Epistolare Subjektivität
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Epistolare Subjektivität

Das Erzählsystem in Friedrich Hölderlins Briefroman "Hyperion oder der Eremit in Griechenland"

  1. 527 Seiten
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Epistolare Subjektivität

Das Erzählsystem in Friedrich Hölderlins Briefroman "Hyperion oder der Eremit in Griechenland"

Über dieses Buch

Friedrich Hölderlin (1770-1843) hat nur einen einzigen Roman geschrieben. Nach langem Zögern und durch vielfältige Varianten hindurch gestaltete er die publizierte Endfassung des »Hyperion« in der Form des Briefromans. Die Studie rekonstruiert die Entwicklung dieses Romanprojekts, indem sie erstmals alle Textteile der Vorstufen einer eingehenden Untersuchung unterzieht. Ermöglicht wird diese Betrachtung, die in eine Interpretation der Endfassung auf der Grundlage der Entwicklungsgeschichte mündet, durch eine Einbettung in den systematischen Zusammenhang der philosophischen, politischen und literarischen Kontexte der 1790er Jahre.

Dabei bietet ein Rückblick auf die Geschichte des Briefromans im 18. Jahrhundert sowie die Stellung des »Hyperion« in dieser neue Einblicke in dessen poetische Form. Erst die Korrelation dieser formgeschichtlichen Entwicklung mit den Wandlungen von Hölderlins philosophischen Erkenntnissen kann darüber hinaus eine stärkere Anbindung an Kants praktische Philosophie nachzeichnen als bisher angenommen wurde. Hölderlin erkannte nämlich im Briefroman ein adäquates Medium für die von Kant in der »Kritik der praktischen Vernunft« gestellte Aufgabe, »wie man den Gesetzen der reinen praktischen Vernunft Eingang in das menschliche Gemüt, Einfluß auf die Maximen derselben verschaffen, d.i. die objektiv praktische Vernunft auch subjektiv praktisch machen könne.« Dieser unendlichen Aufgabe, der sich Hölderlin auch als Erzieher verpflichtet sah, schien ihm erst sein Roman wirklich gewachsen.

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Information

Jahr
2011
ISBN drucken
9783484366053
eBook-ISBN:
9783110943092

Inhaltsverzeichnis

  1. Vorwort
  2. Einleitung: Hyperion und die Tradition des europäischen Briefromans im 18. Jahrhundert
  3. Geliert und die Reform des Privatbriefes
  4. Zur historischen Poetik des Briefromans im 18. Jahrhundert
  5. Hölderlins Briefroman und die »Tendenzen des Zeitalters«
  6. Exkurs: Zur Editionsproblematik
  7. TEIL A: DIE VORFASSUNGEN (1792-1796)
  8. Kapitel I: Epistolarer Enthusiasmus der Freiheit Tübinger und Waltershauser Fassungen (1792-1794)
  9. I.1. Das Tübinger Fragment: »Ich schlummerte meinen Kallias...« (1792/93)
  10. I.2. Das Fragment von Hyperion (1794)
  11. Kapitel II: Autobiographische Flucht vor der »Hülfe der Natur« Jenaer Fassungen (1794/95)
  12. II.1. Metrische Fassung (1795)
  13. II.2. Hyperions Jugend (1795)
  14. Kapitel III: »Seyn« und Brief: Der neue Briefroman der Vorletzten Fassung (1795/96)
  15. III.1. Erzählte Vergangenheit
  16. III.2. Schreibergegenwart
  17. III.3. Autorebene
  18. TEIL B: DAS ERZÄHLSYSTEM DER ENDFASSUNG (1796-1798)
  19. Kapitel IV: Das Ende als Anfang oder Intellektuale Anschauung bei Schelling und Hölderlin
  20. IV.1. Die Naturvision
  21. IV.2. Entwicklung des philosophischen Theorems der >intellektualen Anschauung< bei Hölderlin
  22. IV.3. Schellings Konzept der >intellektualen Anschauung<
  23. IV.4. Die Naturvision Hyperions als >intellektuale Anschauung des absoluten Objekts<
  24. Kapitel V: Stationen eines in Briefen erinnerten Lebens
  25. V.1. Von der »Unheilbarkeit des Jahrhunderts«
  26. V.2. Vorläufige Vermittlungen von Ideal und Wirklichkeit
  27. V.3. »Es werde von Grund aus anders«: Der Aufstand gegen die türkische Fremdherrschaft
  28. V.4. Dimensionen des Scheiterns
  29. Kapitel VI: Formen und Stufen epistolarer Erinnerung
  30. VI.1. Das ἓν καὶ πᾶν und das Ich
  31. VI.2. Bewußtlose Erinnerung
  32. VI.3. Schmerzliche Erinnerung
  33. VI.4. Gelingende Erinnerung
  34. VI.5. Praktische Folgen der Erinnerung
  35. Schluß: Hölderlins Hyperion als europäischer Briefroman
  36. Literaturverzeichnis
  37. Namensregister