Französische Schriftsteller und ihre Nation im Ersten Weltkrieg
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Französische Schriftsteller und ihre Nation im Ersten Weltkrieg

  1. 402 Seiten
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Französische Schriftsteller und ihre Nation im Ersten Weltkrieg

Über dieses Buch

Der Erste Weltkrieg gilt noch heute als Höhepunkt des französischen Nationalgefühls und Musterbeispiel intellektueller Selbstmobilmachung. Die Arbeit untersucht die Konstruktion nationaler Identität am Beispiel von dreiundzwanzig repräsentativen Kriegsromanen, die noch während des Konflikts entstanden.

Ein erster, textinterpretatorischer Teil fragt nach dem Zusammenhang zwischen Identität und Abgrenzung auf der Inhaltsebene der Werke. Dabei zeigt sich, daß die Bedeutung des Feindbildes für die Konstruktion nationaler Identität wie auch für die Legitimation des Krieges relativiert werden muß. Entscheidender als die Definition des Gegners wurde mit zunehmender Kriegsdauer die Frage, wofür man kämpfte. Geschichtliche und kulturelle Traditionen, Werte und Symbole sowie der bei Schriftstellern aller politischen Couleur zu beobachtende Rekurs auf religiöse Bilder bildeten selbst während dieser extremen Form nationalstaatlicher Auseinandersetzung wichtige Elemente nationaler Identität.

Der zweite Teil der Arbeit setzt sich mit der bisher noch nicht systematisch untersuchten Rezeption der Kriegsliteratur auseinander. Hier geht es um den Beitrag der Kriegsromane und ihrer Verfasser zur nationalen Selbstdefinition. Es wird versucht, den besonderen Stellenwert der Frontdichter in der französischen Öffentlichkeit zu erklären, die in dieser Studie erstmals vergleichend den zivilen Schriftstellern gegenübergestellt werden.

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Information

Inhaltsverzeichnis

  1. Abkürzungsverzeichnis
  2. I. Einleitung
  3. 1. Forschungsstand: Erster Weltkrieg, nationale Identität und französische Literatur
  4. 2. «L’Armée de la plume»: Zur Konstruktion nationaler Identität im Medium des französischen Kriegsromans
  5. II. Die französische Nation
  6. 1. Nation, Patrie, République: Nationenkonzepte
  7. 1.1 Das katholisch-lateinische Frankreich
  8. 1.2 Die Harmonisierung der «deux France»
  9. 1.3 Pazifistischer Internationalismus als Alternative zum nationalen Bezug
  10. 2. Die kriegführende Nation zwischen Einheit und inneren Gegensätzen
  11. 2.1 Die ‹Union sacrée›
  12. 2.2 Die Soldaten
  13. 2.3 Die Heimat
  14. 2.4 Frankreichs Alliierte
  15. III. Der deutsche Feind
  16. 1. Der Unsichtbare
  17. 2. Der Kriegsschuldige
  18. 3. Der Barbar
  19. 3.1 Die beiden Deutschlands
  20. 3.2 Der «ewige» Feind
  21. 3.3 Der brutale Unmensch
  22. 3.4 Politische Rückständigkeit
  23. 4. Der Kranke
  24. 5. Das Tier
  25. 6. Die Verkörperung des Bösen
  26. 6.1 Täuschung, Verrat, Verstellung
  27. 6.2 Der Feind Gottes
  28. 7. Der Leidensgenosse
  29. 8. Zur Funktion des Feindbildes
  30. IV. «Mourir pour la patrie»: Legitimations Strategien und Deutung des Krieges
  31. 1. Der Verteidigungskampf
  32. 2. La guerre civilisatrice
  33. 3. La guerre régénératrice
  34. 4. Religiöse Bilder
  35. 4.1 Die Passion Christi: Opfer, Erlösung und Auferstehung
  36. 4.2 Die Hölle
  37. 4.3 Apokalyptische Vorstellungen
  38. V. Selbstverständnis und Wirkung der «écrivains de la Grande Guerre»
  39. 1. Probleme der Kriegsliteratur aus der Sicht der Schriftsteller
  40. 1.1 Die Darstellung des Krieges zwischen Realität und Fiktion
  41. 1.2 Erinnern und Vergessen: Funktionen von Kriegsliteratur
  42. 2. Der ‹écrivain combattant›
  43. 2.1 Selbstbilder von ‹écrivains combattants›
  44. 2.2 Der schriftstellerische Gefallenenkult
  45. 3. Zur Rezeption der Kriegsliteratur
  46. 3.1 Die zeitgenössische Rezeption
  47. 3.2 Zur Rezeption der Literatur des Ersten Weltkriegs nach 1945
  48. VI. Schlussbetrachtung
  49. Anhang 1: Analysierte Autoren
  50. Anhang 2: Sigelverzeichnis
  51. Anhang 3: Literaturverzeichnis
  52. 1. Primärtexte
  53. 2. Rezensionen und zeitgenössische Aufsätze zur Kriegsliteratur
  54. 3. Ungedruckte Quellen
  55. 4. Sekundärliteratur
  56. Anhang 4: Namensverzeichnis