Grammatiken als empirische axiomatische Theorien
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Grammatiken als empirische axiomatische Theorien

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Grammatiken als empirische axiomatische Theorien

Über dieses Buch

Für naturwissenschaftliche Theorien gilt, daß ihr empirischer Charakter nicht angezweifelt und ihre axiomatische Form als Ideal angesehen wird. Für Grammatiken als Theorien über Sprachen gilt, daß ihr empirischer Charakter immer wieder angezweifelt und daß ihre axiomatische Form kaum in Erwägung gezogen wird. Die vorliegende Arbeit behandelt die Idee und die Möglichkeit(en), wissenschaftliche Grammatiken natürlicher Sprachen (z.B. des Deutschen oder des Englischen) als empirische axiomatische Theorien zu (re-)konstruieren, d.h. Theorien, die sich empirisch überprüfen lassen und die so aufgebaut sind, daß sich alle Aussagen, die eine Grammatik über die jeweilige Sprache macht, aus einer Menge von Postulaten (Axiomen) logisch ableiten lassen.

Die Arbeit geht ausführlich auf die Fragen ein, was eine axiomatische Theorie ist und welche Gesichtspunkte bei der Konzipierung von Grammatiken als (empirischen) axiomatischen Theorien berücksichtigt werden müssen. Es wird ferner für den empirischen Charakter von Grammatiken argumentiert, und die Aspekte werden herausgearbeitet, die für eine Konzipierung von Grammatiken als empirische (axiomatische) Theorien entscheidend sind. Nach der Darstellung des bisher einzigen Versuchs, Grammatiken natürlicher Sprachen als empirische axiomatische Theorien zu (re-)konstruieren, und der Argumentation, daß dieser Versuch bestimmten Einwänden ausgesetzt ist, werden schließlich die Grundzüge einer alternativen Grammatiktheorie expliziert, in der Grammatiken auch als empirische axiomatische Theorien (re-)konstruiert werden, die aber diesen Einwänden nicht ausgesetzt ist. Dafür wird auf die Einsichten aus den vorliegenden Teilen der Arbeit zurückgegriffen.

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Information

Jahr
2014
ISBN drucken
9783484303461
eBook-ISBN:
9783110955330

Inhaltsverzeichnis

  1. Symbol- und Abkürzungsverzeichnis
  2. Notationskonventionen
  3. Einleitung
  4. Teil A: Axiomatische Theorien
  5. 1. Eine Sprache für eine Theorie: formal und symbolisch
  6. 1.1. Warum formale Sprachen?
  7. 1.2. Syntax einer formalen Sprache
  8. 1.3. Semantik einer formalen Sprache
  9. 1.4. Der Kennzeichnungsoperator
  10. 2. Ein allgemeiner Theoriebegriff
  11. 2.1. Logische Folgerung, logische Wahrheit und semantische Logiksysteme
  12. 2.2. Sprachkalküle
  13. 2.3. Theoriebegriffe
  14. 3. Axiomatische Theorien
  15. 3.1. Die axiomatische Methode
  16. 3.2. Die axiomatische Methode und die Sprachwissenschaft
  17. Teil B: Empirische Theorien: Die Tradition und ihre Kritik
  18. 4. Die Standardauffassung empirischer Theorien
  19. 4.1. Vorbemerkungen und der Status der Standardauffassung
  20. 4.2. Die formalen Komponenten einer Standardtheorie
  21. 4.3. Der Theoriebegriff der Standardauffassung: Bedingungen 1-4
  22. 4.4. Der Theoriebegriff der Standardauffassung: Bedingungen 5-7
  23. 4.5. Die partielle Interpretation der theoretischen Terme in einer Standardtheorie
  24. 5. Zentrale Einwände gegen die Standardauffassung
  25. 5.1. Die Herausforderungen Putnams und worin sie nicht bestehen
  26. 5.2. Was sind Beobachtungsterme?
  27. 5.3. Die Theorienbeladenheit der Beobachtungsterme
  28. 5.4. Partiell interpretierte Standardtheorien und die Bedeutung theoretischer Terme
  29. 5.5. Haben theoretische Terme eine interpretatorische Sonderrolle?
  30. 5.6. Die termbestimmte Begrenzung von Beobachtungssätzen: eine verfehlte Konzeption
  31. 5.7. Wider die Aussagenkonzeption von Theorien: ein Einwand des wissenschaftstheoretischen Strukturalismus
  32. Teil C: Grammatiktheorie
  33. 6. Grammatiken als empirische Theorien: ein Plädoyer
  34. 6.1. Gegner empirischer Grammatiken: Itkonen und Katz
  35. 6.2. Was untersucht eine Grammatik?
  36. 6.3. Ein gemeinsames Dilemma der Naturwissenschaften und DER GRAMMATIK
  37. 6.4. Das Dilemma bei Regeluntersuchungen: ein Beispiel
  38. 6.5. Die Berücksichtigung intuitiven Sprachwissens in empirischen Grammatiken
  39. 7. Die Integrative Grammatiktheorie (Lieb 1974, Lieb 1976a)
  40. 7.1. Grammatiktheorie und Sprachtheorie
  41. 7.2. Integrative Grammatiken: zentrale Eigenschaften
  42. 7.3. Sprachgrammatiken als abstrakte axiomatische Theorien
  43. 7.4. Idiolektgrammatiken als angewandte axiomatische Theorien
  44. 8. Beurteilung der Integrativen Grammatiktheorie
  45. 8.1. Formale Mängel der Integrativen Grammatiktheorie (Lieb 1974)
  46. 8.2. Gemeinsamkeiten zwischen einer Standardtheorie und einer angewandten axiomatischen Theorie
  47. 8.3. Unterschiede zwischen einer angewandten axiomatischen Theorie und einer Standardtheorie
  48. 8.4. Schwache Interpretation
  49. 8.5. Kontextbezogene Beurteilungsterme
  50. 8.6. Wie Grammatiken auch beurteilt werden
  51. 9. Grundzüge einer Grammatiktheorie: ein Neuansatz
  52. 9.1. Herausforderungen an eine Theorie empirischer axiomatischer Grammatiken
  53. 9.2. Interpretation wissenschaftlicher Terme I: die ‘theoretischen Terme’
  54. 9.3. Interpretation wissenschaftlicher Terme II: die ‘Beobachtungsterme’
  55. 9.4. Beurteilung von Grammatiken
  56. 9.5. Hempel, Mundy und die Pragmatische Grammatiktheorie
  57. Beweise
  58. Literatur
  59. Sachregister