Pierre Viénot ist eine Schlüsselgestalt der deutsch-französischen Gesellschafts- und Kulturbeziehungen in den zwanziger Jahren. Gaby Sonnabend zeichnet erstmals ein Gesamtbild von Viénots Denken und Handeln von den zwanziger Jahren bis zu seinem unerwartet frühen Tod 1944 und untersucht seine Prägungen und Motivlagen sowie seine Rolle innerhalb der deutsch-französischen Beziehungen, der französischen Politik der dreißiger Jahre und der Résistance.

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Pierre Viénot (1897-1944): Ein Intellektueller in der Politik
Über dieses Buch
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Information
Inhaltsverzeichnis
- Vorwort
- Einleitung
- Gegenstand, Forschungslage, Fragestellung und Aufbau
- Quellenlage
- I. Ein Vertreter der Kriegsgeneration: Kindheit und Jugend (1897-1918)
- 1. Das Elternhaus
- 2. Der Erste Weltkrieg als bewußtseinsprägendes Erlebnis
- 2.1. Der Kriegsteilnehmer Viénot und sein Verhältnis zum »Erbfeind«
- 2.2. Kriegserlebnis und Generationsbewußtsein: Die »génération du feu«
- II. »Connaître l’Allemagne et la reconnaître«: Verständigung mit dem Kriegsgegner als handlungsleitende Maxime (1918-1925)
- 1. »Je suis un animal d’action«: Der Mentor Lyautey und seine marokkanischen Lektionen
- 2. Studien im Nachkriegsdeutschland
- 2.1. Erste Beobachtungen in Deutschland und Österreich
- 2.2. Deutschland im Ruhrkampf
- 2.3. Das Heidelberger Universitätsmilieu
- 3. »Démobilisation spirituelle« und »Locarno intellectuel«: Der Einfluß intellektueller Milieus
- 3.1. Die Union pour la Vérité und ihre Deutschlanddebatten
- 3.2. Die Dekaden von Pontigny und der Kreis um die Nouvelle Revue française
- 3.3. Die Familie Mayrisch und der Colpacher Freundeskreis
- 3.4. Viénot und die deutsch-französischen Intellektuellenzirkel der zwanziger Jahre
- 4. »La sécurité par la compréhension d’autrui«: Die Ausarbeitung einer eigenen Verständigungskonzeption
- 4.1. Der psychologische Konflikt zwischen Deutschland und Frankreich
- 4.2. Viénots Bild des modernen Deutschland
- III. »Deutschlands Zweifeln ist mir näher als Frankreichs heutige Gewißheiten«: Als kultureller Mittler in Berlin (1926-1930)
- 1. Viénot und das Deutsch-Französische Studienkomitee
- 1.1. Die Gründung des Studienkomitees
- 1.2. Ein elitäres Forum deutsch-französischer Zusammenarbeit
- 1.3. In offiziöser Mission: Viénot als Direktor des Berliner Büros
- 1.4. Konflikte innerhalb des Komitees und Viénots Ausscheiden
- 2. »Les Incertitudes allemandes«: Das Fazit jahrelanger Deutschlanderfahrungen
- 2.1. Das Wesen der Kulturkrise in Deutschland
- 2.2. Die Rezeption von Viénots Deutschland-Studie
- IV. »Je ne suis ni de droite ni de gauche«: Viénots geistige und politische Standortsuche (1918-1931 )
- 1. Überlegungen im Zeichen der Krise: Viénots Verbindungen zu den Erneuerungsbewegungen seiner Zeit
- 1.1. Das Krisen- und Generationsbewußtsein der französischen Nachkriegsintellektuellen
- 1.2. Die französischen Nonkonformisten und ihre Suche nach dem Dritten Weg
- 1.3. Die Krise der linken Parteien und Reformansätze der Jugend
- 1.4. Zwischen Nonkonformismus und Faschismus
- 2. Der lange Weg nach links: Viénots politische Entwicklung in den zwanziger Jahren
- 2.1. »Je suis de plus en plus anti-démocratique«: Die Suche nach einer angemessenen Regierungsform
- 2.2. Anregungen aus Deutschland: Die Dynamik der Weimarer Republik
- 2.3. Die Revision politischer Ansichten
- V. Die neue Bühne: Viénot als Berufspolitiker (1931-1939)
- 1. Der Einstieg in die Politik: außenpolitische Erwägungen und lokaler Wahlkampf
- 1.1. Für eine finanzielle Unterstützung Deutschlands: Viénot und d’Ormesson lancieren ihre Ideen
- 1.2. Viénot als Wahlkämpfer in den Ardennen
- 2. Deutsche Ungewißheiten in den dreißiger Jahren: Viénot als Außenpolitiker
- 2.1. Sicherheit und Abrüstung: Pierre Viénot als Anhänger der Kontrollidee
- 2.2. Die »Machtergreifung« der Nationalsozialisten und Viénots erste Einschätzung des Dritten Reichs
- 2.3. Viénot als Verfechter einer Rüstungskonvention mit dem Dritten Reich
- 2.4. Festigkeit und Kooperation als Antwort auf die nationalsozialistische Herausforderung
- 2.5. Viénots Engagement für die Flüchtlinge aus Deutschland
- 3. Das Experiment gesellschaftlicher und politischer Reformen: An der Seite Léon Blums
- 3.1. Auf dem Weg zur Volksfront: Viénots Hoffnungen auf politische Erneuerung
- 3.2. Neue Wege in der Kolonialpolitik: Als Unterstaatssekretär im Quai d’Orsay
- 4. Gegen einen Frieden um jeden Preis: Viénot als Gegner einer Politik des Apaisement
- VI. »La France sera neuve ou elle ne sera plus«: Viénot im Widerstand (1940-1944)
- 1. Antideutsche Propaganda und der Vorwurf der Desertion: Viénot zwischen Drôle de Guerre und französischem Zusammenbruch
- 2. Der Résistant: Engagement bei Libération-Sud
- 2.1. Die Motivation zum Widerstand
- 2.2. Viénot als Mitglied von Libération-Sud
- 3. Die Mission in London: Als Diplomat im Auftrag Charles de Gaulles
- 3.1. Viénot als Vertreter der France libre in London
- 3.2. »Les heures les plus dramatiques de mon existence«: Die lange Nacht des 5. Juni 1944
- 3.3. Die anglo-französischen Verhandlungen und die Anerkennung des CFLN
- Schlußbetrachtung
- Abkürzungs- und Siglenverzeichnis
- Quellen- und Literaturverzeichnis
- 1. Quellenverzeichnis
- 1.1. Ungedruckte Quellen
- 1.2. Gedruckte Quellen
- 2. Literaturverzeichnis
- 2.1. Nachschlagewerke und Hilfsmittel
- 2.2. Monographien und Aufsätze
- Personenregister
Häufig gestellte Fragen
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