Die komparatistische Studie bietet erstmals einen Überblick, wie französische Romane im Deutschland des 18. Jahrhunderts rezipiert wurden. Während der Einfluss englischer Autoren ausführlich untersucht wurde, ist bislang kaum bekannt, dass auch französische Romane während des gesamten Zeitraums lebhaft und konstant rezensiert und übersetzt wurden. Dieser literarische Transfer wird hier am Beispiel freizügiger Romane vorgeführt, welche die Gattung in Frankreich zwischen 1730 und 1800 dominieren und in Deutschland bald als Paradigma der französischen Literatur überhaupt gelten. Bedeutende libertine Romanciers wie Crébillon fils, Marivaux und Laclos, aber auch populäre Schriftsteller wie Rétif de la Bretonne werden kontrovers als literarische Vorbilder oder abschreckende Exempel unmoralischer Literatur beurteilt. Untersucht wird die Entwicklung der literarischen Kritik, unterschiedliche Typen und Phasen der Übersetzung und der Einfluss französischer Werke auf deutsche Schriftsteller. Zusätzlich dokumentiert eine kommentierte Übersetzungsbibliographie mit Standortnachweisen die Breite der Rezeption.

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Die Rezeption freizügiger französischer Romane in Deutschland (1730-1800). Mit einer kommentierten Übersetzungsbibliographie
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Die Rezeption freizügiger französischer Romane in Deutschland (1730-1800). Mit einer kommentierten Übersetzungsbibliographie
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Information
Thema
LiteraturInhaltsverzeichnis
- Textkorpus
- Einleitung
- Die Rezeption freizügiger französischer Romane in der deutschen Literaturtheorie und Kritik des 18. Jahrhunderts
- 1. Einleitung: Quellenkorpus und Phasen der Rezeption
- 2. Vom poetologischen Vorbild zu »französischen Sünden«: Romankritik zwischen 1730 und 1760
- 2.1. Französische Romane als poetologische Vorbilder
- 2.2. Uneinigkeit kritischer Stimmen vor 1750
- 2.3. Der französische Roman als freizügiger Roman
- 2.4. Literarische und stilistische Anerkennung freizügiger Romane nach 1750
- 2.5. Pornographie
- 3. Freizügige französische Romane als Ausdruck nationaler Mentalität (1760–1775)
- 4. Konflikt zwischen moralischer Kritik und Lesergunst im letzten Viertel des Jahrhunderts (1770–1800)
- 4.1. Dominanz moralischer Kritik: Rezensionen nach 1780
- 4.2. Bewertungen von Original und Übersetzung
- 4.3. Populäre Literaturzeitschriften und Literaturgeschmack der Leser
- 4.4. Moralischer Rigorismus der Romankritik um die Jahrhundertwende
- 4.5. Sonderstellung von Diderots Religieuse
- 4.6. Die Gegenposition der Übersetzer: Literatur als Unterhaltung und Genuß
- 5. Resümee
- Freizügige französische Romane in deutschen Übersetzungen und Bearbeitungen
- 1. Einleitung
- 1.1. Romanübersetzungen und Übersetzungstheorie
- 1.2. Rezeptionsstudien zum freizügigen französischen Roman
- 1.3. Übersetzungen freizügiger französischer Romane im 18. Jahrhundert: Grundlagen und Methode
- 2. Übersetzungen zwischen 1730 und 1770
- 2.1. Quellen, Vorworte und Programmatik
- 2.2. Galanterie, Coquetterie und Petites-Maîtresses
- 2.3. Bedeutung und Wandel der übersetzerischen Aneignung von 1730 bis 1770
- 3. Der Übersetzer als Autor: Die produktive Rezeption freizügiger französischer Romane zwischen 1770 und 1800
- 3.1. Höhepunkt und Vielfalt: Überblick
- 3.2. Übersetzer, Programme und Übersetzungtypologie
- 3.3. Von der ›treuen‹ Übersetzung bis zur freien Umgestaltung – Exemplarische Textanalysen
- 3.4. Resümee
- Die Rolle freizügiger französischer Romane in der deutschen Literatur – Resümee und Ausblick
- Bibliographischer Anhang
- 1. Beschreibung
- 2. Siglen
- 3. Bibliographie – Übersetzungen und Bearbeitungen freizügiger französischer Romane
- Verwendete Literatur
- Register
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