Kognitive Grundlagen lexikalischer Hierarchien
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Kognitive Grundlagen lexikalischer Hierarchien

Untersucht am Beispiel des Französischen und Spanischen

  1. 266 Seiten
  2. German
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Kognitive Grundlagen lexikalischer Hierarchien

Untersucht am Beispiel des Französischen und Spanischen

Über dieses Buch

Begriffshierarchien auf der Basis von Inklusionsbeziehungen sind seit der Antike ein unverzichtbares Element abendländischer Wissensstrukturen und werden als zentrales lexikalisches Organisationsprinzip betrachtet. In den letzten Jahrzehnten wurde nun beobachtet, dass Konzepte der Basisebene bildhaft und autonom sind, nicht aber durch Inklusion über ihre Oberbegriffe konstituiert werden. Diese Arbeit deckt am Beispiel des Französischen, Spanischen und weiterer Sprachen auf der Grundlage von Korpora und lexikographischen Daten die Konsequenzen der Basisebene für die Organisation des Alltagswortschatzes auf. So sind Substantive unterhalb der Basisebene häufig von Basislexemen abgeleitet oder zeigen ihre Abhängigkeit in sekundär erworbenen sprachlichen Eigenschaften. Übergeordnete Substantive beruhen ebenfalls auf Basiskonzepten - nämlich auf Konjunktionen mehrerer Basiskonzepte, was diachron in ihrer Entstehung aus Kollektiva, synchron in ihrem überwiegend pluralischen Gebrauch sichtbar wird. Dem Inklusionsprinzip gehorchen lediglich Fachtermini, die unabhängig von Basiskonzepten definiert werden können, jedoch bei Aufnahme in den Alltagswortschatz ebenfalls eine Verankerung in der Basisebene erfahren, die typisch für Lexikalisierungsprozesse ist. Von dieser Tendenz unberührt sind dagegen generische Substantive wie >Ding<, die als Platzhalter grammatikalisiert sind.

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Information

Jahr
2012
ISBN drucken
9783484305069
eBook-ISBN:
9783110916508

Inhaltsverzeichnis

  1. Abbildungsverzeichnis
  2. Abkürzungen und typographische Konventionen
  3. Vorwort
  4. 1 Lexeme - lexikalischer Wandel - lexikalische Relationen
  5. 1.1 Ein neuer Blick auf lexikalische Hierarchien
  6. 1.2 Methodik
  7. 1.3 Das Lexikon
  8. 1.4 Substantive
  9. 1.5 Grammatikalisierung vs. Lexikalisierung
  10. 1.6 Lexikalische Relationen
  11. 1.7 Fazit
  12. 2 Basisebene und untergeordnete Ebenen
  13. 2.1 Die Basisebene
  14. 2.2 Die untergeordnete Ebene
  15. 2.3 Fazit
  16. 3 Hyperonyme gemeinsprachlichen Ursprungs oberhalb der Basisebene
  17. 3.1 Kognitive Eigenschaften von Oberbegriffen
  18. 3.2 Die Repräsentation von Oberbegriffen
  19. 3.3 Sprachliche Eigenschaften der Hyperonyme
  20. 3.4 Kollektiva
  21. 3.5 Kollektiva vs. Individuati va - Meronymie vs. Hyponymie
  22. 3.6 Die Entstehung von Hyperonymen in der Gemeinsprache
  23. 3.7 Fazit
  24. 4 Hyperonyme fachsprachlichen Ursprungs
  25. 4.1 Wissenschaftliche Oberbegriffe und Taxonomien
  26. 4.2 Die sprachliche Fixierung wissenschaftlicher Konzepte
  27. 4.3 Die Entterminologisierung fachsprachlicher Entlehnungen
  28. 4.4 Fazit
  29. 5 Semilexikalische Substantive oberhalb der Basisebene
  30. 5.1 Passe-partout-Substantive: ein Paradoxon
  31. 5.2 Die Entstehung von Passe-partout-Substantiven
  32. 5.3 Vom gesichtwahrenden Substantiv zum syntaktischen Platzhalter
  33. 5.4 Passe-partout-Substantive: grammatische Substantive?
  34. 5.5 Delokutiver Wandel von Passe-partout-Substantiven
  35. 5.6 Indefinitpronomina: eine neue Etappe der Grammatikalisierung
  36. 5.7 Fazit
  37. 6. Die „Dekonstruktion“ logischer Hierarchien: Fazit und Ausblick
  38. 7. Literaturverzeichnis