
- 307 Seiten
- German
- PDF
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Über dieses Buch
Trotz einer Vielzahl an Forschungsbeiträgen gilt Catulls sog. Peleus-Epos (c. 64) nach wie vor als rätselhaft und hermetisch. In scheinbar nur losem Zusammenhang erzählt es nicht nur von der Hochzeit des Peleus mit der unsterblichen Thetis, sondern auch - anvertraut den Medien Bild und Lied - von dem Schicksal Ariadnes und den Taten Achills, um in einer zeitkritischen Klage zu enden. Die häufig kritisierte Gesamtstruktur wird hier als komplexes, aber in sich logisches, höchst kunstvolles narratives Gebilde ernst genommen, von dem jede Interpretation ihren Ausgang nehmen muss. Unter besonderer Berücksichtigung von Erzählerfiguren und Erzählhaltungen, medialen Aspekten (ekphrastisches Schreiben, (Sprach-)Bilder) und intertextuellen Referenzen bemüht sich die vorliegende Arbeit um eine grundlegend neue Lektüre des Gedichts.
Häufig gestellte Fragen
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Information
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- 1. Das c. 64 in der Forschung
- 1.1 Vorbemerkung
- 1.2 Die Frage nach der Originalität
- 1.3 Friedrich Klingner – Suche nach Einheit
- 1.4 Biographismus
- 1.5 Ambivalenzen und Ironie: New Critics und ihre Gegner
- 1.6 Mythos als Archetyp
- 1.7 Form, Farben, Bilder
- 1.8 Einzelfragen statt Gesamtdeutung
- 1.9 Interesse an Ekphrasis
- 1.10 Intertextuelle Untersuchungen
- 1.11 Deutungsvielfalt und Deutungsoffenheit
- 2. Methodische Vorbemerkungen
- 2.1 Erzähler und Erzähltheorie
- 2.2 Sprachbilder
- 2.3 Intertextualität
- 3. Argonautenfahrt und Heroenpreis
- 3.1 Vorbemerkungen
- 3.2 Die Fahrt der Argo
- 3.3 Die Begegnung von Peleus und Thetis
- 3.4 Der Heroenpreis
- 4. Die Hochzeit von Peleus und Thetis: die Rahmenhandlung
- 4.1 Inhaltlicher Überblick und Problemstellung
- 4.2 Die menschlichen Gäste – erster Teil der Hochzeitsfeier (31-79)
- 4.3 Die göttlichen Gäste – zweiter Teil der Hochzeitsfeier (265-306)
- 4.4 Zusammenfassung
- 5. Bildbeschreibungen in der antiken Literatur
- 5.1 Theoretische Erfassung des Begriffes der Ekphrasis in der Antike
- 5.2 Entwicklungslinien der antiken Bildbeschreibung
- 5.3 Zusammenfassung
- 6. „vestis priscis hominum variatis figuris“: Die Ariadne-Ekphrasis
- 6.1 Einleitung
- 6.2 Das Ariadne-Thema in seiner literarischen und ikonographischen Tradition
- 6.3 Inhaltlicher Überblick über die Ariadne-Ekphrasis
- 6.4 Ariadne auf Naxos
- 6.5 Vergangenes: Schauplatz Kreta
- 6.6 Tableau vivant: Ariadnes Rede
- 6.7 Zukünftiges: Schauplatz Athen
- 6.8 „At parte ex alia florens volitabat Iacchus“
- 6.9 Intertextuelle Referenzen: Medea und Iason
- 6.10 Das Verhältnis von Ekphrasis und Rahmenhandlung
- 7. Das Parzenlied
- 7.1 Überblick
- 7.2 Die Parzen als Sängerinnen
- 7.3 Das Hochzeitslied
- 7.4 Das Schicksalslied
- 7.5 „felicia carmina“
- 8. Der Epilog
- 8.1 Überblick
- 8.2 Weltalter-Diskurs
- 8.3 Der Diskurs zeitgenössischer Moralkritik: Karikatur und Ernst
- 8.4 Der Epilog und die mythischen Erzählungen – Fiktionalitätsbewusstsein und Geschichtsdeutung
- Resümee
- Literaturverzeichnis