Fremde und Feinde
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Fremde und Feinde

Phänomenologie des Heterogenen im Quebecer Roman

  1. 234 Seiten
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Phänomenologie des Heterogenen im Quebecer Roman

Über dieses Buch

Das Buch »Fremde und Feinde« erschließt ein bisher zu wenig beachtetes Terrain französischsprachiger Literatur: das der Prosa aus Quebec. Die Untersuchung setzt mit der so genannten Révolution tranquille (1960) an und stellt bedeutende Romane der folgenden drei Jahrzehnte vor. Im Mittelpunkt der Interpretationen, die den Hauptteil der Untersuchung darstellen, steht die Figur des "Fremden", dessen Erscheinen die moderne Quebecer Literatur besonders herausgefordert hat. Der Autor begegnet dieser Herausforderung mit einer phänomenologischen Methodik, die den "Fremden" als Unbekannten und Unzugänglichen zu denken versucht.

Die Literaturwissenschaft in Quebec hat diesem Phänomen des "Heterogenen" in zahlreichen Arbeiten Rechnung getragen. Die Ergebnisse dieser "Heterologie" werden für ein deutschsprachiges Publikum zusammengefaßt und um eine politisch-ideologische Kontextualisierung erweitert. Die Schnittstellen des literarischen und des ideologischen Diskurses ermöglichen eine Historisierung der Wahrnehmung des Heterogenen und erklären die unterschiedlichen Typus-Motive (insbesondere "Feind" und "Fremder"). Die Monographie entwickelt in Auseinandersetzung mit der französischen Literaturtheorie (Littérature engagée, Nouveau Roman, Tel Quel, Postmodernisme) eine Poetik des Heterogenen und faßt die theoretischen Überlegungen der Romanautoren zusammen. Vor diesem Hintergrund tritt eine Quebecer Literatur hervor, deren Besonderheit nicht ohne ihr spezielles Verhältnis zum Heterogenen zu erklären wäre.

Häufig gestellte Fragen

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Information

Inhaltsverzeichnis

  1. 1. Einleitung
  2. 1.1. Homogener Kulturraum und heterogener Sinn
  3. 1.2. Exkurs: Die Romane von Gérard Bessette
  4. 1.3. Die Begegnung mit dem Fremden
  5. 2. Phänomenologie des Heterogenen
  6. 2.1. Wahrnehmung und Phantasie
  7. 2.2. Die Erfahrung des Heterogenen
  8. 2.3. Phantasie und Heterogenität
  9. 2.4. Das literarische Medium
  10. 2.5. Fremde und Feinde
  11. 3. Ein literaturhistorischer Überblick
  12. 3.1. Der Neonationalismus der sechziger Jahre
  13. 3.2. Der Feminismus der siebziger Jahre
  14. 3.3. Der Diskurs des Heterogenen der achtziger Jahre
  15. 3.4. Zur Auswahl der Romane
  16. 4. Feinde
  17. 4.1. Jacques Renaud: Le Cassé
  18. 4.1.1. Das Insignium der Macht
  19. 4.1.2. Der Blick des Anderen
  20. 4.1.3. Ein Text ohne Plot
  21. 4.1.4. Der Mensch in der Revolte
  22. 4.1.5. Der existenzialistische Blick
  23. 4.2. Jacques Ferron: La Nuit (Les Confitures de coings)
  24. 4.2.1. Die andere Nacht
  25. 4.2.2. Das gewendete Objektiv
  26. 4.2.3. Die verkaufte Seele
  27. 4.2.4. Der Feind und der Fremde
  28. 4.2.5. Zusammenfassung
  29. 4.3. Hubert Aquin: Prochain épisode
  30. 4.3.1. . Das Scheitern der Originalität
  31. 4.3.2. Fiktion der Fiktion
  32. 4.3.3. Gute und schlechte Dialektik
  33. 4.3.4. Der imaginäre Strom
  34. 4.3.5. Quebec
  35. 5. Waffen
  36. 5.1. . Einleitung
  37. 5.2. Nicole Brossard: L’Amèr
  38. 5.2.1. Die Frau als Objekt
  39. 5.2.2. Der Blick des Mannes
  40. 5.2.3. Die Frau als Subjekt
  41. 5.2.4. Das Feminine
  42. 5.2.5. Sinn und Nicht-Sinn
  43. 5.2.6. Die Waffe
  44. 5.3. Zusammenfassung
  45. 6. Fremde
  46. 6.1. Michel Tremblay: Chroniques du Plateau Mont-Royal
  47. 6.1.1. Das Heterogene und das Imaginäre
  48. 6.1.2. Verrücktheit und Lüge
  49. 6.1.3. Ausflucht und Wahrheit
  50. 6.1.4. Karneval
  51. 6.1.5. Zusammenfassung
  52. 6.2. Jacques Poulin: Volkswagen Blues
  53. 6.2.1. Auf der Suche nach dem Bruder
  54. 6.2.2. Der Held und der Schriftsteller
  55. 6.2.3. Das Heterogene
  56. 6.2.4. Das Ende eines Traums
  57. 6.3. Jacques Godbout: Une Histoire américaine
  58. 6.3.1. Das Exil
  59. 6.3.2. L’époque péquiste
  60. 6.3.3. Der Wahn-Sinn der Literatur
  61. 6.3.4. Der heterogene Sinn
  62. 7. Versuch einer synthetisierenden Lektüre: (Post-) Kolonialistisches Schreiben und das Heterogene
  63. 7.1. Der politische Diskurs: Kolonialismus und Befreiung
  64. 7.1.1. Parti pris und die littérature engagée
  65. 7.1.2. Hubert Aquin und der Nouveau Roman
  66. 7.1.3. Nicole Brossard und der Telquelismus
  67. 7.1.4. Tremblay, Poulin und Godbout und die Postmoderne
  68. 7.2. Der literarische Diskurs: Poetik des Heterogenen
  69. 7.3. Zusammenfassung
  70. Bibliographie
  71. 1. Primärliteratur
  72. 2. Sekundärliteratur