Theater und zionistischer Mythos
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Theater und zionistischer Mythos

Eine Studie zum zeitgenössischen hebräischen Drama unter besonderer Berücksichtigung des Werkes von Joshua Sobol

  1. 381 Seiten
  2. German
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Theater und zionistischer Mythos

Eine Studie zum zeitgenössischen hebräischen Drama unter besonderer Berücksichtigung des Werkes von Joshua Sobol

Über dieses Buch

Anhand ausgewählter Stücke israelischer Autoren zeigt diese Studie, wie in der Konfrontation mit den kunstkritischen Traditionen des Judentums und durch die Thematisierung der Geschichte eine Dramatik des "israelischen Realismus" (Gershon Shaked) entstanden ist, die Spuren der Auseinandersetzung mit einer hemmenden religiösen Tradition bewahrt hat und das israelische Theater auch deshalb als "verspätetes Theater" zu erkennen gibt. Da in seinem Umfeld eine "dramatische" Wahrnehmung der Wirklichkeit vorherrscht, kommt in ihm die Geschichte als ein das Dramatische fördernder Impuls zur Geltung, der sich in der häufigen Selbstthematisierung des Theaters ausweist. Über das herkömmliche "Theater-im-Theater"-Motiv (Pirandellismus) hinausgehend, ist der Mythos (plot) des Dramas hier aber auch kritisch auf den äußeren "Mythos" bezogen, den zionistisch bestimmten Diskurs über die jüdische Geschichte, der in der Leidensgeschichte der Diaspora beginnt, bis zur Gründung des Staates Israel und zum Triumph der zionistischen Bewegung reicht und sich als eine Art säkularisierte Fortschreibung des traditionellen Mythos von "Exil und Erlösung" verstehen läßt. Anhand dreier Themen unterschiedlicher Autoren (der israelische Unabhängigkeitskrieg, die Rolle der Frau im Zionismus, der Holocaust) und im Werk Joshua Sobols (* 1939) wird gezeigt, wie auf der Bühne geschichtliche Erfahrungen sichtbar werden, die die Eindimensionalität des zionistischen Mythos sprengen und zu seiner "Dekonstruktion" beitragen.

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Information

Jahr
2015
ISBN drucken
9783484660380
eBook-ISBN:
9783110921168

Inhaltsverzeichnis

  1. Vorwort
  2. 1. Die Bedingungen des hebräischen Theaters
  3. 1.1. Theaterferne
  4. 1.2. Theaternähe
  5. 2. Kristallisationspunkte des zionistischen Mythos
  6. 2.1. Der israelische Unabhängigkeitskrieg auf der Bühne
  7. 2.1.1. He went in the fields (Moshe Shamir)
  8. 2.1.2. In the Wastes of the Negev (Yigal Mossinzon)
  9. 2.1.3. They’ll arrive tomorrow (Nathan Shacham)
  10. 2.2. Heldinnen aus Fleisch und Blut
  11. 2.2.1. The Lady of the Castle (Lea Goldberg)
  12. 2.2.2. Hanna Szenes (Aharon Meged)
  13. 2.2.3. Judith among the Lepers (Moshe Shamir)
  14. 2.3. »Theater auf dem Friedhof« – Das israelische Holocaust-Theater
  15. 2.3.1. Children of the Shadows (Ben-Zion Tomer)
  16. 2.3.2. The Heir (Moshe Shamir)
  17. 2.3.3. Kasztner (Motti Lerner)
  18. 3. Joshua Sobol und die Dekonstruktion des zionistischen Mythos
  19. 3.1. Die »Dekonstruktion« des zionistischen Mythos oder »Myth-Wrecking« in Israel
  20. 3.2. Eine jüdische Seele. Die letzte Nacht des Otto Weininger
  21. Exkurs 1: Otto Weiningers Geschlecht und Charakter
  22. Exkurs 2: Die historische Begegnung Weiningers mit Freud
  23. Exkurs 3: Der »Fall Weininger« als »Drama« der Zeitgeschichte
  24. 3.3. Die Ghetto-Trilogie
  25. 3.3.1. Ghetto
  26. Exkurs 4: Die Schöpfungsmetaphorik im Holocaustdrama
  27. 3.3.2. Adam
  28. 3.3.3. Underground
  29. 3.4. Die Palästinenserin
  30. Die Parabel vom Schaf und vom Wolf
  31. Die Purimszene
  32. 3.5. Das Jerusalem Syndrom
  33. Exkurs 5: Der Haifaer Theaterskandal
  34. 3.6. Solo
  35. Exkurs 6: Das »Drama« Spinozas
  36. Exkurs 7: Die »dramatische« Funktion philosophischer Rede
  37. Anhang
  38. Anhang I: Otto Weininger und sein »Weg ins Freie«
  39. Anhang II: Die »Tragik« des Jüdischen Krieges
  40. Anhang III: Spinoza zwischen Philosophie, »Prophetie« und Theater
  41. Anhang IV: Ein unveröffentlichter Text von Joshua Sobol
  42. Abkürzungsverzeichnis
  43. Quellen- und Literaturverzeichnis
  44. Namensregister
  45. Ortsregister
  46. Sachregister