
Strukturelle Dissensmarkierungen in interkultureller Kommunikation
Analysen deutsch-dänischer Verhandlungen
- 241 Seiten
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Strukturelle Dissensmarkierungen in interkultureller Kommunikation
Analysen deutsch-dänischer Verhandlungen
Über dieses Buch
Eine im Bereich interkulturelle Kommunikation immer wieder vertretene Annahme ist, daß interkulturelle Kommunikation problematisch ist, da hier die Gefahr von Mißverständnissen, die aus kulturell bedingten Unterschieden im kommunikativen Verhalten der Gesprächsteilnehmer resultieren, größer ist als in anderen Formen der Kommunikation. Die vorliegende Arbeit differenziert diese Aussage, indem anhand von Mikroanalysen authentischer Dissenssequenzen aufgezeigt wird, wie Gesprächsteilnehmer in deutsch-dänischen Verhandlungen über nationale, kulturelle und sprachliche Unterschiede hinweg im Stande sind, selbst potenziell problematische Sequenzen zu meistern. Dies verdeutlicht, daß es einer stärkeren Differenzierung des Feldes interkulturelle Kommunikation bedarf, um der Komplexität des Untersuchungsgegenstandes gerecht zu werden. Dies umfaßt eine Differenzierung hinsichtlich der individuellen Voraussetzungen der Gesprächsteilnehmer ebenso wie eine stärkere Berücksichtigung der kulturräumlichen Aspekte. Die Ergebnisse der Untersuchung lassen ferner Rückschlüsse auf die Art der Kompetenz zu, die in interkulturellen Situationen notwendig ist, um erfolgreich kommunizieren zu können. Neben fremdsprachlicher und interkultureller Kompetenz ist in bestimmten Formen interkultureller Kommunikation, nämlich der zwischen nahkulturellen Verbindungen, die interaktive Kompetenz von entscheidender Bedeutung für das Gelingen der Kommunikation.
Häufig gestellte Fragen
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Information
Inhaltsverzeichnis
- 1. Einleitung und Ziel der Arbeit
- 2. Theoretischer Rahmen
- 2.1. Ethnomethodologische Konversationsanalyse
- 2.2. Interkulturelle Kommunikation
- 3. Die empirische Untersuchung
- 3.1. Konzeption
- 3.2. Daten
- 4. Zur interaktiven Konstruktion von Dissens auf lexikalischer Ebene: bloß als disjunktive Turneröffnung
- 4.1. Untersuchungsgegenstand und zentrale Fragestellungen
- 4.2. Zur Beschreibung von bloß in deutschen Grammatiken
- 4.3. Daten
- 4.4. Der Konjunktor bloß in turneröffnender Position
- 4.5. Der Konjunktor bloß in turninterner Position
- 4.6. Der Aspekt der Mutter- bzw. Fremdsprachlichkeit der Gesprächsteilnehmer bei der Produktion einer Sequenz mit dem Konjunktor bloß in turneröffnender Position
- 4.7. Ergebnisse
- 5. Zur interaktiven Konstruktion von Dissens auf sequenzieller Ebene: Die Ignorierung einer kollaborativen Turnbeendigung
- 5.1. Untersuchungsgegenstand und zentrale Fragestellungen
- 5.2. Daten
- 5.3. Die kollaborative Turnbeendigung
- 5.4. Die Ignorierung einer kollaborativen Turnbeendigung
- 5.5. Die kollaborative Turnsequenz
- 5.6. Der Aspekt der Fremdsprache bei der Konstruktion einer kollaborativen Turnsequenz
- 5.7. Ergebnisse
- 6. Zur interaktiven Konstruktion von Dissens auf aktivischer Ebene: Das Unterlassen von Kopartizipation in Sequenzen mit stereotypen Wendungen
- 6.1. Untersuchungsgegenstand und zentrale Fragestellungen
- 6.2. Stereotype: terminologische und methodische Überlegungen
- 6.3. Daten
- 6.4. Die Konstruktion sequenzieller Relevanz von Kopartizipation durch die Verwendung nationaler Stereotype: Zur Konstruktion von Time Outs
- 6.5. Das Unterlassen von Kopartizipation
- 6.6. Ergebnisse
- 7. Die Bedeutung der Studien für zentrale Fragestellungen im Forschungsbereich interkulturelle Kommunikation
- 8. Ergebnisse und Ausblick
- Literatur
- Anhang
- Transkriptionskonventionen
- Daten
- Terminologie