Skripta und Variation
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Skripta und Variation

Untersuchungen zur Negation und zur Substantivflexion in altfranzösischen Urkunden der Grafschaft Luxemburg (1237–1281)

  1. 324 Seiten
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Skripta und Variation

Untersuchungen zur Negation und zur Substantivflexion in altfranzösischen Urkunden der Grafschaft Luxemburg (1237–1281)

Über dieses Buch

Die Untersuchung bezieht zu zwei zentralen Streitpunkten der Skriptaforschung Stellung: zur Frage nach dem Verhältnis zwischen der geschrieben überlieferten und der lokal gesprochenen Sprache und zum methodologischen Zugang. Der Verfasser zieht aus der Betrachtung der skriptologischen Methodengeschichte den Schluß, daß die Kombinierung quantitativer und qualitativer Ansätze möglich und sinnvoll ist. Er schlägt deshalb eine untersuchungsperspektivische Erweiterung in Anlehnung an die Varietätenlinguistik vor. Der eigens entwickelte "historisch-varietätenlinguistische" Ansatz wird am Beispiel der altfranzösischen Negation und Substantivflexion in 179 luxemburgischen Originalurkunden umgesetzt. Zu den Belegen werden außer- und innersprachliche Informationen zusammengestellt (qualitativer Aspekt). Diese Daten werden so kategorisiert, daß sie statistisch ausgewertet werden können (quantitativer Aspekt). Es ergibt sich, daß die in den Texten nachgewiesene sprachliche Variation nicht allein mit geographischen, sondern auch mit soziokulturellen Faktoren korreliert. Dies hat nicht zuletzt Bedeutung für einen weiteren Aspekt der französischen Sprachgeschichte: Während bisher die Entstehung der neufranzösischen Standardsprache vornehmlich auf diatopischer Basis (Paris) diskutiert wurde, eröffnet der historisch-varietätenlinguistische Ansatz die Möglichkeit, auch die Rolle anderer diasystematischer Faktoren bei der Ausbildung eines sprachlichen Standards empirisch zu untersuchen.

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Information

Inhaltsverzeichnis

  1. Abkürzungen
  2. 1. Einleitung: Die Variation des Altfranzösischen und die Sprachgeschichtsschreibung
  3. 2. Am Kreuzungspunkt von Diachronie und Diatopie: die Skriptaforschung als eine Dialektologie überlieferter Texte
  4. 2.1. Von Dichtung und Urkunden: die Herausbildung eines Forschungsgegenstandes
  5. 2.2. «Skripta», nicht «Dialekt»: Louis Remacle und der Beitrag der Wallonistik
  6. 2.3. Anwendung, Weiterentwicklung, Kontroversen: Die Skriptaforschung etabliert sich
  7. 2.3.1. Carl Theodor Gossen
  8. 2.3.2. Louis Carolus-Barre und der diplomatische Aspekt
  9. 2.3.3. Die Straßburger Kolloquien
  10. 2.3.4. EDV, Strukturalismus und mehr: Hans Goebl und die siebziger bis achtziger Jahre
  11. 2.3.5. Anthonij Dees und die Amsterdamer Schule
  12. 2.3.6. Neuere Entwicklungen
  13. 2.4. Jenseits der Galloromania
  14. 2.4.1. Andere Nationalromanistiken
  15. 2.4.2. Neuere Ansätze in nichtromanistischen Philologien: Germanistik und Niederlandistik
  16. 2.5. Fazit
  17. 3. Zur Untersuchung der luxemburgischen Urkunden: materielle und methodische Grundlagen
  18. 3.1. Das Quellenmaterial
  19. 3.1.1. Volkssprachige Urkunden im Osten des französischen Sprachgebiets
  20. 3.1.2. Volkssprache und Verwaltung in der Grafschaft Luxemburg
  21. 3.1.3. Das Untersuchungskorpus: die Luxemburger Grafenurkunden (1237—1281)
  22. 3.2. Fragestellung und Methode
  23. 3.2.1. Skriptaforschung am Kreuzungspunkt von Philologie und Varietätenlinguistik
  24. 3.2.2. EDV-Einsatz
  25. 4. Die Negation in den Luxemburger Grafenurkunden
  26. 4.1. Die innersprachliche Ausgangssituation: vorkommende Negationstypen, ihre Beleghäufigkeiten und ihr außersprachlich beeinflußbarer Spielraum
  27. 4.1.1. Negationen ohne zusätzlichen semantischen Wert
  28. 4.1.2. Negationen mit zusätzlichem semantischen Aspekt
  29. 4.1.3. Zusammenfassung
  30. 4.2. Zur rechnergestützten Umsetzung der Analysen
  31. 4.3. Diachronische Variation
  32. 4.3.1. Überlegungen zur diachronischen Segmentierung 144
  33. 4.3.2 Diachronische Analyse 1: Zusatz semantisch neutraler Ergänzungen zur prädikatsbezogenen Verneinung
  34. 4.3.3. Diachronische Analyse 2: ne mie, ne pas, ne point und adverbiales ne nient
  35. 4.3.4. Diachronische Analyse 3: pronominales ne aucun, pronominales (ne) nun und pronominales (ne) nul
  36. 4.3.5. Diachronische Analyse 4: adjektivisches ne aucun und adjektivisches (ne) nul
  37. 4.3.6. Diachronische Analyse 5: ne rien und pronominales ne nient
  38. 4.3.7. Diachronische Analyse 6: ne mais, ne ...ja und ne jamais
  39. 4.3.8. Diachronische Analyse 7: Ergebnisse von AL(I)C- < ALĬQUIS + ŪNUS
  40. 4.3.9. Zusammenfassung
  41. 4.4. Diatopische Variation
  42. 4.4.1. Einige Anmerkungen zur Lokalisierung der Urkunden
  43. 4.4.2. Diatopische Analyse 1: Zusatz semantisch neutraler Ergänzungen zur prädikatsbezogenen Verneinung
  44. 4.4.3. Diatopische Analyse 2: ne mie, ne pas, ne point und adverbiales ne nient
  45. 4.4.4. Diatopische Analyse 3: pronominales ne aucun, pronominales (ne) nun und pronominales (ne) nul
  46. 4.4.5. Diatopische Analyse 4: adjektivisches ne aucun und adjektivisches (ne) nul
  47. 4.4.6. Diatopische Analyse 5: ne rien und pronominales ne nient
  48. 4.4.7. Diatopische Analyse 6: ne mais, ne ja und ne jamais
  49. 4.4.8. Diatopische Analyse 7: Ergebnisse von AL(I)C- < ALĬQUIS + ŪNUS
  50. 4.4.9. Zusammenfassung
  51. 4.5. Diastratische Variation
  52. 4.5.1. Überlegungen zur sozialen Stratifizierung der Urkunden
  53. 4.5.2. Diastratische Analyse 1: Zusatz semantisch neutraler Ergänzungen zur prädikatsbezogenen Verneinung
  54. 4.5.3. Diastratische Analyse 2: ne mie, ne pas, ne point und adverbiales ne nient
  55. 4.5.4. Diastratische Analyse 3: pronominales ne aucun, pronominales (ne) nun und pronominales (ne) nul
  56. 4.5.5. Diastratische Analyse 4: adjektivisches ne aucun und adjektivisches (ne) nul
  57. 4.5.6. Diastratische Analyse 5: ne rien und pronominales ne nient
  58. 4.5.7. Diastratische Analyse 6: ne mais, ne ja und ne jamais
  59. 4.5.8. Diastratische Analyse 7: Ergebnisse von AL(I)C- < ALĬQUIS + ŪNUS
  60. 4.5.9. Zusammenfassung
  61. 4.6. Idiolektale Variation
  62. 4.6.1. Zur Schreiberhandidentifizierung
  63. 4.6.2. Idiolektale Analyse 1: Zusatz semantisch neutraler Ergänzungen zur prädikatsbezogenen Verneinung
  64. 4.6.3. Idiolektale Analyse 2: ne mie, ne pas, ne point und adverbiales ne nient
  65. 4.6.4. Idiolektale Analyse 3: pronominales ne aucun, pronominales (ne) nun und pronominales (ne) nul
  66. 4.6.5. Idiolektale Analyse 4: adjektivisches ne aucun und adjektivisches (ne) nul
  67. 4.6.6. Idiolektale Analyse 5: ne rien und pronominales ne nient
  68. 4.6.7. Idiolektale Analyse 6: ne mais, ne ja und ne jamais
  69. 4.6.8. Idiolektale Analyse 7: Ergebnisse von AL(I)C- < ALĬQUIS + ŪNUS
  70. 4.6.9. Zusammenfassung
  71. 4.7. Zwischenbilanz 1
  72. 5. Die Flexion des Substantivs in den Luxemburger Grafenurkunden
  73. 5.1. Die innersprachliche Ausgangssituation: das altfranzösische Zweikasussystem und sein Vorkommen im Untersuchungskorpus
  74. 5.2. Zur rechnergestützten Umsetzung der Analysen
  75. 5.3. Diachronische Variation
  76. 5.4. Diatopische Variation
  77. 5.5. Diastratische Variation
  78. 5.6. Idiolektale Variation
  79. 5.7. Zwischenbilanz 2
  80. 6. Gesamtauswertung und Datensynopse
  81. 6.1. Gesamtauswertung und Ausblick
  82. 6.2. Strukturierte Datensynopse
  83. 7. Verzeichnis der zitierten Literatur
  84. 8. Abbildungen
  85. 9. Register
  86. 9.1. Sach-, Orts- und Personenregister
  87. 9.2. Autorenregister