"Pensionopolis", "Weltkurstadt", nennt sich Wiesbaden in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts voller Selbstbewußtsein und frei von jeder Bescheidenheit. Der steile Aufstieg der kleinen Landstadt mit kaum mehr als 2000 Einwohnern zu einer Großstadt innerhalb eines Jahrhunderts ist sicher eine Erfolgsgeschichte sui generis. In Wiesbaden wurde das Geld verzehrt, das anderswo verdient oder ererbt worden war. Hier wohnten reiche Rentiers und machten die Stadt zum "Pensionopolis" (Max Weber), erholten sich die Eliten aus ganz Europa im Sommer bei der Kur. Wer waren die Bürger dieser Stadt? In welchem Verhältnis standen die alte bürgerliche Führungsschicht, die verschiedenen Einwanderergruppen, die Staatsbeamten und die Offiziere zueinander? Die Frage nach den Trägern des Aufstiegs und jenen, die Widerstand gegen Modernisierung und Ausbau leisteten, steht im Mittelpunkt der Arbeit von Thomas Weichel. Für einen Zeitraum von 130 Jahren werden die innerstädtischen Konflikte beschrieben, von denen manche heute tragikomisch anmuten, den Zeitgenossen aber waren sie bitter ernst.

- 400 Seiten
- German
- PDF
- Über iOS und Android verfügbar
eBook - PDF
Über dieses Buch
375,005 Studierende vertrauen auf uns
Zugang zu über 1 Million Titeln zu einem fairen monatlichen Preis.
Mit unseren Lerntools kannst du noch effizienter lernen.
Information
Thema
GeschichteThema
WeltgeschichteInhaltsverzeichnis
- Einleitung
- a. Bürgertum in Wiesbaden
- b. Die bisherige Forschung
- c. Die Eingrenzung der Elite
- d. Die Grenzen des Ansatzes
- e. Besonderheiten der Quellen und der Auswertungsverfahren
- I. Bürgerbewußtsein und Hauptstadtfunktion 1.
- a. Stadtentwicklung und Landesherrschaft
- b. Die Verfassung der Stadt und die innerstädtischen Konflikte bis 1806
- c. Die Struktur der Wirtschaft und der Einwohnerschaft sowie die Verteilung des Besitzes in der Stadt
- d. Die Zusammensetzung des Rates 1790-1806
- e. Der Machtverlust des Stadtrates nach 1790
- 2. Der Verlust der alten Freiheiten und das Vordringen des Staates (1806-1815)
- a. Der Stadtrat und die Bürgerschaft in Abwehrhaltung
- b. Die Stadt am Scheideweg ihrer Entwicklung
- c. Die provisorische Ratsverfassung von 1814
- II. Die Neuformierung des städtischen Bürgertums (1816-1852)
- 1. Die Dominanz des Staates und das neue bürgerliche Selbstbewußtsein (1816-1830)
- a. Die Gemeindeverfassung von 1816 und der neue Stadtvorstand
- b. Der Aufbruch in die Moderne – Wirtschaft und wirtschaftliche Führungsschicht
- c. Der Gegensatz zwischen Beamten- und Bürgerschaft – Vereinsgründungen als ausgrenzendes Modell
- d. Die politische Elite und das Verhältnis zum Staat
- 2. Bürger oder Untertan? Wiesbaden im Vormärz (1831–1847)
- a. Die politische Offensive des Bürgertums 1831 – Domänenstreit und Polenbegeisterung
- b. Die politischen Gremien in der Stadt - Stadtvorstand und Stadtrat
- c. Auf dem Weg zur „Weltkur stadt” – Armut in einer reichen Stadt
- d. Die Opposition in der Mehrheit – Wiesbaden als der liberale Ort Nassaus
- 3. Die ungewollte Revolution und die Reaktion (1848–1852)
- a. Die öffentliche Sicherheit und ihr Komitee
- b. Die Reformgesetzgebung und die Wahlen
- c. Die Krise der Stadt und die Reaktion
- III. Zwischen politischer Opposition und wirtschaftlicher Prosperität
- 1. „Krähwinkel“ als Weltkurstadt (1853–1866)
- a. Der Aufstieg der Stadt und die neue alte Ordnung
- b. Neue Organisationen und neues Selbstbewußtsein
- c. Einig gegen die Regierung
- 2. Von der Residenz zur Fremdenstadt (1866–1890)
- a. Die Annexion und die Haltung des Bürgertums zur preußischen Herrschaft
- b. Die politische Spaltung des Bürgertums und der Gegensatz zwischen „Stadtbürgertum “ und Rentiers
- c. Die Trennung der städtischen Gesellschaft
- 3. Das wilhelminische Wiesbaden (1891–1914)
- a. Die städtische Gesellschaft
- b. Politik in der Stadt – vom Freisinn zum Nationalliberalismus
- c. Die Grenzen des Wachstums
- Zusammenfassung: 120 Jahre städtisches Bürgertum
- Anhang
- Ergänzende Tabellen
- Abkürzungsverzeichnis
- Quellen und Zeitungen
- Literaturverzeichnis
- Personenregister
- Orts- und Sachregister
Häufig gestellte Fragen
Ja, du kannst dein Abo jederzeit über den Tab Abo in deinen Kontoeinstellungen auf der Perlego-Website kündigen. Dein Abo bleibt bis zum Ende deines aktuellen Abrechnungszeitraums aktiv. Erfahre, wie du dein Abo kündigen kannst
Nein, Bücher können nicht als externe Dateien, z. B. PDFs, zur Verwendung außerhalb von Perlego heruntergeladen werden. Du kannst jedoch Bücher in der Perlego-App herunterladen, um sie offline auf deinem Smartphone oder Tablet zu lesen. Erfahre, wie du Bücher herunterladen kannst, um sie offline zu lesen
Perlego bietet zwei Abopläne an: Elementar und Erweitert
- Elementar ist ideal für Lernende und Profis, die sich mit einer Vielzahl von Themen beschäftigen möchten. Erhalte Zugang zur Basic-Bibliothek mit über 800.000 vertrauenswürdigen Titeln und Bestsellern in den Bereichen Wirtschaft, persönliche Weiterentwicklung und Geisteswissenschaften. Enthält unbegrenzte Lesezeit und die Standardstimme für die Funktion „Vorlesen“.
- Pro: Perfekt für fortgeschrittene Lernende und Forscher, die einen vollständigen, uneingeschränkten Zugang benötigen. Schalte über 1,4 Millionen Bücher zu Hunderten von Themen frei, darunter akademische und hochspezialisierte Titel. Das Pro-Abo umfasst auch erweiterte Funktionen wie Premium-Vorlesen und den Recherche-Assistenten.
Wir sind ein Online-Lehrbuch-Abo, bei dem du für weniger als den Preis eines einzelnen Buches pro Monat Zugang zu einer ganzen Online-Bibliothek erhältst. Mit über 1 Million Büchern zu über 990 verschiedenen Themen haben wir bestimmt alles, was du brauchst! Erfahre mehr über unsere Mission
Achte auf das Symbol zum Vorlesen bei deinem nächsten Buch, um zu sehen, ob du es dir auch anhören kannst. Bei diesem Tool wird dir Text laut vorgelesen, wobei der Text beim Vorlesen auch grafisch hervorgehoben wird. Du kannst das Vorlesen jederzeit anhalten, beschleunigen und verlangsamen. Erfahre mehr über die Funktion „Vorlesen“
Ja! Du kannst die Perlego-App sowohl auf iOS- als auch auf Android-Geräten nutzen, damit du jederzeit und überall lesen kannst – sogar offline. Perfekt für den Weg zur Arbeit oder wenn du unterwegs bist.
Bitte beachte, dass wir Geräte, auf denen die Betriebssysteme iOS 13 und Android 7 oder noch ältere Versionen ausgeführt werden, nicht unterstützen können. Mehr über die Verwendung der App erfahren
Bitte beachte, dass wir Geräte, auf denen die Betriebssysteme iOS 13 und Android 7 oder noch ältere Versionen ausgeführt werden, nicht unterstützen können. Mehr über die Verwendung der App erfahren
Ja, du hast Zugang zu Die Bürger von Wiesbaden von Thomas Weichel im PDF- und/oder ePub-Format sowie zu anderen beliebten Büchern aus Geschichte & Weltgeschichte. Aus unserem Katalog stehen dir über 1 Million Bücher zur Verfügung.