Die alltägliche Romantik
eBook - ePub

Die alltägliche Romantik

Gewöhnliches und Phantastisches, Lebenswelt und Kunst

  1. 336 Seiten
  2. German
  3. ePUB (handyfreundlich)
  4. Über iOS und Android verfügbar
eBook - ePub

Die alltägliche Romantik

Gewöhnliches und Phantastisches, Lebenswelt und Kunst

Über dieses Buch

Die Rolle des Alltags für die Kunst und in der Kunst erlaubt einen neuen Blick auf die angebliche Bekämpfung der Banalisierung der Kunst in der Romantik. Alltag und Kunst stehen sich nach Pierre Bourdieu gegenüber wie das Heilige dem Profanen. - Im vorliegenden Band werden Lebenswelt und Kunst, Handwerk und Geselligkeit, Briefe und Kriegsalltag, Krankheit und Essen aus verschiedenen Perspektiven als Themen von Literatur und Kunst wie als Realität des Alltags diskutiert. Dabei spielt auch das komplexe Dilemma zwischen dem Autor als Alltagsmenschen und seiner (Selbst-)Stilisierung eine Rolle. Kaum hatte die Aufklärung den bürgerlichen Alltag nobilitiert und dem Dichter dort eine Funktion zugewiesen, da wird die Kunst für autonom erklärt. Theodor in E.T.A. Hoffmanns Serapionsbrüdern zieht für den Widerstreit zwischen Alltäglichkeit und überirdischer Kunst ein Fazit für die Musik: "Es ist aber das Erbteil von uns Schwachen, daß wir, an der Erdscholle klebend, so gern das Überirdische hinabziehen wollen in die irdische ärmliche Beengtheit."

375,005 Studierende vertrauen auf uns

Zugang zu über 1 Million Titeln zu einem fairen monatlichen Preis.

Mit unseren Lerntools kannst du noch effizienter lernen.

Information

Jahr
2016
eBook-ISBN:
9783110456172

Fußnoten

1 Fontane: Effi Briest – Sämtliche Werke, Abt. I, Bd. 4, S. 285.
2Fontane: Irrungen, Wirrungen – ebenda, Bd. 2, S. 404.
3 Bourdieu: Zur Soziologie der symbolischen Formen, S. 159–201: V. Elemente zu einer Soziologie der Kunstwahrnehmung, hier S. 199.
4 Goethe: Werke (Weimarer Ausgabe), I. Abth., Bd. 42,2, S. 126.
5 Schlegel: Spruch – Kritische Friedrich-Schlegel-Ausgabe, Bd. 5, S. 164.
6 Novalis: Blüthenstaub (77.) – Schriften, Bd. 2, S. 447.
7 Arnim: Armut, Reichtum, Schuld und Buße der Gräfin Dolores – Werke in sechs Bänden,Bd. 1, S. 635.
8 Ebenda, Bd. 1, S. 210.
9 Ebenda, Bd. 2, S. 441 (71.).
10 Eichendorff: Tröst-Einsamkeit <Vorwort> – Werke in sechs Bänden, Bd. 5, S. 381.
11 Hoffmann: Die Fermate (Serapionsbrüder) – Werke in sechs Bänden, Bd. 4, S. 91–92.
12 Irmgard Egger (1953–2015) starb überraschend am 30. Jänner 2015; die Internationale Arnim-Gesellschaft wird der liebenswerten und klugen Kollegin ein ehrendes Andenken bewahren.
13 Bubner: Hegel und Goethe, S. 9.
14 Das hartnäckige Vorurteil, Hegel habe sich für die anschauliche Seite der Kunst nicht inter essiert, sondern nur für deren Gehalt, muss schon angesichts des quantitativen Befundes in Zweifel gezogen werden: Eine elektronische Suche im Korpus von Hegels Vorlesungen zur Ästhetik ergibt eine dreistellige Anzahl an Treffern für ›Anschauung‹, ›anschaulich‹ etc. Für diesen Hinweis danke ich Jan-Christoph Meister (Hamburg).
15 Vgl. Bubner: Hegel und Goethe, S. 14.
16 Ebenda, S. 16.
17 Vgl. ebenda, S. 18.
18 Ebenda, S. 44.
19 Ebenda, S. 50.
20 Vgl. Bubner: Mutmaßliche Umstellungen im Verhältnis von Leben und Kunst. – In: Bubner: Ästhetische Erfahrung, S. 121–142; vgl. Bubner: Ästhetisierung der Lebenswelt – ebenda, S. 143–156.
21 Danto: The philosophical disenfranchisement of art.
22 Vgl. Gethmann-Siefert: Einführung in Hegels Ästhetik.
23 Geulen: Das Ende der Kunst, S. 10.
24 Ebenda, S. 29.
25 Hegel: Werke, Bd. 10, S. 369 (Hervorhebungen hier und im Folgenden stets im Original).
26 Ebenda, Bd. 13, S. 46.
27 Ebenda, S. 95.
28 Ebenda, Bd. 14, S. 231.
29 Ebenda, S. 234–235.
30 Ebenda, S. 236.
31 Ebenda, S. 237–239.
32 Ebenda, Bd. 7, S. 28.
33 Hoffmeister (Hrsg.): Briefe von und an Hegel, Bd. 2, S. 249. Vgl. Goethe: Werke (Weimarer Ausgabe), Abt. II, Bd. 5.1, S. 373.
34 Hoffmeister (Hrsg.): Briefe von und an Hegel, Bd. 2, S. 250. Vgl. Goethe: Werke (Weimarer Ausgabe), Abt. II, Bd. 5.1, S. 374.
35 Hegel: Werke, Bd. 3, S. 22.
36 Vgl. dazu ausführlicher Hamacher: Grau und Braun. – In: Walter Pape (Hrsg.): Die Farben der Romantik, S. 73–80.
37 Hoffmeister (Hrsg.): Briefe von und an Hegel, Bd. 2, S. 475.
38 Ebenda, S. 275–276.
39 Ebenda, S. 342.
40 Ebenda, Bd. 3, S. 83.
41 Auch von Seiten der philosophischen Hegel-Forschung hat etwa Dieter Wandschneider »[m]it Hegel gegen Hegel« auf die fortdauernde Bedeutung der Kunst hingewiesen, die auch nach Hegel »eine Dimension eigener Dignität, irreduzibel auf Kultus und Theorie«, bilde: Wand schneider: Das Geistige und das Sinnliche in der Kunst, S. 127.
42 Vgl. Hegel: Werke, Bd. 3, S. 348.
43 Vgl. ebenda, S. 337–338.
44 Derrida: Glas, S. 184.
45 Hegel: Werke, Bd. 3, S. 591.
46 Börnchen: Pyramiden im pazifischen Zwielicht, S. 99.
47 Ebenda, S. 100.
48 Hegel: Werke, Bd. 3, S. 590.
49 Ebenda, S. 591.
50 Ebenda, Bd. 5, S. 93.
51 Ebenda, S. 20–21.
52 Vgl. z. B. Ansel: Prutz, Hettner und Haym.
53 Busse: Begriffsgeschichte oder Diskursgeschichte?, S. 17.
54 Ebenda, S. 18.
55 Hegel: Vorlesungen über die Ästhetik II – Werke in zwanzig Bänden, Bd. 14, S. 220. »Auflö sung der romantischen Kunstform« ist eine Formulierung die höchstwahrscheinlich von Hein rich Gustav Hotho aus den 1830er Jahren stammt. Sie findet sich jedenfalls nicht in den von mir herangezogenen Vorlesungsmitschriften der 1820er Jahre (1820/21, 1826), auch nicht in denen Hothos (1823). Gleichwohl lassen sich die Diagnosen vom Ende der romantischen Kunstform in den Mitschriften komplementär zu dem in Hothos Kompilation gebotenen Ende der Romantik als Kunstform lesen und nicht als Gegensatz. Insofern geht es im Folgenden auch nicht darum, den ›echten Hegel‹ der Vorlesungsmitschriften vom ›falschen Hegel‹ der Ästhetik Hothos zu trennen, wie es innerhalb der Hegel-Forschung üblich ist. Vgl. zu einer kritischen Diskussion von Hothos Anteil im Lichte der ›authentischen‹ Vorlesungsmitschriften Gethmann-Siefert: Ästhetik oder Philosophie der Kunst – Die Nachschriften und Zeugni...

Inhaltsverzeichnis

  1. Cover
  2. Titelseite
  3. Impressum
  4. Inhalt
  5. Vorwort
  6. LEBENSWELT UND KUNST(PHILOSOPHIE)
  7. (KUNST) HANDWERK UND WISSEN
  8. BRIEF UND BUCH
  9. KRIEG UND ALLTAG
  10. DER ALTE UND DER NEUE ALLTAG: BLICK NACH AUSSEN, BLICK NACH INNEN
  11. Literaturverzeichnis
  12. Namenregister
  13. Verzeichnis der Beiträgerinnen und Beiträger
  14. Fußnoten

Häufig gestellte Fragen

Ja, du kannst dein Abo jederzeit über den Tab Abo in deinen Kontoeinstellungen auf der Perlego-Website kündigen. Dein Abo bleibt bis zum Ende deines aktuellen Abrechnungszeitraums aktiv. Erfahre, wie du dein Abo kündigen kannst
Nein, Bücher können nicht als externe Dateien, z. B. PDFs, zur Verwendung außerhalb von Perlego heruntergeladen werden. Du kannst jedoch Bücher in der Perlego-App herunterladen, um sie offline auf deinem Smartphone oder Tablet zu lesen. Erfahre, wie du Bücher herunterladen kannst, um sie offline zu lesen
Perlego bietet zwei Abopläne an: Elementar und Erweitert
  • Elementar ist ideal für Lernende und Profis, die sich mit einer Vielzahl von Themen beschäftigen möchten. Erhalte Zugang zur Basic-Bibliothek mit über 800.000 vertrauenswürdigen Titeln und Bestsellern in den Bereichen Wirtschaft, persönliche Weiterentwicklung und Geisteswissenschaften. Enthält unbegrenzte Lesezeit und die Standardstimme für die Funktion „Vorlesen“.
  • Pro: Perfekt für fortgeschrittene Lernende und Forscher, die einen vollständigen, uneingeschränkten Zugang benötigen. Schalte über 1,4 Millionen Bücher zu Hunderten von Themen frei, darunter akademische und hochspezialisierte Titel. Das Pro-Abo umfasst auch erweiterte Funktionen wie Premium-Vorlesen und den Recherche-Assistenten.
Beide Abopläne sind mit monatlichen, halbjährlichen oder jährlichen Abrechnungszyklen verfügbar.
Wir sind ein Online-Lehrbuch-Abo, bei dem du für weniger als den Preis eines einzelnen Buches pro Monat Zugang zu einer ganzen Online-Bibliothek erhältst. Mit über 1 Million Büchern zu über 990 verschiedenen Themen haben wir bestimmt alles, was du brauchst! Erfahre mehr über unsere Mission
Achte auf das Symbol zum Vorlesen bei deinem nächsten Buch, um zu sehen, ob du es dir auch anhören kannst. Bei diesem Tool wird dir Text laut vorgelesen, wobei der Text beim Vorlesen auch grafisch hervorgehoben wird. Du kannst das Vorlesen jederzeit anhalten, beschleunigen und verlangsamen. Erfahre mehr über die Funktion „Vorlesen“
Ja! Du kannst die Perlego-App sowohl auf iOS- als auch auf Android-Geräten nutzen, damit du jederzeit und überall lesen kannst – sogar offline. Perfekt für den Weg zur Arbeit oder wenn du unterwegs bist.
Bitte beachte, dass wir Geräte, auf denen die Betriebssysteme iOS 13 und Android 7 oder noch ältere Versionen ausgeführt werden, nicht unterstützen können. Mehr über die Verwendung der App erfahren
Ja, du hast Zugang zu Die alltägliche Romantik von Walter Pape im PDF- und/oder ePub-Format sowie zu anderen beliebten Büchern aus Literature & German Literary Criticism. Aus unserem Katalog stehen dir über 1 Million Bücher zur Verfügung.