Die Modalverben im Deutschen
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Die Modalverben im Deutschen

Grammatikalisierung und Polyfunktionalität

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Die Modalverben im Deutschen

Grammatikalisierung und Polyfunktionalität

Über dieses Buch

Die verschiedenen Funktionen der Modalverben dürfen, können, mögen, müssen, sollen und wollen werden im Rahmen der Grammatikalisierungstheorie untersucht, wobei sowohl das synchrone System als auch seine diachrone Entwicklung berücksichtigt werden. Im Zentrum des Interesses steht die im Laufe der Sprachgeschichte des Deutschen erfolgte Grammatikalisierung der Modalverben als Faktizitätsmarker, also zum Ausdruck einer sprecherbasierten Einschätzung der Faktizität des dargestellten Sachverhalts, wie in Sie muß zuhause gewesen sein. Der synchrone Teil der Arbeit gibt eine systematische Beschreibung der verschiedenen Gebrauchsweisen der Modalverben nach ihrem jeweiligen Grammatikalisierungsgrad. Der diachrone Teil zeichnet zum einen die semantische Entwicklung der weniger grammatikalisierten Gebrauchsweisen der Modalverben seit dem Althochdeutschen nach, zum anderen entwirft er ein Phasenmodell zum Ablauf der Entstehung der grammatikalisierten Varianten. Dieses Modell wird an jedem der sechs Modalverblexeme überprüft, und es wird ein einheitlicher Grammatikalisierungsweg für die Modalverben nachgewiesen. Die Ergebnisse werden durch die Auswertung von Textkorpora aus verschiedenen diachronen Stufen des Deutschen untermauert.

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Information

Jahr
2012
ISBN drucken
9783484312081
eBook-ISBN:
9783110945942

Inhaltsverzeichnis

  1. 1. Einleitung
  2. 1.1. Gegenstand
  3. 1.2. Datenbasis
  4. 1.3. Gliederung der Arbeit
  5. 2. Gebrauchsweisen und Grammatikalisierung
  6. 2.1. Nichtdeiktischer und deiktischer Gebrauch
  7. 2.2. Die verschiedenen Grammatikalisierungsgrade des nichtdeiktischen und deiktischen Gebrauchs
  8. 2.3. Gemeinsame semantische Basisstruktur (relationale Bedeutungsschablone)
  9. 2.4. Weitere Gebrauchsweisen und Übergänge
  10. 2.5. Kontexte und Mechanismen der (Re)Interpretation
  11. 2.6. Zusammenfassung
  12. 3. Interkategorialität
  13. 3.1. Kategorisierungsprobleme
  14. 3.2. Fragen der semantischen Beschreibung
  15. 3.3. Arten der Modalität
  16. 3.4. Zusammenfassung
  17. 4. Der nichtdeiktische (lexikalische) Gebrauch
  18. 4.1. Grundbegriffe und bisherige relationale Analysen der Modalverben
  19. 4.2. Relationale Konzepte und Szenenstruktur
  20. 4.3. Die relationale Struktur des nichtdeiktischen Gebrauchs
  21. 4.4 Zusammenfassung
  22. 5. Der deiktische (grammatische) Gebrauch der Modalverben und die Verbmodi
  23. 5.1. Deixis und grammatische Kategorien
  24. 5.2. Die Verbmodi als deiktische Kategorien
  25. 5.3. Die relationale Struktur der deiktisch gebrauchten Modalverben
  26. 5.4. Die Faktizitätswerte der einzelnen Deiktika
  27. 5.5. Der illokutionsbezogene Gebrauch des Konjunktivs I und einiger Modalverben
  28. 5.6. Zusammenfassung
  29. 6. Kontexte, Übergänge und Mechanismen der (Re)Interpretation
  30. 6.1. Kontextfaktoren und affine Lesarten
  31. 6.2. Lesartübergänge
  32. 6.3. Synchrone Affinitäten und diachrone Entwicklung
  33. 6.4. Zusammenfassung
  34. 7. Die diachrone Entwicklung des nichtdeiktischen Systems der Modalverben
  35. 7.1. Die Konstituierung des Systems der Modalverben
  36. 7.2. Präteritopräsentia und Modalverben
  37. 7.3. Mögen
  38. 7.4. Sollen
  39. 7.5. Wollen
  40. 7.6. Müssen
  41. 7.7. Können
  42. 7.8. Dürfen
  43. 7.9. Zusammenfassung
  44. 8. Die Entstehung des deiktischen Gebrauchs der Modalverben
  45. 8.1. Faktoren und Ablaufphasen der Grammatikalisierung der Modalverben
  46. 8.2. Mögen
  47. 8.3. Müssen
  48. 8.4. Dürfte
  49. 8.5. Können
  50. 8.6. Sollen
  51. 8.7. Wollen
  52. 8.8. Zusammenfassung
  53. 9. Schluß und Ausblick
  54. Literaturverzeichnis