
Außenpolitik und Strategiediskussion
Die Deutsche Gesellschaft für Auswärtige Politik 1955 bis 1972
- 344 Seiten
- German
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Außenpolitik und Strategiediskussion
Die Deutsche Gesellschaft für Auswärtige Politik 1955 bis 1972
Über dieses Buch
Die 1955 in Bonn gegründete Deutsche Gesellschaft für Auswärtige Politik e.V. (DGAP) und ihr Forschungsinstitut bilden ein außenpolitisches Diskussionsforum der führenden Experten aus Politik, Bürokratie und Wirtschaft. Die private Institution förderte das Wachstum einer parteiübergreifenden Fachelite und die Suche nach einem Konsens in außenpolitischen Grundsatzfragen. Daniel Eisermann beschreibt die konkreten Anstrengungen der DGAP, mit gezielten Forschungsvorhaben und vertraulichen Studiengruppen zu einem besseren Verständnis der Probleme der deutschen Sicherheits- und Entspannungspolitik beizutragen. So entsteht ein vielscheichtiges Panorama, die Geschichte eines Netzwerks einflußreicher Fachleute von der Adenauer-Ära bis in die Zeit der Auseinandersetzungen um die Neue Ostpolitik.
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Information
Inhaltsverzeichnis
- VORBEMERKUNG
- EINLEITUNG
- KAPITEL I: DIE EUROPÄISCHE GRUNDFARBE
- 1. DIE GRÜNDUNG DES EUROPA-ARCHIV
- Wilhelm Cornides und seine ursprünglichen Pläne
- Verlagsgründung im Raum Frankfurt (1945/46)
- 2. “CHRONIK DER GROSSEN TÄUSCHUNGEN UND ENTTÄUSCHUNGEN”
- Das Leitmotiv: “Die geistige Grundfarbe des Planeten“
- Aufschwung und Krise des Europa-Archiv
- “Jetzt ist die Stunde“ - Wegscheide der deutschen Europapolitik
- 3. DIE ENTSTEHUNG DES SPÄTEREN FORSCHUNGSINSTITUTS DER DGAP
- Die Umwandlung des Europa-Archiv in ein europäisches Dokumentationszentrum
- Theodor Steltzer und das Institut der Amerikaner
- Eine eigenartige Institutsgründung (1952)
- 4. “EUROPAFORSCHUNG” IN FRANKFURT (1952-1955)
- Das Institut für Europäische Politik und Wirtschaft
- Die Finanzierungskrise: Rettung aus Amerika
- Entwurf und Scheitern einer multidisziplinären “Europaforschung”
- KAPITEL II: GRÜNDUNG UND STRUKTUR DES “DEUTSCHEN CHATHAM HOUSE”
- 1. DIE AUSSENPOLITISCHE “INSTITUTSBEWEGUNG”
- Die Geburt eines Fachs und die beiden Musterinstitute: Chatham House und Council on Foreign Relations
- Die Entwicklung in Deutschland bis 1945
- Die Aufnahme des Frankfurter Instituts in die westliche “Institutsfamilie”
- 2. “VON ABS BIS OLLENHAUER” - DIE GRÜNDUNG DER DGAP
- Günter Henle und der entscheidende Brückenschlag zum BDI (1953/54)
- Fühlungnahme mit dem Auswärtigen Amt
- Die Einbindung von SPD und Gewerkschaften
- Die Konstituierung von DGAP und Fördererkreis (29. März 1955)
- 3. QUERSCHNITT DURCH DAS “DEUTSCHE CHATHAM HOUSE”
- Von Frankfurt nach Bonn - rechtlich-organisatorische Nachwirkungen der DGAP-Gründungsgeschichte
- Abschwächung der industriellen Dominanz - struktureller Wandel in den Leitungsorganen und der Finanzierung der DGAP
- Der eingeschränkte Klubcharakter der DGAP
- Das Institut und die deutsche Universitätstradition: “Um die Person des Direktors herumgebaut” (1955)
- Die (fast) permanente Suche nach einem Institutsdirektor
- KAPITEL III: EIN FORSCHUNGSSTIL ENTSTEHT - “ABRÜSTUNG UND DEUTSCHE FRAGE”
- 1. VORRANG FÜR DAS PROJEKT WELTPOLITISCHER JAHRBÜCHER
- Arnold Bergstraesser und die “kultursoziologische” Analyse der Weltpolitik
- Die Planung des ersten Grundlagenbandes
- “Eine Einführung in das Geschehen der Gegenwart”
- 2. DIE WEITERENTWICKLUNG DES FORSCHUNGSSTILS DURCH WILHELM CORNIDES
- Die erste Annäherung: “Abrüstung und deutsche Frage” zwischen 1955 und 1960
- Bedeutung und Grenzen des “synoptischen” Ansatzes
- 3. DIE NOTWENDIGKEIT EINER REZEPTION DES AMERIKANISCHEN SICHERHEITS- UND ABRÜSTUNGSDENKENS
- “Die Begegnung mit dem Atomzeitalter” - die Verlagerung des Arbeitsschwerpunkts der DGAP
- Die Revolutionierung des strategischen Denkens und die Arms-Control-Schule
- Die Entstehung der rüstungskontrollpolitischen Studiengruppe
- KAPITEL IV: DIE ANFÄNGE EINER DEUTSCHEN “STRATEGIC COMMUNITY”
- 1. DIE AUSGANGSPOSITION DER DGAP-STUDIENGRUPPE
- Krisenstimmung in Bonn und die nuklearpolitische Kontroverse mit den USA (1961/62)
- Die neue “außenpolitische Gemeinsamkeit” und die Rolle von Fritz Erler und Helmut Schmidt
- Die Keimzelle einer deutschen “strategic community”
- 2. DER EINSTIEG IN DIE ARMS-CONTROL-DISKUSSION
- Die Kritik am “eisernen Trend der Sachlogik”
- “Eine Strategie für Europa”
- Rüstungskontrollpolitik und die Gefahr einer “Fixierung der nach dem Krieg in Europa entstandenen Lage”
- 3. DIE “NUKLEAREN DILEMMAS” DER BUNDESREPUBLIK
- Der antigaullistische Konsens und die Absage an ein “europäisches deterrent”
- Die Skepsis der Fachleute gegenüber dem MLF-Projekt
- Mißverständnisse und ein pragmatisches Ja zur MLF: die Grenzen des Expertentums
- KAPITEL V: DIE AUFLÖSUNG DES FORSCHUNGSSTILS “ABRÜSTUNG UND DEUTSCHE FRAGE”
- 1. DIE VERÄNDERUNG DES INSTITUTIONELLEN UMFELDES
- Der Durchbruch des Gedankens außenpolitischer Planung und wissenschaftlicher Beratung
- Die Verbesserung der “Abrüstungsapparatur” innerhalb der Bundesregierung
- Pläne für ein “deutsches RAND” - die DGAP und die Gründung der Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP)
- 2. DER BEDEUTUNGSVERLUST DES ARMS-CONTROL-ANSATZES FÜR DIE ANALYSE DER DEUTSCHEN AUSSENPOLITIK
- Das Erstarren des militärisch-politischen Status quo
- Die Infragestellung des sicherheitspolitischen Schwerpunktes
- 3. “PRIORITÄTEN DES FRIEDENS IN EUROPA”
- Das Bedürfnis nach einem ostpolitischen Neuanfang
- Gründung der “Studiengruppe für die deutschen Beziehungen zur Sowjetunion und zu den übrigen Ländern des Ostens”
- Wilhelm Cornides und die “europäische Friedensordnung”
- KAPITEL VI: DER ZERFALL DES ENTSPANNUNGSPOLITISCHEN KONSENS
- 1. AUFBRUCH IN DIE NEUE OSTPOLITIK
- Von der Erhard-Regierung zur Großen Koalition
- Fehlstart der ostpolitischen Studiengruppe und die Krise der DGAP
- Die Umgehung der DDR-Statusfrage
- 2. DIE DEUTSCHE NONPROLIFERATIONSPOLITIK ALS NEUER BRENNPUNKT
- Ein Musterbeispiel intensiver Politikberatung
- Der zentrale Prioritätenkonflikt
- 3. ENTSPANNUNGSEUPHORIE UND “ALTERNATIVEN FÜR EUROPA”
- Der veränderte außen- und sicherheitspolitische Bezugsrahmen (1966/67)
- Europäische “Modellschreinerei”
- 4. DIE DGAP UND IHRE OSTPOLITISCHE “ROLLE DES ORGANISATORS VON KONTAKTEN”
- 5. DIE ANERKENNUNG DES ZWEITEN DEUTSCHEN STAATES
- Das Entstehen der “Anerkennungsstudie” (1967/68)
- Die Ost-Studiengruppe und die Frage einer Anerkennung der DDR
- Die Politik überholt die Wissenschaft
- Die Studie verschwindet in der Schublade - ein Fall politischer Rücksichtnahme
- KAPITEL VII: DIE HERAUSBILDUNG DER NEUEREN DGAP
- 1. DIE ÄRA DER OSTVERTRÄGE
- Regierungswechsel und ein neuer Institutsdirektor
- “In der Beurteilung der Lage keine Übereinstimmung”
- Der Höhepunkt der Entspannungspolitik
- 2. “AUSSENPOLITISCHE PERSPEKTIVEN DES WESTDEUTSCHEN STAATES”
- Der neue Typ der Projektstudiengruppe
- Die Staatsräson der Bundesrepublik
- “Ein zeitgeschichtlich interessantes Dokument”
- 3. DIE REFORMIERTE DGAP
- Ein nochmaliger Wechsel an der Institutsspitze
- Die Strukturwandlungen der “außenpolitischen Wissenschaft”
- SCHLUSSBILANZ: “WÄHREND RINGSUM ALLES IM FLUSS IST”
- ANHANG: PUBLIKATIONEN DER DGAP UND IHRER VORLÄUFER
- 1. EUROPA-ARCHIV (ZEITSCHRIFT)
- 2. EUROPA-ARCHIV UND INSTITUT FÜR EUROPÄISCHE POLITIK UND WIRTSCHAFT (1947-1955)
- 3. DEUTSCHE GESELLSCHAFT FÜR AUSWÄRTIGE POLITIK
- QUELLEN- UND LITERATURVERZEICHNIS
- 1. UNVERÖFFENTLICHTE QUELLEN DER DGAP
- 2. NACHLÄSSE, PERSÖNLICHE UNTERLAGEN, EIGENRECHERCHE
- 3. TÄTIGKEITS- UND TAGUNGSBERICHTE, DENKSCHRIFTEN USW
- 4. BIBLIOGRAPHIE
- ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS
- PERSONENVERZEICHNIS
- DER AUTOR