
George Campbells Philosophie der Rhetorik
Zur Grundlegung rhetorischer Wirkungskraft in der >evidentia<
- 169 Seiten
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George Campbells Philosophie der Rhetorik
Zur Grundlegung rhetorischer Wirkungskraft in der >evidentia<
Über dieses Buch
Bei der vorliegenden Studie handelt es sich um eine vorwiegend historische und textimmanente Interpretation der 1776 erschienenen "Philosophy of Rhetoric" des Schotten George Campbell. Nachdem die bisherige Diskussion vor allem um eine philosophie- und rhetorikgeschichtliche Verortung des Buches bemüht war, nimmt sich diese Studie zum Ziel, den tragenden Grundgedanken des Werkes selbst freizulegen. Die Interpretation leitende These ist, daß es sich bei der "Philosophy of Rhetoric" um eine Begründung rhetorischer Wirkungskraft aus dem Geist des Empirismus handelt. Dabei wird der aus der empiristischen Philosophie David Humes stammende und für Campbell zentrale Begriff der vivacity im Rückgriff auf die antike Rhetoriktheorie als evidentia interpretiert. Die Rolle der evidentia für alle rhetorischen Wirkungsdimensionen wird in enger Anlehnung an den Text und in Auseinandersetzung mit den klassischen Rhetoriken von Aristoteles, Cicero und Quintilian gezeigt. Es zeigt sich, daß Campbell die empiristische Überzeugung vom Primat der Sinnlichkeit im Erkenntnisprozeß auf den rhetorischen Überzeugungsvorgang überträgt und die Wirkungskraft von Logos, Ethos, Pathos und Elocutio in einem anschaulichen Vor-Augen-Führen sieht.
Häufig gestellte Fragen
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Information
Inhaltsverzeichnis
- Vorwort
- 1. Die Studie und ihr Forschungsgegenstand
- 1.1. Ziel und Aufbau der Studie
- 1.2. Zum Forschungsstand
- 2. Geistes- und textgeschichtlicher Hintergrund
- 2.1. Zum geistesgeschichtlichen Hintergrund der Philosophy of Rhetoric
- 2.2. Zur Entstehung und zum systematischen Aufbau der Philosophy of Rhetoric
- 3. Campbells Rhetorikverständnis
- 3.1. Die Definition der Rhetorik
- 3.2. Die genera causarum
- 3.2.1. Ein inhaltlicher Vergleich zwischen den genera Campbells und der rhetorischen Tradition
- 3.2.2. Ein systematischer Vergleich zwischen den genera Campbells und der rhetorischen Tradition
- 3.2.3. Bacons Bestimmung von Rhetorik und Tradition
- 3.3. Rhetorik als politische Wissenschaft
- 3.4. Der epistemologische Status der Rhetorik und einer ‘Philosophie’ der Rhetorik
- 3.4.1. Campbell und Aristoteles über eine vierstufige Theorie des Wissens
- 3.5. Zur Methodik und zum methodischen Anspruch der Philosophy of Rhetoric
- 4. Das Primat der Sinnlichkeit für den Logos
- 4.1. Rhetorik und Logik
- 4.2. Aristoteles’ Theorie des rhetorisch-logischen Beweises
- 4.3. Campbells Theorie des logischen Beweises
- 4.3.1. Evidenz
- 4.3.2. Vorskizze der Theorie des Verstandes: Mentale Gehalte, Assoziationen, Vivacity
- 4.3.3. Campbells natürliche Logik
- 4.4. Campbells rhetorische Logik - ein Vergleich mit Aristoteles
- 4.5. Konklusion
- 5. Das Primat der Sinnlichkeit für Pathos und Ethos
- 5.1. Die pathetische Beeinflussung des Zuhörers
- 5.1.1. Die Beeinflussung des Verstandes
- 5.1.2. Die Beeinflussung der Erinnerung
- 5.1.3. Die Beeinflussung der Einbildungskraft
- 5.1.4. Die Beeinflussung der Affekte
- 5.1.5. Konklusion
- 5.2. Die ethische Beeinflussung
- 5.3. Der praktische Syllogismus
- 5.4. Leidenschaft und Moral - die gute Rhetorik
- 5.5. Konklusion
- 6. Das Primat der Sinnlichkeit im Redeschmuck
- 6.1. Puritas und Perspicuitas
- 6.2. Der strukturelle Aufbau der Elocutio: Campbell, Quintilian und Aristoteles
- 6.3. Lebendigkeit im Redeschmuck
- 6.3.1. Lebendigkeit in der Wahl der Worte
- 6.3.2. Lebendigkeit und die Anzahl der Worte
- 6.3.3. Lebendigkeit und die Anordnung der Worte
- Zusammenfassendes Schlußwort
- Literatur