Wunsch- oder als Schreckbild. Von besonderer Bedeutung sind literarische Entwürfe im Vorwegnehmen von Zukunft und in der Gegenüberstellung von Wirklichem und Möglichem im Sinne des Möglichkeitsdenkens. Literarische Utopien erlauben fiktionales Probehandeln; deshalb sind ihre unterschiedlichen ästhetischen Ausprägungen zugleich der Ort ihrer Selbstreflexion.

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Information

Fußnoten

1Horst Seidl: Art. „Möglichkeit“. In: Historisches Wörterbuch der Philosophie. Bd. VI. Darmstadt 1984, Sp. 72–92; hier Sp. 77.
2Ebd., Sp. 86.
3Zit. Wilhelm Schmidt-Biggemann: Theodizee und Tatsachen. Das philosophische Profil der deutschen Aufklärung. Frankfurt am Main 1988, S. 24.
4Vgl. ebd. außerdem: Ingetrud Pape: Von den „möglichen Welten“ zur „Welt des Möglichen“. Leibniz im modernen Verständnis. In: Studia Leibnitiana Supplementa. Bd. I. Wiesbaden 1968, S. 266–287 (Akten des internationalen Leibnizkongresses Hannover 14.-19.11.1966).
5Karl Mannheim: Ideologie und Utopie (1929), zit. Ausg. Frankfurt am Main 1978.
6Robert Musil: Der Mann ohne Eigenschaften (1930ff), zit. Ausg. Reinbek bei Hamburg 1987.
7Ernst Bloch: Geist der Utopie (1908), zit. Ausg. der 2. Fassung von 1923. Frankfurt am Main 1964; ders.: Das Prinzip Hoffnung (1938ff), zit. Ausg. Frankfurt am Main 1959. Vgl. außerdem Nicolai Hartmann: Möglichkeit und Wirklichkeit. Meisenheim 1938.
8Mannheim, Ideologie und Utopie, S. 169.
9Ebd. Zu den „anthropologischen Grundgesetzen“ („Das Gesetz des utopischen Standorts. Nichtigkeit und Transzendenz“) zählt Helmuth Plessner die Vielfalt von Möglichkeiten als das für den Menschen eigentümliche Charakteristikum.Vgl.: Die Stufen des Organischen und der Mensch. Einleitung in die philosophische Anthropologie. Berlin. New York 31975, S. 346. Vgl. auch Erik Zyber: Homo Utopicus. Würzburg 2007; zum Staatsverständnis in klassischen Utopien vgl. Idealstaat oder Gedankenexperiment. Hrsg. von Thomas Schölderle. Baden-Baden 2014.
10Martin Seel: Zukunft denken. Nach den Utopien. In: MERKUR-Sonderheft Jg. 5 (2001), S. 747– 755; hier S. 747 und S. 753.
11Vgl. Dirk Baecker: Studien zur nächsten Gesellschaft. Frankfurt am Main 2007. Der Gegenwart, so Baecker, fehle es an einer „übergreifende[n] Ordnung und […] an jedem Gesamtsinn“ (ebd. S. 9).
12Reinhart Koselleck: Art. „Geschichte, Historie“. In: Geschichtliche Grundbegriffe. Historisches Lexikon zur politisch-sozialen Sprache in Deutschland. Bd. II, S. 593–717; hier S. 703.
13Niklas Luhmann: Die Beschreibung der Zukunft. In: ders.: Beobachtungen der Moderne. Opladen 1992, S. 129–147; hier S. 136.
14Ebd., S. 130.
15Vgl. ebd.
16Vgl. dazu: Inge Münz-Koenen: Kommunikationsform Utopie. In: Kommunikationsformen als Lebensformen. Hrsg. von K. Ludwig Pfeiffer, Michael Walter. München 1990, S. 261–289. Zur utopischen Methode vgl. Raymond Ruyer: L’ Utopie et les Utopies. Paris 1950; Ludwig Stockinger: Ficta Respublica. Gattungsgeschichtliche Untersuchungen zur utopischen Erzählung in der deutschen Literatur des frühen 18. Jahrhunderts. Tübingen 1981. Zur Begriffsgeschichte: Lucian Hölscher: Art. „Utopie“. In: Geschichtliche Grundbegriffe, Bd. VI, S. 733–780; zusammenfassend: Wilhelm Voßkamp: Art. „Utopie“. In: Handbuch der literarischen Gattungen. Hrsg. von Dieter Lamping. Stuttgart 2009, S. 740–750.
17Norbert Elias: Thomas Morus’ Staatskritik. In: Utopieforschung. Interdisziplinäre Studien zur neuzeitlichen Utopie. Hrsg. von Wilhelm Voßkamp. Bd. 2. Stuttgart 1982, S. 101–150. Thomas Schölderle (Utopia und Utopie. Thomas Morus, die Geschichte der Utopie und die Kontroverse um ihren Begriff. Baden-Baden 2011) rückt Morus ins Zentrum seiner rezeptionsorientierten Geschichte und betont insgesamt die sozialkritischen Möglichkeiten von Utopien, ohne ihren fiktionalen Status genauer zu berücksichtigen. Götz Müller (Gegenwelten. Die Utopie in der deutschen Literatur. Stuttgart 1989) konzentriert sich ausschließlich auf deutsche Texte mit dem Nachteil, die zentrale Rolle der Utopia damit auszuklammern.
18Kurt-Victor Selge: Endzeitangst und Kirchenreform im Mittelalter: Joachim von Fiore. In: Kassandra die Ahnungsvolle. Propheten des Endes – Propheten neuer Zeiten. Hrsg. von Gebhard Fürst. Stuttgart 2002, S. 28–48; hier S. 29. Zur Konzeption und Geschichte der Apokalypse in der Moderne vgl. Klaus Vondung: Die Apokalypse in Deutschland. München 1988; Wolfgang Braungart: Apokalypse und Utopie. In: Poesie der Apokalypse. Hrsg. von Gerhard R. Kaiser. Würzburg 1991, S. 63–102; Jürgen Brokoff: Die Apokalypse in der Weimarer Republik. München 2001; Utopie und Apokalypse in der Moderne. Hrsg.vonReto Sorg, Bodo Würffel. München 2010; Voßkamp: Utopie und Apokalypse. Zur Dialektik von Utopie und Utopiekritik in der literarischen Moderne. In: Die Gegenwart der Utopie. Zeitkritik und Denkwende. Hrsg.von Julian Nida-Rümelin, Klaus Kufeld. München 2011, S. 54–65....

Inhaltsverzeichnis

  1. Cover
  2. Titelseite
  3. Impressum
  4. Inhaltsverzeichnis
  5. I Poetik literarischer Utopien
  6. II Utopien von Morus bis Goethe
  7. III Utopien von Wieland bis Musil
  8. Publikationsnachweise früherer Textfassungen
  9. Literaturverzeichnis
  10. Abbildungsverzeichnis
  11. Fußnoten