Der Bildungsroman im literarischen Feld
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Der Bildungsroman im literarischen Feld

Neue Perspektiven auf eine Gattung

  1. 314 Seiten
  2. German
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Der Bildungsroman im literarischen Feld

Neue Perspektiven auf eine Gattung

Über dieses Buch

Wie lässt sich der Bildungsroman als Gattung fassen, ohne entweder seine Entstehung oder seine vielfältigen Wandlungen zu marginalisieren? Im vorliegenden Band können die in der Gattung verhandelten Relationen von Individuum, Gesellschaft, Bildung und Kunst bzw. Literatur mit einem feldtheoretisch modellierten Gattungsverständnis sowohl diachron als auch synchron verortet und analysiert werden. Gattungsgenese und -wandel werden dabei nicht einsträngig-linear entwickelt, sondern durch neun exemplarische Aufsätze spezifisch perspektiviert. Dabei werden die beteiligten Akteure und die der Gattung jeweils zugesprochene Wertigkeit systematisch verbunden, indem Publikation und Rezeption als strategische Positionierungen verstanden werden. Die Bildungsromane des 20. und 21. Jahrhunderts lassen sich dabei im gleichen Maße als aktiver Anschluss an eine Traditionslinie verstehen, wie sie auch Verschiebungen deutlich sichtbar machen.
Der Band ist für all diejenigen von Interesse, die sich für einen neuen sozialgeschichtlich-hermeneutischen Zugang zur Gattung des Bildungsroman interessieren und kanonische sowie bisher weniger bekannte Werke im Gattungszusammenhang kennenlernen wollen.

Häufig gestellte Fragen

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Information

Fußnoten

1Vgl. die kommentierte Bibliographie in der jüngsten Einführung in den Bildungsroman von Ortrud Gutjahr: Einführung in den Bildungsroman. Darmstadt 2007, S. 133–137.
2Vgl. York-Gothart Mix: Der Buchmarkt des 18. Jahrhunderts und Pierre Bourdieus Soziologie symbolischer Formen. In: Gutenberg-Jahrbuch 74 (1999), S. 318–327; Markus Joch et al. (Hg.): Mediale Erregungen? Autonomie und Aufmerksamkeit im Literatur- und Kulturbetrieb der Gegenwart.Tübingen 2009;York-Gothart Mix: „Sein Ruhm ist eine natürliche Tochter des Scandals.“ A.W. Schlegels Positionierung im literarischen Feld um 1800 (Bürger, Schiller, Voß). In: Der Europäer August Wilhelm Schlegel. Romantischer Kulturtransfer – romantische Wissenswelten. Hg. von York-Gothart Mix, Jochen Strobel. Berlin/New York 2010, S. 45–56; York-Gothart Mix: Bildung und Unterhaltung „als eines“ denken. Almanach-, Kalender- und Taschenbuchlektüre, habituelle Distinktion und das Spektrum literarischer Geselligkeit im literarischen Feld um 1800. In: Geselliges Vergnügen. Kulturelle Praktiken von Unterhaltung im langen 19. Jahrhundert. Hg. von Anna Ananieva, Dorothea Böck, Hedwig Pompe. Bielefeld 2011, S. 223–252; York-Gothart Mix, Carlos Spoerhase: Schöpferischer Wettbewerb? Ästhetische und kommerzielle Konkurrenz in den Wissenschaften. In: Das achtzehnte Jahrhundert 36,2 (2012), S. 179–189.
3Der vorliegende Band versammelt Beiträge einer Tagung, die vom 19. bis 21. April 2013 an der Universität Bayreuth stattgefunden hat.Wir danken der DFG, der Frauenförderung der Universität Bayreuth und der Bayerischen Akademie der Wissenschaften für die Unterstützung dieser Tagung und der Geschwister Boehringer-Ingelheim-Stiftung für einen Druckkostenzuschuss. Die hier in der Einleitung entwickelten Fragen und Aspekte wurden vonden Veranstalterinnen im Vorfeld der Tagung formuliert und mit Bezug auf Tagungsdiskussion wieder aufgegriffen und weiter entwickelt.
4Morettis Studie zur Jugend im Bildungsroman setzt Wilhelm Meisters Lehrjahre an den Beginn des Bildungsromans ohne diese Behauptung argumentativ zu unterfüttern (Franco Moretti: The Way of the World. The Bildungsroman in European Culture. London 1987).
5Vgl. Jürgen Jacobs: Bildungsroman. In: Reallexikon der Deutschen Literaturwissenschaft. (Bd. 1). Hg. von Klaus Weimar. New York 1997, S. 230–233, hier S. 230.
6Vgl. z. B. Lothar Köhn: Entwicklungs- und Bildungsroman. Ein Forschungsbericht; mit einem Nachtrag. Stuttgart 1969; Jürgen Jacobs, Markus Krause: Der deutsche Bildungsroman. Gattungsgeschichte vom 18. bis zum 20. Jahrhundert. München 1989; Gerhart Mayer: Der deutsche Bildungsroman. Stuttgart 1992;Vgl. auch Selbmann, der im 18. Jahrhundert eine Entwicklung der Bildungsidee im Roman teleologisch nachzeichnet: „Wielands Geschichte des Agathon spitzt den Lebenslauf seines Helden durch den programmatischen Zugriff auf den Bildungsgedanken zu und erreicht damit den Bildungsroman“ (Rolf Selbmann: Der deutsche Bildungsroman. Stuttgart 1984, S. 42–52; jüngst wieder Gutjahr: Einführung).
7Vgl. z. B. Giovanna Summerfield, Lisa Downward: New Perspectives on the European Bildungsroman. London 2010; Heinz Hillmann, Peter Hühn: Der europäische Entwicklungsroman in Europa und Übersee. Literarische Lebensentwürfe der Neuzeit. Darmstadt 2001, S. 15–108.
8Anja May: Wilhelm Meisters Schwestern. Bildungsromane von Frauen im ausgehenden 18. Jahrhundert: Geschichte des Fräuleins von Sternheim und Julchen Grünthal. Königstein/Taunus 2006; Gutjahr: Einführung, S. 62–69.
9Vgl. etwa Norbert Christian Wolf: Streitbare Ästhetik. Tübingen 2001; Norbert Christian Wolf: Gegen den Markt. Goethes Etablierung der ‚doppelten Ökonomie‘. In: Markt. Literarisch. Hg. von Thomas Wegmann. Bern 2005, S. 59–74; in Ansätzen schon bei Pierre Bourdieu: Künstlerische Konzeption und intellektuelles Kräftefeld. In: Pierre Bourdieu: Zur Soziologie der symbolischen Formen. Frankfurt a.M. 1974, S. 75–124. Dagegen Christine Magerski, die die Entstehung des literarischen Feldes in Deutschland nach 1871 untersucht, diesen Beginn jedoch deshalb wählt, weil sie die Anfänge des – ihrer Meinung nach für die Autonomie des Feldes zentralen Konzepts des – modernen Intellektuellen erst dort sieht (Christine Magerski: Die Konstituierung des literarischen Feldes in Deutschlandnach 1871. Berliner Moderne, Literaturkritik und die Anfänge der Literatursoziologie. Tübingen 2004). Bourdieu hat seine Theorie am französischen literarischen Feld in der zweiten Hälftedes 19. Jahrhunderts entwickelt. Das deutsche literarische Feldum1800 kann zwar noch nicht als ‚vollständig entfaltet‘ bezeichnet werden, insbesondere was die institutionellen Gegebenheiten wie Urheberrecht, Pressefreiheit und die Entwicklung von Konsekrationsinstanzen (Universitäten, Akademien, Schulen etc.) betrifft; es weist allerdings bereits zu diesem Zeitpunkt – deutlich früher als sein französisches Pendant – eine klar erkennbare Ausdiffer...

Inhaltsverzeichnis

  1. Cover
  2. Titelseite
  3. Impressum
  4. Inhalt
  5. Einleitung
  6. Wielands Geschichte des Agathon oder Wilhelm Meisters Lehrjahre
  7. „Göthe wird und muß übertroffen werden“
  8. Pustkuchens Pseudo-Wanderjahre in der Feldgeschichte des Bildungsromans
  9. Positionierung ex post
  10. Die Poesie des Prosaischen
  11. Zwischen Bildungsroman und Liebesroman
  12. Variation und Negation des Bildungsromans in den 1920er Jahren
  13. Uwe Tellkamps Der Turm als Bildungsroman im literarischen Feld der Gegenwartsliteratur
  14. Was heißt Bildung des Individuums?
  15. Beiträgerinnen und Beiträger
  16. Personenregister
  17. Fußnoten