Medienwechsel und Selbstreferenz
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Medienwechsel und Selbstreferenz

Christian Weise und die literarische Epistemologie des späten 17. Jahrhunderts

  1. 246 Seiten
  2. German
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  4. Über iOS und Android verfügbar
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Medienwechsel und Selbstreferenz

Christian Weise und die literarische Epistemologie des späten 17. Jahrhunderts

Über dieses Buch

Analysen der Feinstruktur von Schuldramen Christian Weises (1642-1708) und Johann Sebastian Mitternachts (1613-1679) sowie der gattungs- und affekttheoretischen Poetologie von Weise und anderen offenbaren nicht nur die Krise emblematischer Argumentationsfiguren sondern auch einer auf Ähnlichkeit und Zirkularität beruhenden Semantik insgesamt. Weises scharfsinnige Strategien, die paradoxe Selbstblockade dieser Semantik zu durchbrechen und Selbstreferenz auf Differenz umzustellen, prägen sowohl Einzeltexte wie das »Trauer-Spiel Von dem Neapolitanischen Haupt-Rebellen Masaniello« (1682) als auch die textübergreifende Kohärenz seiner Trilogien aus Bibeldrama, politischem Trauerspiel und Komödie. Darüber hinaus sieht sich Weise mit einem Wechsel vom Präsenzmedium Theater zum Absenzmedium des gedruckten Buches konfrontiert, den es literarisch zu verarbeiten und theoretisch zu reflektieren gilt. Damit gewinnt im Anschluß an diskursgeschichtliche und wissenssoziologische Thesen von M. Foucault und N. Luhmann eine semiotische und zugleich medienhistorische Problemkonstellation Kontur, die nicht nur das Schultheater im letzten Drittel des 17. Jahrhunderts auszeichnet: Auf welche Weise nämlich die didaktischen Wirkungsansprüche und rhetorischen Erkenntnismittel dramatischer Literatur zwischen Klugheit und Moral neu verhandelt werden, erweist sich als spezifisch für die Phase des Übergangs vom Barock zur Aufklärung.

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Information

Jahr
2012
ISBN drucken
9783484350939
eBook-ISBN:
9783110943771

Inhaltsverzeichnis

  1. 1. Vorbemerkung
  2. 2. »Hier hat ein kluger Platz zwey Spiegel auffgestellt«: ›Klugheit‹ als Beziehung von Selbst- und Fremdreferenz
  3. 3. Medienwechsel, Zeichenwechsel, Affektwechsel
  4. 4. »In der Freude selbst keine Freude empfinden«: Zur Logik literarischer Selbstreferenzunterbrechung
  5. 4.1. Von der ›similitudo‹ zur ›conclusio‹: Tautologie – Empirie – Erklärung
  6. 4.2. Rahmung und Verzeitlichung als semantische Strategien der Selbstreferenzunterbrechung: Zur zyklischen Kohärenz der Dramentrilogie in Christian Weisens Zittauischem Theatrum [...] (1683)
  7. 4.3. »Was etlicher massen verdecket wird / das wird nicht alsofort gäntzlich abgethan«: Hierarchisierung und Temporalisierung semiotischer Beziehungen
  8. Literaturverzeichnis
  9. Personenregister