Rechtschreiben, Recht sprechen, recht haben - der Diskurs über die Rechtschreibreform
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Rechtschreiben, Recht sprechen, recht haben - der Diskurs über die Rechtschreibreform

Eine linguistische Analyse des Streits in der Presse

  1. 359 Seiten
  2. German
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Rechtschreiben, Recht sprechen, recht haben - der Diskurs über die Rechtschreibreform

Eine linguistische Analyse des Streits in der Presse

Über dieses Buch

In diesem Buch wird die Geschichte des Diskurses über die Rechtschreibreform aus diskurslinguistischer Perspektive nachgezeichnet. Auf der Basis eines umfangreichen Korpus - mit 733 Zeitungsartikeln und über 300 000 Wörtern aus den Focus-, Spiegel- und SZ-Jahrgängen 1994 bis 1999 - konzentriert sich die Analyse auf die Selektivität und Emotionalität des Diskurses. Die Selektivität des Diskurses schlägt sich in einer Reihe von Beispielen wie dass, Stängel, Spagetti, Schifffahrt und Tollpatsch nieder, die u.a. aufgrund ihres häufigen Vorkommens als Schlüsselwörter des Diskurses angesehen werden können. Sie repräsentieren einerseits den Wissensausschnitt, der dem Diskurspublikum im Rahmen des diskursiven Wissenstransfers vermittelt wird. Andererseits zeichnet sich bereits die Emotionalität des Diskurses ab, wenn verschiedene Beispiele als Pars pro toto für die Rechtschreibreform verwendet werden, eine Bewertung zum Ausdruck bringen oder offensichtlich allein aus (ortho)graphischen Gründen in teilweise sehr bemüht formulierten Schlagzeilen vorkommen. Die Schlagzeilen des Diskurses sind geprägt von einem starken Emotionalisierungspotential mit einer eindeutig negativen Tendenz, die sich mit Schlüsselaussagen wie »Die Rechtschreibreform ist überflüssig wie ein Kropf«, »Der Diskurs über die Rechtschreibreform ist ein Glaubenskrieg« und »Die Akteure des Diskurses machen sich lächerlich und ignorieren die Meinung der Bevölkerung« paraphrasieren läßt.

Häufig gestellte Fragen

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Information

Jahr
2011
ISBN drucken
9783484312586
eBook-ISBN:
9783110913729

Inhaltsverzeichnis

  1. Vorwort
  2. 1 Einleitung
  3. 2 Theoretische und methodologische Vorüberlegungen
  4. 2.1 Der Diskursbegriff
  5. 2.2 Die spezifischen Fragestellungen zum Rechtschreibdiskurs
  6. 2.3 Zusammenfassung
  7. 3 Die institutionellen und historischen Hintergründe des Diskurses über die Rechtschreibreform
  8. 3.1 Die Chronik der diskursrelevanten Ereignisse
  9. 3.2 Die diachrone Entwicklung des Diskurses
  10. 3.3 Die Akteure des Diskurses über die Rechtschreibreform in den Pressetiteln
  11. 4 Empirische Analyse des öffentlichen Diskurses über die Rechtschreibreform
  12. 4.1 Schlüsselwörter des Diskurses: die Beispiele
  13. 4.2 Schlüsselaussagen des Diskurses: die Schlagzeilen
  14. 5 Rechtschreiben, Recht sprechen und Recht haben im Diskurs über die Rechtschreibreform
  15. 6 Literaturverzeichnis
  16. 6.1 Quellen des Pressekorpus und des Bezugsschemas
  17. 6.2 Sekundär- und Fachliteratur
  18. 7 Anhang
  19. 7.1 Vollständige Auflistung der Titelzeilen des Pressekorpus
  20. 7.2 Tabellarischer Vergleich der Types im Presseschema gesamt und im Bezugsschema
  21. 7.3 Vollständige tabellarische Auflistung aller Types inklusive der jeweiligen Tokenfrequenz in den verschiedenen Pressekorpora
  22. 7.4 Presse-Informationen des IDS zur Neuregelung, 9.11.1995
  23. 7.5 Presse-Informationen des IDS zur Neuregelung, 22.11.1995
  24. 7.6 Frankfurter Erklärung zur Rechtschreibreform
  25. 7.7 Presse-Informationen des IDS zur Neuregelung, 15.10.1996
  26. 7.8 Presse-Informationen des IDS zur Neuregelung, 14.08.1997
  27. 7.9 Presse-Informationen des IDS zur Neuregelung, 25.09.1997
  28. 8 Sachregister