Meniskus, Diskus, Bandscheiben, Labrum, Ligamente, Sehnen
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Meniskus, Diskus, Bandscheiben, Labrum, Ligamente, Sehnen

  1. 942 Seiten
  2. German
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Meniskus, Diskus, Bandscheiben, Labrum, Ligamente, Sehnen

Über dieses Buch

Dieses Fachbuch enthält die Grundlagen für die Erstellung von Kausalitätsgutachten auf dem Gebiet der Erkrankungen, Verletzungen und Überlastungsschäden am Bewegungsapparat.

Es erscheint in Form von zwei eigenständigen Bänden. Der erste Band umfasst die Bereiche Gelenkflächen, Osteonekrosen, Epiphysen, Impingement und Synovialis. Der zweite Band widmet sich den folgenden Inhalten: Meniskus, Diskus, Bandscheiben, Labrum, Ligamente sowie Sehnen.

Neu ist der interdisziplinäre Ansatz mit der Integration von Anatomie, Pathogenese, Histopathologie, Radiologie und Klinik. Besonderer Wert wird auf die Begründung und Definition von einheitlichen und gleichzeitig verständlichen Begriffen gelegt.

Häufig gestellte Fragen

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Information

1Kniegelenkmenisken

Die Geschichte der Meniskuschirurgie ist mittlerweile 150 Jahre alt und beginnt mit der Veröffentlichung von BRODHURST [66] über eine Meniskusresektion. Etwa 20 Jahre später wird bereits die Meniskusnaht genannt [23] und 25 Jahre danach entsteht die Diskussion, ob eine Resektion oder eine Totalentfernung des Meniskus vorgenommen werden soll [212], mit dem Ergebnis, dass die Resektion zu bevorzugen sei. Dann, 20 Jahre nach dieser Feststellung, wird das Meniskusregenerat definiert, dies als Folge einer Resektion oder auch Ganzentfernung des Meniskus [176, 290]. Diese Diskussion wird über etwa 40 Jahre geführt [425] und dann mehr oder weniger zu den Akten gelegt, obgleich diese Problematik immer wieder auftaucht. Eine ausführliche Arbeit über die Histopathologie der Meniskusregenerate stammt von SCHNEIDER [425]. Das Interesse bezüglich der Meniskusoperationen hat sich dann der Postmeniskektomiearthrose zugewandt, da nach der Komplettentfernung des Meniskus erhebliche Probleme auftreten [124]. Mit der Einführung der Arthroskopie durch BIRCHER [51] und TAKAGI [480] gelingt zunächst eine präzisere Kniegelenksdiagnostik mit der Folge der arthroskopischen Meniskusentfernung. Noch über 15 Jahre später wird die Auffassung vertreten, dass die wahre Behandlungsform die Meniskektomie darstellt [459], obwohl schon 1972 an die Meniskustransplantation gedacht wird, dies im Zusammenhang mit einer Teiltransplantation des Schienbeinkopfes [538]. Parallel zu den resezierenden Eingriffen am Meniskus entwickelt sich die Meniskusnaht [313] bis hin zum arthroskopisch kontrollierten Vorgehen [200]. Schließlich gelingt die Meniskustransplantation [315], die auch arthroskopisch durchgeführt werden kann, und man ist auf der Suche nach Meniskusersatzstoffen.
Abb. 1.1: Literaturangaben über die Arthrographie, Arthroskopie und Magnetresonanztomographie am Meniskus (nach PubMed).
Die Diagnostik des Meniskusschaden stützte sich zunächst nur auf die klinische Untersuchung unter Berücksichtigung der verschiedenen Meniskuszeichen, bis etwa 1950 die Arthrographie eingesetzt werden konnte, die jedoch bereits 1974 weitgehend durch die Arthroskopie abgelöstwurde, die die gleichzeitige Behandlungsmöglichkeit bot. Aber sowohl die Arthrographie als auch die Arthroskopie sind invasive Verfahren, und daher konnte 1984 die Magnetresonanztomographie das Mittel der Wahl zur Diagnostik der Meniskusproblematik werden (Abb. 1.1).
Aus der Literatur ist erkennbar, dass die Meniskusresektion sowie die Meniskektomie seit langem zu Streitdiskussionen führen. Die Meniskusnaht bzw. Repair, die Transplantation und auch der Meniskusersatz werden seit 1979 in Publikationen beschrieben (Abb. 1.2).
Abb. 1.2: Therapieverfahren am menschlichen Meniskus (nach PubMed).

1.1Nomenklatur und Anatomie

Die Kniegelenksmenisken liegen als semizirkuläre Faserknorpelscheiben zwischen Femurkondylen und Tibiaplateau. Deren Form und Ausmaß sind der Körperstruktur angepasst [472]. Zum Ausgleich der Inkongruenz der ungleichen Gelenkpartner vertiefen sie die Gelenkfläche der Schienbeinköpfe zur Aufnahme der Femurrollen. Die Oberfläche der Menisken ist demnach konkav, die Unterfläche je nach Ausformung der Schienbeinkopf-Gelenkfläche eben oder leicht konvex. Der Innenmeniskus ist in der Sagittalrichtung längsoval semizirkulär, etwa 5 bis 6 cm lang, das Vorderhorn ist deutlich schmaler als das breit ausladende Hinterhorn. Der Außenmeniskus ist annähernd rund und bedeckt eine größere Fläche des Schienbeinkopfes als der Innenmeniskus. Vorder- und Hinterhorn sind annähernd gleich groß. Im Querschnitt zeigen sich beide Menisken keilförmig, mit der Basis nach außen und einem spitz zulaufenden inneren Rand. Die Randhöhe beträgt zwischen 3 und 5 mm. Mit derumgebenden Gelenkkapsel und den Bandstrukturen des Kniegelenkes sind die Menisken vielfältig verbunden.
Während die Anatomie der Kreuzbandinsertionen am Schienbeinkopf genau bekannt sein soll [25, 26, 151, 349], und dies, obwohl auch heute noch erheblich über diese Ansatzpunkte diskutiert wird, scheint die Anatomie der Ansatzpunkte der Menisken am Schienbeinkopf in den Hintergrund getreten zu sein [27, 170, 190, 221]. Erst mit der Möglichkeit der Meniskustransplantation gewannen die Meniskusansatzpunkte am Schienbeinkopf Bedeutung [240]. Es handelt sich bei diesen Ansatzpunkten um einen Meniskus-Band-Knochen-Komplex, der bezüglich des Insertionsligaments am Außenmeniskusvorderhorn und am Innenmeniskushinterhorn eine zylindrische Form zeigt, das vordere Ansatzband des Innenmeniskus und das hintere Ansatzband des Außenmeniskus sind flach und fächerförmig [240]. Von Bedeutung für die Ansatzstabilität ist der Meniskus-Band-Knochen-Übergang (Abb. 1.3), da sich die randständigen Meniskusfasern entlang der Ansatzfläche in das Insertionsligament über den Faserknorpel fortsetzen [461] und somit eine stabile Verankerung über Sharpey’sche Fasern in den Knochen zu erwarten ist, dies ist demzufolge mit dem Sehnenansatz vergleichbar [2, 116].
Abb. 1.3: Meniskus-Band-Knochen-Komplex der Meniskusansätze.
Neben den Zugkräften entstehen aber auch Druckkräfte, z. B. beim Verlust des vorderen Kreuzbandes auf das Innenmeniskushinterhorn [296]. Welchen Einfluss nun die Rückneigung des Schienbeinkopfes oder auch Unfallmechanismen auf die meniskotibialen Bänder haben, ist noch weitgehend ungeklärt [440, 268]. Es sei aber ausdrücklich darauf hingewiesen, dass der Meniskusansatz am Knochen als Enthesis [310, 217] beschrieben ist. Die Menisken liegen auf dem Schienbeinkopfplateau und sind auch da anterior und posterior ossär fixiert. Die weiteren Fixationen erfolgen ligamentär. Der Schienbeinkopf zeigt zwei Gelenkflächen, die sich gegen die Mitte hin erheben, dies zu den Zwischenknorrenhöckern (Eminentia intercondylica), dadurch „erscheinen“ die Gelenkflächen konkav [130]. Bei der Eminentia intercondylica handelt es sich um zwei etwa 1 cm hohe Knochenzapfen, die um 2 cm näher dem hinteren Tibiarand als dem vorderen sind. Vorund hinter dieser Knochenerhebung finden sich dreieckförmige raue Felder, die etwa sanduhrförmig am Schienbeinkopf angelegt sind. Die Eminentia intercondylica zeigt ein laterales und ein mediales Tuberculum intercondylare, das nicht als Ansatzstelle für die Kreuzbänder gedacht ist, sondern als Führungsschiene für die Oberschenkelrollen fungiert. Neben den beiden Tuberkeln der Eminentia intercondylica zeigt sich an der Ansatzstelle des vorderen Kreuzbandes ein Tuberculum intercondylare tertium tibiae mit einer Häufigkeit von 3,0% bis 45,0% [393, 198]. Des Weiteren wird ein Tuberculum intercondylare quartum tibiae mit einer Häufigkeit von 1,1% an der Ansatzstelle des hinteren Kreuzbandes nachgewiesen [515], und beide Tubercula kommen in einer Häufigkeit von 0,5% vor [393]. Das Tuberculum intercondylare tertium wird auch als Parson’s-Tuberkel bezeichnet [361, 525]. Das Tuberculum intercondylare tertium liegt etwa 2 cm vor dem medialen und lateralen Tuberkel in der vorderen Schienbeinkopfrauigkeit, dieses Parson’s-Tuberkel korreliert mit dem anterioren Ansatz des Innenmeniskus und/oder des vorderen Kreuzbandes. Für den klinischen Gebrauch wird das Innenmeniskusvorderhorn in der anterioren Fossa intercondylica vor dem Ansatz des vorderen Kreuzbandes definiert, das Hinterhorn des Innenmeniskus ist fest in...

Inhaltsverzeichnis

  1. Cover
  2. Titelseite
  3. Impressum
  4. Geleitwort Orthopädie und Unfallchirurgie
  5. Geleitwort Pathologie
  6. Vorwort
  7. Schadenbeurteilung am Bewegungssystem
  8. Inhalt
  9. Autoren- und Beiträgerverzeichnis
  10. Abkürzungsverzeichnis
  11. 1 Kniegelenkmenisken
  12. 2 Diskus Handgelenk
  13. 3 Bandscheiben
  14. 4 Gelenklippen
  15. 5 Kreuzbänder
  16. 6 Interkarpale Bänder
  17. 7 Oberes und unteres Sprunggelenk
  18. 8 Sehnen
  19. Stichwortverzeichnis
  20. Über die Autoren