
Der realistische Weg
Formen pragmatischen Erzählens bei Balzac, Dickens, Hardy, Keller, Raabe und anderen Autoren des 19. Jahrhunderts
- 723 Seiten
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Der realistische Weg
Formen pragmatischen Erzählens bei Balzac, Dickens, Hardy, Keller, Raabe und anderen Autoren des 19. Jahrhunderts
Über dieses Buch
In Einzeluntersuchungen, Längs- und Querschnitten entsteht ein für die deutsche, englische und französische Literatur tragfähiger Begriff des literarischen Realismus im 19. Jahrhundert. Neben den genannten Autoren werden ausführlich auch Flaubert, George Eliot und Fontane einbezogen. Abgrenzungen ergeben sich einerseits etwa zu Goethe, andererseits v.a. zu Zola und zur literarischen Moderne. Der theoretische Teil der Untersuchung ist an der pragmatischen Erkenntnistheorie orientiert, die in vielen Traditionen 'von Kant zu Peirce' führt und deren zentrale Begriffe sich als literarisch fruchtbar erweisen. Im Mittelpunkt der Untersuchung steht eine Interpretation des "Grünen Heinrich" in vergleichender Perspektive; den immer neuen Erzählstrukturen und Wirklichkeitsentwürfen, die Keller für seine Geschichte erprobte, lassen sich jeweils Beispiele aus der europäischen Literatur zuordnen: von K. Ph. Moritz über den jungen Flaubert, Charlotte Brontë, die Goncourt und andere, bis zu Joyce und Proust. Die Untersuchung arbeitet eng an den Texten und enthält insbesondere in den mehr theoretischen Teilen viele anschauliche Beispiele. Alle Kapitel sind so geschrieben, daß sie jeweils auch für sich gelesen werden können.
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Information
Inhaltsverzeichnis
- 1. Zur Frage nach dem realistischen Weg
- 2. Realismus als „Gedankenexperiment“. Grundzüge eines pragmatischen Wirklichkeitsbegriffs am Beispiel von C.S. Peirce
- 2.1 Pragmatische Wirklichkeitsbezüge
- 2.2 Zeichen, Wirklichkeit und Wahrheit: zur Semiotik des Pragmatismus
- 2.3 Konditionaler Idealismus: Zur Tradition pragmatischen Denkens
- 3. Zur Zeichensprache des literarischen Realismus. Versuch einer semiotischen Retrospektive
- 3.1 Bedeutungswege: zur Vieldeutigkeit der Titel im literarischen Realismus
- 3.2 „A cluster of signs“: ein Versuch zu Peirces sechsstelligem Zeichemnodell und Madame Bovary, Middlemarch, Effi Briest
- 3.3 Der realistische Weg durch die Zeichen. Peirces „principal classes of signs“, Madame Bovary, Middlemarch, Effi Briest und andere
- 3.4 Die Kriminalgeschichte als pragmatisches Paradigma
- 3.5 „Symbol“ und „Allegorie“ im literarischen Realismus
- 3.6 Literarischer Realismus und Ästhetik der Moderne
- 4. David Copperfields pragmatische Maxime
- 5. Die Kunst, immer neu zu beginnen: Der grüne Heinrich in vergleichender Perspektive
- 5.1 Das Ich als das immer neu „andere“. Von der Autobiographie zum realistischen Roman
- 5.2 Der vierfache Romananfang
- 5.3 Der gebrochene Diskurs
- 5.4 Kontinuierliche Erkenntnis
- 5.5 Die Transformation der Natur-Idee
- 5.6 Die metapoetische Mitte des Romans
- 5.7 Die Aporie der Kunst und die Kunst, neu zu beginnen
- 5.8 Die vorbehaltene Wirklichkeit
- 5.9 Der grüne Heinrich, Anton Reiser und die Transformation des Bildungsromans im 19. Jahrhundert
- 6. Ein realistischer Weg durch die Comédie humaine
- 6.1 Eine experimentelle "suite": La peau de chagrin, Louis Lambert, Le père Goriot
- 6.2 Experimente des Erwartbaren: Les deux poètes
- 6.3 Die „große Krise“ und das „große Experiment“: Un grand homme de province à Paris
- 6.4 Balzacs pragmatische Option: Les souffrances de l’inventeur und das Cénacle
- 6.5 Vom Spiel der Zerstörung zur Öffnung der Alternativen: Splendeurs et misères des courtisanes und La dernière incarnation de Vautrin
- 7. Raabes Resignationen
- 7.1 Alte Nester: ein realistischer Weg durch viele Thesen
- 7.2 Aggressive Rede und Diskurs des Konsens in Stopfkuchen
- 7.3 Die Akten des Vogelsangs: ein fragmentarischer realistischer Weg
- 8. Jude the Obscure: Die Aporie des realistischen Wegs
- Literaturverzeichnis