Immanente Poetik und poetische Diätetik in Hölderlins Turmdichtung
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Immanente Poetik und poetische Diätetik in Hölderlins Turmdichtung

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Immanente Poetik und poetische Diätetik in Hölderlins Turmdichtung

Über dieses Buch

Diese Arbeit ist ein Versuch, Hölderlins Turmdichtung erstmals umfassend zu deuten und strukturell zu erschließen. Zunächst wird die immanente Poetik der Turmdichtung unter den Gesichtspunkten der Bildlichkeit, der Landschaft, der Zeit und des Raumes rekonstruiert. Anschließend wird ein Zugang zur diätetisch-therapeutischen Poetik der Turmdichtung eröffnet. Es zeigt sich dabei, dass diese diätetische Poetik eng mit einer Therapeutik des Lebens verbunden ist, die zugleich eine Hermeneutik des Lebens darstellt. Hölderlin steht noch zu Lebzeiten in der Diskurs-Geschichte des "wahnsinnigen Dichters"; er lebt im Tübinger Turm notgedrungen einen Topos, erscheint als ein neuer Tasso - eine Rolle, in die er sich geradezu gedrängt sehen musste. Der circulus vitiosus, als Kranker zugleich immer auch die Rolle eines Kranken spielen zu müssen, ist für das bedrängte Selbst eine besondere Herausforderung. So wie Hölderlins Dichtung enthält auch seine Lebenspraxis diätetische Züge. Dies zeigt sich in ihrer Sparsamkeit, ihrer Rhythmik, in der Bedeutung als Ausdruck und Therapie der Unruhe in der Ritualität der sozialen Interaktion, wie sie Hölderlin in seiner Rolle als "Scardanelli" zum Ausdruck bringt. Das Pseudonym "Scardanelli" wird dabei als inszenatorische Reflexionsfigur des wahnsinnigen Dichters und eines poeta minor gedeutet.

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Information

Jahr
2012
ISBN drucken
9783484321267
eBook-ISBN:
9783110928167

Inhaltsverzeichnis

  1. Vorbemerkung
  2. I. Einleitung
  3. 1. Zu Bezeichnung und Textbestand
  4. 2. Die Turmdichtung und das Spätwerk
  5. 3. Die Turmdichtung in der Forschung
  6. 4. Zum methodischen Vorgehen
  7. en Poetik
  8. 4.2 Zur diätetischen Poetik
  9. II. Die immanente Poetik der Turmdichtung
  10. 1. Der Begriff des Bildes
  11. 2. Die Gestaltungsprinzipien der Bildlichkeit
  12. 2.1. Die Evokation des Raumes
  13. 3. Das »Erscheinen« der Bilder im Geiste
  14. 4. Die Modelle der Bildgestaltung
  15. 4.1 Das Modell des Landschaftsgartens
  16. 4.2 Das Modell der Zeit
  17. 4.3 Das Modell des >Zusammenhangs<
  18. 5. Der Ort der Ruhe - >Der Mittelpunkt
  19. 5.1. Die Suche nach einem »stille[n] Ort«
  20. 5.2. Der innere Ort - »Den Menschen ist der Sinn ins Innere gegeben«
  21. 6. Zusammenfassung
  22. III. Die diätetische Poetik der Turmdichtung
  23. 1. Die Lehre der Diätetik
  24. 2. Die traditionellen Hauptursachen des >Dichterwahnsinns<: Das melancholische Temperament und die überreizte Einbildungskraft
  25. 3. Die Diätetik in der Turmdichtung
  26. 3.1 Die Therapie der Einbildungskraft
  27. 3.2 Die Selbstheilungskräfte des Menschen
  28. 3.3 Die Therapie der Melancholie
  29. 3.4. Der >Mittelpunkt< als geschützter Ort und als Metapher des >Ich<
  30. 3.5 Die Therapeutik des Lebens
  31. 3.6 Der Topos des >wahnsinnigen Dichters<
  32. 3.7 Die begrenzte Variation als künstlerisches Stilprinzip
  33. 3.8. »Scardanelli« als Reflexionsfigur - Die Ritualität der Inszenierung
  34. 4. Die klassizistische Diätetik der Turmdichtung – »Wenn dunkel mir ist der Sinn«
  35. 5. Zusammenfassung und Schluß
  36. Anhang
  37. 1. 1. Anmerkung zur Zitierweise
  38. 2. 2. Verzeichnis der Siglen
  39. 3. 3. Literatur
  40. 3.1 Historische Texte
  41. 3.2 Neuere Literatur