Diversifizierung des Konzepts um 2000
  1. 302 Seiten
  2. German
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Über dieses Buch

Ist die ›Kunstreligion‹ am Ausgang des 20. Jahrhunderts - nach kritischer Philosophie und Dekonstruktion - überhaupt noch möglich? Inwiefern hat sich die offensichtliche ›Rückkehr des Religiösen‹ in den öffentlichen Diskurs auch literarisch ausgewirkt: in Romanen und Erzählungen Lyrik und Reisebeschreibungen ebenso wie in Feuilleton-Diskussionen, Opern und performances?
Im Anschluss an die beiden vorangegangenen Aufsatzbände zum Ursprung des Konzepts um 1800 und seiner Radikalisierung nach 1850 wird nun die Vielfalt kunstreligiöser Motive und Formen um 2000 anhand repräsentativer Werke dokumentiert. Unzweifelhaft klaffen Religion und Ästhetik zumeist auseinander und das Kunsterlebnis tritt an die Stelle religiöser Erfahrung, ohne dass das jeweilige Werk dabei notwendig sakralisiert würde.
Selbst in negativer Gestalt kommt überall die ungebrochene Virulenz des romantischen Programms zum Tragen, Kunst in der Erscheinungsweise von Religion zu praktizieren.

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Information

Jahr
2014
ISBN drucken
9783110371093
eBook-ISBN:
9783110392647

Autorinnen und Autoren

Prof. Dr. Bernd Auerochs, Christian-Albrechts-Universität zu Kiel

Dr. Giovanna Cordibella, Universität Bern

Prof. Dr. Alessandro Costazza, Università degli Studi di Milano

Katharina Derlin M.A., Christian-Albrechts-Universität zu Kiel

PD Dr. Christoph Deupmann, Universität Karlsruhe (TH)

Dr. Laure Gauthier, Université de Reims Champagne-Ardenne

Lore Knapp M.A., Freie Universität Berlin

Prof. Dr. Gérard Laudin, Université de Paris – Sorbonne

Prof. Dr. Albert Meier, Christian-Albrechts-Universität zu Kiel

Prof. Dr. Dirk Niefanger, Friedrich-Alexander-Universität Erlangen

Prof. Dr. Claus-Michael Ort, Christian-Albrechts-Universität zu Kiel

Dr. Maurizio Pirro, Università degli Studi di Bari

Dr. Marielle Silhouette, Université de Paris Ouest Nanterre La Défense

Dr. Kai Sina, Georg-August-Universität Göttingen

Dr. Gerald Stieg, Université de Paris – Sorbonne Nouvelle

Prof. Dr. Claudia Stockinger, Georg-August-Universität Göttingen
1
Seibt, Gustav: Das Papsttum. Das war die Gegenwart (17). Aufstieg und Fall des katholischen Eleganzphänomens; in: Süddeutsche Zeitung Nr. 88 vom 17./18. 04. 2010, S. V2/5. – Der vorliegende Beitrag dokumentiert den Stand der Diskussion zum Feuilletonkatholizismus bis April 2011; zwischenzeitlich ist eine Kurzfassung erschienen (Stockinger, Claudia: Feuilletonkatholizismus – ein Nachruf; in: Stimmen der Zeit 137 [2012], Bd. 230, H. 8, S. 551-559).
2
Vgl. Seibt, Gustav: Kontrast zur Wurschtigkeit. Die neue Großmacht Feuilletonkatholizismus. Gesendet in: NDR Kultur (Glaubenssachen), 27. 11. 2005, 08.40 Uhr.
3
Graf, Friedrich Wilhelm: Kampf um Aufmerksamkeit. Die Konkurrenz auf dem Markt der Religionen; in: Herder Korrespondenz Spezial (Oktober 2006): Renaissance der Religion. Mode oder Megathema?, S. 20-24, hier S. 22.
4
Seibt: Das Papsttum (Anm. 1).
5
Seibt: Das Papsttum (Anm. 1).
6
Vgl. Seibt: Das Papsttum (Anm. 1). – In seiner Biographie entwirft Roß zum hierzulande seinerzeit verbreiteten kritischen Papstbild ein positives Gegenbild, das aus dem Reaktionär einen Humanisten und aus dem Autokraten einen geschickten Medienstrategen macht. In einer großen biographischen Linie wird Wojtyłas Kampf zum einen gegen den Kommunismus, zum anderen gegen die Moderne auf das anthropologische Programm des ausgebildeten Philosophen bezogen und als in sich stimmiges Konzept plausibilisiert (Roß, Jan: Der Papst. Johannes Paul II. Drama und Geheimnis. Berlin 2000).
7
Habermas, Jürgen: Glaube, Wissen – Öffnung. Zum Friedenspreis des deutschen Buchhandels. Eine Dankrede (http://www.sueddeutsche.de/aktuell/sz/artikel86740.php; letzter Zugriff: 15. 10. 2013).
8
Joas, Hans: Braucht der Mensch Religion? Freiburg/Br. 2004, S. 123.
9
Habermas formulierte diese Diagnose unter dem Eindruck der Ereignisse von 9/11 in seiner Dankesrede zur Verleihung des Friedenspreises des deutschen Buchhandels 2001. Er legt es darin der von ihm so benannten ›säkularen Seite‹ nahe, sich »ein Gespür für die Artikulationskraft religiöser Sprachen« zu ›bewahren‹ (Habermas: Glaube, Wissen – Öffnung (Anm. 7)). Eine solche (zunehmende) Sensibilität lässt sich im Bereich der Gegenwartsliteratur in den Folgejahren durchaus beobachten.
10
Vgl. Nehring, Andreas/Valentin, Joachim (Hrsg.): Religious Turns – Turning Religions. Veränderte kulturelle Diskurse – neue religiöse Wissensformen. Stuttgart 2008.
11
Bradley, Arthur/Carruthers, Jo/Tate, Andrew: Introduction. Writing Post-Secularity; in: Spiritual Identities. Literature and the Post-Secular Imagination. Edited by Jo Carruthers und Andrew Tate. Oxford u. a. 2010, S. 1-8, hier S. 1.
12
Graf, Friedrich Wilhelm: Die Wiederkehr der Götter. Religion in der modernen Kultur (2003). München 2007, S. 73.
13
Vgl. Berger, Peter L.: The Desecularization of the World. A Global Overview; in: The Desecularization of the World. Resurgent Religion and World Politics. Edited by Peter L. Berger. Grand Rapids 1999, S. 1-18.
14
Löffler, Sigrid: Als man zum Kitsch noch Horreur sagte. Der aufhaltsame Aufstieg des Martin Mosebach zum Georg-Büchner-Preisträger 2007. Würdigung einer exemplarischen Karriere; in: Literaturen 10 (2007), S. 4-8, hier S. 5.
15
In einem vierten Schritt wären – etwa mit Andreas Maiers Frankfurter Poetik-Vorlesungen Ich (2006) und mit Thomas Hürlimanns Novelle Fräulein Stark (2001) – poetologische und poetische Beispiele für die Frage nach der Brauchbarkeit der von Seibt vorgeschlagenen Kategorie für die Analyse des Verhältnisses von Literatur und Religion nach 2000 zu diskutieren. Dies soll an anderer Stelle nachgeholt werden.
16
Schmidt, Thomas E.: Jesus und Amen; in: Die Zeit Nr. 13 vom 22. 03. 2007, S. 25.
17
Weber, Max: Wissenschaft als Beruf (1919). Nachwort von Friedrich Tenbruck. Stuttgart 2006, S. 43 und 41.
18
Stadler, Arnold: ›Tabus gibt es keine mehr, außer Gott‹; in: Literaturen 11 (2002), S. 24-27, hier S. 24.
19
Luhmann, Niklas: Die Religion der Gesellschaft. Herausgegeben von André Kieserling. Frankfurt/M. 2000, S. 136.
20
Vgl. Luhmann, Niklas: Funktion der Religion (1977). Frankfurt/M. 1982, S. 232-242. – In einer Formulierung des (nach eigener Auskunft ebenfalls ›religiös unmusikalischen‹) Jürgen Habermas: »Bisher mutet ja der liberale Staat nur den Gläubigen unter seinen Bürgern zu, ihre Identität gleichsam in öffentliche und private Anteile aufzuspalten« (Habermas: Glaube, Wissen – Öffnung (Anm. 7)).
21
Vgl. Anonym: Aufstieg der Optimisten; in: Cicero online vom 24. 04. 2007 (http://www.cicero.de/aufstieg-der-optimisten/37978; letzter Zugriff: 22. 11. 2013).
22
Schmidt: Jesus und Amen (Anm. 16), S. 25.
23
»[Z]u Religion und Christentum kann man als Intellektueller auch dann das Wort ergreifen, wenn man sich selbst als ›religiös unmusikalisch‹ erfährt. […] Die theoretisch anspruchsvolle Aufgabe, Religion zu deuten, setzt aber mehr als nur elementare Religionsbildung und religionsanalytische Unterscheidungsfähigkeit voraus. Gefordert ist auch die Kompetenz, soweit theoretisch überhaupt möglich, Binnenperspektiven religiösen Bewusstseins nachzuvollziehen« (Graf: Die Wiederkehr der Götter (Anm. 12), S. 17). – »Ein Leben mit und in Gott« gilt »im Land der lauen Geister immer noch als verhaltensauffällig«, so der religiöser Umtriebe unverdächtige Thomas E. Schmidt (Schmidt: Jesus und Amen (Anm. 16), S. 25).
24
Graf: Die Wiederkehr der Götter (Anm. 12), S. 53.
25
Vgl. Die Zeit Nr. 14 vom 31. 03....

Inhaltsverzeichnis

  1. Titel
  2. Impressum
  3. Inhaltsverzeichnis
  4. Vorwort
  5. »Es liegt also viel Romantik in der Luft« Der ›Feuilletonkatholizismus‹ und die Ästhetisierung der Religion nach 2000
  6. Das Heilige, die Kirche und ›quasi‹ das Jenseits Varianten des Totenkults in der Gegenwartsliteratur
  7. Kunstreligiöse Ansätze in einigen Romanen Martin Walsers
  8. Buchstabenfrömmigkeit Botho Strauß’ nachreligiöse Auratisierung der Schrift
  9. Selbstreflexive Rezeptionsästhetik und ›negative Kunstreligion‹ Zu Dame Gott von Paul Wühr
  10. Brüchige Apotheosen Neue Genies im deutschen postmodernen Roman
  11. Goa, Peshawar, Kyoto Christian Krachts Pilgerberichte ›am Ende des Jahrtausends‹
  12. »Ich bin nicht der offizielle Kirchenjesus« Formen von Kunstreligion bei Klaus Kinski
  13. »Quel mio pubblico martirio« Kunst, Religion und Autorschaft bei Pier Paolo Pasolini
  14. Der österreichische Katholik Hermann Nitsch
  15. Die blutige Taube Versuch über Patti Smith
  16. Einar Schleefs Poetik Droge Faust Parsifal (1997) oder Die Wiedergeburt der Tragödie aus dem Geiste der Musik
  17. Ästhetik der Transzendenz Christoph Schlingensiefs Parodie der Kunstreligion
  18. Anti-kunstreligiöse Züge in den Opern von Olga Neuwirth und Wolfgang Mitterer
  19. Personenregister
  20. Autorinnen und Autoren