Prutz, Hettner und Haym
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Prutz, Hettner und Haym

Hegelianische Literaturgeschichtsschreibung zwischen spekulativer Kunstdeutung und philologischer Quellenkritik

  1. 346 Seiten
  2. German
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Prutz, Hettner und Haym

Hegelianische Literaturgeschichtsschreibung zwischen spekulativer Kunstdeutung und philologischer Quellenkritik

Über dieses Buch

Die bis heute nachwirkende Ausgrenzung der Hegelianer aus dem Kanon der Gründerväter der Germanistik übersieht, daß von Hegels Philosophie und ihren Derivaten wichtige Impulse für die Verwissenschaftlichung der Literaturgeschichtsschreibung ausgegangen sind. Die Arbeit entwickelt erste Anhaltspunkte für diese These mittels einer wissenschaftsgeschichtlichen Einschätzung der Deutschland-Schriften Heinrich Heines und deren Rezeption durch einen akademisch geschulten Kritikerkreis. Um die dabei gewonnenen Untersuchungsergebnisse auf eine breitere Materialbasis stellen zu können, porträtiert sie anschließend Robert Prutz (1816-1872), Hermann Hettner (1821-1882) und Rudolf Haym (1821-1901) mittels eines ihre familiäre sowie akademische Sozialisation, berufliche Entwicklung, Publikationspraxis und Forschungspräferenzen thematisierenden Generationsprofils als maßgeblich vom Hegelianismus geprägte Literaturhistoriker. Unter Einbeziehung einschlägiger Texte von Karl Rosenkranz und Friedrich Theodor Vischer thematisiert sie sodann die Hegel-Rezeption und die zeittypischen programmatischen Beiträge dieser Autoren zur Begründung einer anspruchsvollen Literaturgeschichtsschreibung und diskutiert die Leistungsfähigkeit ihrer Historiographie anhand der von ihnen vorgelegten, in Hayms »Romantische Schule« (1870) einmündenden Untersuchungen über die Romantik. Abschließend bilanziert sie den Professionalisierungsgrad der Wissenschaftspraxis von Prutz, Hettner und Haym und situiert sie in der Geschichte der Germanistik.

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Information

Jahr
2015
ISBN drucken
9783484350953
eBook-ISBN:
9783110925913

Inhaltsverzeichnis

  1. I. Einleitung
  2. Neuere Arbeiten zur Wissenschaftsgeschichte der Germanistik
  3. Zur vorliegenden Untersuchung
  4. Die Kapitelfolge
  5. II. Heines Deutschland-Schriften und ihre zeitgenössische wissenschaftliche Rezeption
  6. Das Projekt der nationalen Poesiegeschichtsschreibung
  7. Theorie
  8. ...und historiographische Praxis
  9. Abweichungen von genrebildenden Konventionen
  10. Hegelianische Einflüsse
  11. Die zeitgenössische wissenschaftliche Rezeption
  12. Heines Historiographie im wissenschaftsgeschichtlichen Kontext
  13. Hegels Philosophie und die Verwissenschaftlichung der Literaturgeschichtsschreibung
  14. III. Ein Generationsprofil
  15. Familiäre Sozialisation im Geist eines rationalistischen Protestantismus
  16. Schulzeit: Neuhumanistische und hegelianische Einflüsse
  17. Studien an Zentren des Hegelianismus
  18. Vergebliche Habilitationsversuche und das Scheitern einer Kunsthistorikerkarriere
  19. Die richtungweisende hegelianische Sozialisation und ihre Zeitgemäßheit
  20. Wissenschaftsgeschichtliche Konditionen
  21. Publikationsorte und -praxis bis 1848/49
  22. Die hegelianischen Zeitschriften im Kontext der Verwissenschaftlichung der Literaturgeschichtsschreibung
  23. Mehr oder minder erfolgreiche akademische Pläne
  24. Veröffentlichungen seit der Jahrhundertmitte
  25. Ideengeschichte des 18. Jahrhunderts in emanzipatorischer Absicht als Vorlesungs- und Forschungsschwerpunkt
  26. IV. Hegelianische Geschichtsphilosophie und Ästhetik als Grundlagen der Historiographie
  27. Vormärzliche Hegel-Rezeption
  28. Hegel-Zerrbilder
  29. Philosophischer Universalismus versus historisch-philologische Wissenschaften: Rosenkranz
  30. Geschichtsteleologie und Politik: Prutz und Haym
  31. Ästhetik und Literaturkritik: Vischer und Hettner
  32. Zwischenbilanz
  33. V. Vom literaturwissenschaftlich angewandten Hegelianismus zur Literaturgeschichtsschreibung
  34. Von der spekulativen Philosophie zur Psychologie und Historie
  35. Philologie...
  36. ...und Philosophie
  37. Philosophische Wissenschaft als methodisch geregeltes und sachadäquates Verfahren
  38. Die innere Geschichte des deutschen Volksgeistes
  39. Geschichtsdarstellung
  40. Die Historizität der Geistesgeschichte
  41. Geschichte als systematische Totalität
  42. VI. Die Auseinandersetzung mit der Romantik
  43. 1. Hegels Solger-Rezension (1828)
  44. Zwei erfolgreiche Axiome der Romantik-Kritik
  45. 2. Rosenkranz’ Tieck-Aufsatz (1838)
  46. Konstruktion
  47. Die Integration real- und literaturgeschichtlicher Daten
  48. Tieck und die Geschichte der romantischen Schule
  49. Systemzwang
  50. Hegels Axiome im Dienst eines literaturgeschichtlichen Erkenntnisinteresses
  51. Rosenkranz’ Aufsatz im Kontext der zeitgenössischen Auseinandersetzung mit der Romantik
  52. 3. Prutz’ Literatur-Vorlesungen (1847)
  53. Geschichtsphilosophische Situierung
  54. Die Romantiker als Goethe-Epigonen
  55. Die wichtigsten Romantiker
  56. Romantik und Politik zwischen den Befreiungskriegen und der Julirevolution
  57. Die letzten Ausläufer der Romantik
  58. Die Historizität der Romantik
  59. Geschichtsphilosophisch bedingte Mängel
  60. Prutz’ Bedeutung für die hegelianische Romantik-Historiographie
  61. 4. Hettners Romantik-Buch (1850)
  62. Der poetische Idealismus
  63. Charakteristika der Romantik
  64. Goethe und Schiller
  65. Der weitere Verlauf der Romantik
  66. Das Ende der Romantik
  67. Hettners literaturhistorische Kompetenz
  68. Der wissenschaftliche Kontext
  69. Hegelianische Historisierung der Romantik
  70. 5. Hayms Romantik-Monographie (1870)
  71. Bauplan und Erkenntnisinteresse
  72. Ludwig Tieck
  73. Tieck im Kontext der Romantiker
  74. Quellenreichtum und philologische Kompetenz
  75. Erkenntnisgewinn
  76. Die vier Komponenten der hegelianischen Romantik-Historiographie
  77. Noch einmal: Philologie und Philosophie
  78. VII. Prutz, Hettner und Haym im Kontext der Wissenschaftsgeschichte
  79. Grundzüge der modernen Wissenschaft
  80. Literaturgeschichtsschreibung als zeitgemäße Wissenschaft
  81. Gründe für das Scheitern der Literaturgeschichtsschreibung als akademische Disziplin
  82. Der Misserfolg der (hegelianischen) Literaturgeschichtsschreibung - eine richtige Weichenstellung?
  83. Literaturverzeichnis
  84. Bemerkungen zur Titelaufnahme, Zitierweise und Orthographie
  85. Abkürzungen
  86. Heinrich Heine
  87. Karl Rosenkranz
  88. Friedrich Theodor Vischer
  89. Robert Prutz
  90. Hermann Hettner
  91. Rudolf Haym
  92. Weitere (wissenschaftsgeschichtliche) Primärtexte
  93. Forschungsliteratur
  94. Personenregister