
Das Verbot der eigenmächtigen Besitzumwandlung im römischen Privatrecht
Ein Beitrag zur rechtshistorischen Spruchregelforschung
- 314 Seiten
- German
- PDF
- Über iOS und Android verfügbar
Das Verbot der eigenmächtigen Besitzumwandlung im römischen Privatrecht
Ein Beitrag zur rechtshistorischen Spruchregelforschung
Über dieses Buch
Das Verbot der eigenmächtigen Besitzumwandlung gehört zu jenen Prinzipien des römischen Privatrechts, die sich in stabiler Spruchform über Jahrhunderte hinweg erhalten haben.
Der 1. Teil der Untersuchung fragt aus methodologischer Sicht nach dem Wesen und der Funktion solch regelhaft niedergelegter Rechtsprinzipien im römischen Recht. Im 2. Teil der Arbeit unterzieht der Verfasser die Rechtsregel "nemo sibi ipse causum possessionis mutare potest" einer quellenkritischen Analyse. Er belegt die bislang unbehauptete These, dass die römischen Juristen das Verbot der eigenmächtigen Besitzumwandlung nicht als unverbindliche Maxime, sondern als zwingend geltende Rechtsnorm beachteten. Dieser Befund indentifiziert die Spruchregel als zentrales Element juristischer Entscheidungsfindung in der römischen Antike.
Häufig gestellte Fragen
- Elementar ist ideal für Lernende und Profis, die sich mit einer Vielzahl von Themen beschäftigen möchten. Erhalte Zugang zur Basic-Bibliothek mit über 800.000 vertrauenswürdigen Titeln und Bestsellern in den Bereichen Wirtschaft, persönliche Weiterentwicklung und Geisteswissenschaften. Enthält unbegrenzte Lesezeit und die Standardstimme für die Funktion „Vorlesen“.
- Pro: Perfekt für fortgeschrittene Lernende und Forscher, die einen vollständigen, uneingeschränkten Zugang benötigen. Schalte über 1,4 Millionen Bücher zu Hunderten von Themen frei, darunter akademische und hochspezialisierte Titel. Das Pro-Abo umfasst auch erweiterte Funktionen wie Premium-Vorlesen und den Recherche-Assistenten.
Bitte beachte, dass wir Geräte, auf denen die Betriebssysteme iOS 13 und Android 7 oder noch ältere Versionen ausgeführt werden, nicht unterstützen können. Mehr über die Verwendung der App erfahren.
Information
Inhaltsverzeichnis
- Abkürzungen
- § 1. Einleitung
- 1. (Allgemeiner) Teil: Die römischen regulae iuris im Lichte ihrer rechtshistorischen Bedeutung
- § 2. Problemstellung
- A. Gegenstand der Untersuchung
- B. Die methodische Aporie
- § 3. Der römische Erklärungsansatz - D. 50,17,1
- A. Text und Übersetzung
- B. Exegetische Annäherung an das antike Regelverständnis
- § 4. Die methodische Bedeutung der römischen Rechtsregel
- A. ,Regula“ als „Maßstab“
- B. Die Bildung von Rechtsregeln
- C. Form und Inhalt der Rechtsregel
- D. Die regula im Rechtsanwendungsprozeß
- E. Zusammenfassung
- 2. (Besonderer) Teil: Quellenkritische Analyse der Spruchregel nemo sibi ipse causam possessionis mutare potest
- § 5. Zum Inhalt des Rechtsprinzips nemo sibi ipse causam possessionis mutare potest
- A. Die Form seiner Überlieferung
- B. Tatbestand und Rechtsfolge der Maxime
- § 6. Das Verbot der eigenmächtigen Besitzumwandlung in den Schriften der römischen Klassiker: I. Die Besitzumwandlung im Erbrecht
- A. Methodische Vorüberlegungen
- B. Erbrechtliche Fallkonstellationen
- § 7. Das Verbot der eigenmächtigen Besitzumwandlung in den Schriften der römischen Klassiker: II. Die Besitzumwandlung unter Lebenden
- A. Eigentumserwerb durch Besitzumwandlung
- B. Besitzrechtliche Konsequenzen der causa-Änderung
- C. Zusammenfassung
- § 8. Schlußbetrachtungen
- Schrifttum
- Quellen
- Sachregister